CfP: Migration, Integration und Identität im deutschen Sport in historischer Perspektive (German)

Call for Papers, deadline 30 June 2026
Hannover/Germany
 
Veranstalter: Niedersächsisches Institut für Sportgeschichte e.V. (NISH); Deutsche Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen e.V. (DAGS) (Niedersächsisches Institut für Sportgeschichte e.V. (NISH))
Ausrichter: Niedersächsisches Institut für Sportgeschichte e.V. (NISH)
Veranstaltungsort: Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10
PLZ: 30169
Ort: Hannover
Land: Deutschland
Findet statt: In Präsenz
Vom - Bis: 20.11.2026 - 21.11.2026
Deadline: 30.06.2026
 

Die Tagung geht der Frage nach, wie die Turn- und Sportorganisationen in den letzten 200 Jahren mit dem Spannungsfeld von Migration, Integration und Identität umgegangen sind. Inwieweit haben Migration und Integration die Identität des deutschen Sports geprägt und verändert? Oder war und ist möglicherweise eine vergleichsweise stabile Identität die Voraussetzung für die zweifelsohne erheblichen Integrationsleistungen des deutschen Sports?

Migration, Integration und Identität im deutschen Sport in historischer Perspektive

Die Turn- und Sportorganisationen in Deutschland sind seit ihrem Beginn im 19. Jahrhundert in ihrer Struktur und in ihrer Zusammensetzung permanenten Veränderungen unterworfen gewesen. Die unterschiedlichen politischen, sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Bedingungen und die daraus resultierenden Formen der Inklusion und Exklusion von Mitgliedern haben sie immer wieder vor tiefgreifende Herausforderungen gestellt. Insbesondere der soziale Wandel der deutschen Gesellschaft in den letzten 200 Jahren hat auch in der Geschichte der Vereine und Verbände seinen Niederschlag gefunden. Zu- und Abwanderung, die Herausbildung von neuen gesellschaftlichen Gruppen und sozialen Schichten, kulturelle Strömungen und veränderte Geschlechterverhältnisse bewirkten, dass auch die Sportorganisationen zu keiner Zeit statisch waren.

Die verschiedenen Migrationsbewegungen, die Ausdifferenzierung der Gesellschaft und nicht zuletzt die zum Teil stark divergierenden politischen Vorgaben in Kaiserreich, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Bundesrepublik und DDR erforderten von den Turn- und Sportorganisationen– sozusagen auf der Mikroebene – ständige Anpassungs- und Integrationsleistungen. Auf der anderen Seite blieben die Vereine zumindest als Institution in ihrer grundsätzlichen Identität, ihrer sozial-kulturellen Funktion und ihrer Organisation – mit markanten Ausnahmen – historisch erstaunlich stabil.

Vor diesem Hintergrund soll auf dieser Tagung die Frage im Mittelpunkt stehen, wie die Turn- und Sportorganisationen in den letzten 200 Jahren mit dem Spannungsfeld von Migration, Integration und Identität umgegangen sind. Inwieweit haben Migration und Integration die Identität des deutschen Sports geprägt und verändert? Oder war und ist möglicherweise eine vergleichsweise stabile Identität die Voraussetzung für die zweifelsohne erheblichen Integrationsleistungen des deutschen Sports? Es gilt, diese und sich anschließende Fragen auf der lokalen und regionalen Mikro- wie auf der nationalen Makroebene zu betrachten.

Referatsvorschläge (1 Textseite) werden bis zum 30.6.2026 an folgende Kontaktadresse erbeten: Niedersächsisches Institut für Sportgeschichte, Hannover: info@nish.de.

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