Göttingen/Germany
Der Workshop „Digitale Methoden in der Demokratiegeschichte“ verfolgt das Ziel, digitale Methoden, Tools und Quellenbestände für die historische Demokratie- und Parlamentarismusforschung praxisnah und kollaborativ zu erschließen. Im Mittelpunkt stehen die gemeinsame Anwendung und kritische Diskussion digitaler Forschungsansätze mit dem Ziel, neue Themenfelder und Fragestellungen für die Geschichte moderner Demokratien zu identifizieren.
Die Demokratie- und Parlamentarismusgeschichte bietet ein besonderes Potenzial für digitale Forschungsfragen. Umfangreiche und gut zugängliche digitalisierte Quellenbestände – etwa Parlaments- und Fraktionsprotokolle, Wahlstatistiken, Parteiprogramme oder zeitgenössische Presseerzeugnisse – sowie strukturierte Datensätze ermöglichen es, klassische Fragestellungen der Demokratiegeschichte mit neuen methodischen Zugängen zu bearbeiten. Praktiken politischer Partizipation, institutionelle Entscheidungsprozesse und öffentliche Diskurse lassen sich dadurch in größerer systematischer Breite analysieren.
Im Zentrum des Workshops stehen methodische Ansätze, die quantifizierende Zugänge (Korpus- und Kollokationsanalysen, Distant Reading Methods, Large Language Models) mit qualitativen Fragestellungen verbinden. Ziel ist es, digitale Methoden stärker als bislang in die historische Demokratieforschung zu integrieren. Der Workshop kombiniert kurze Inputs, praktische Arbeitsphasen sowie Raum für Diskussion und Austausch über eigene Forschungsideen der Teilnehmenden.
Der Workshop wird von Dr. Hugo Bonin und PD Dr. Benjamin Möckel in Zusammenarbeit mit externen Expert:innen aus dem Bereich der Digital Humanities durchgeführt. Die Arbeitssprache des Workshops ist Deutsch und Englisch.
Ort und Zeit:
Der Workshop findet am 7. und 8. Mai 2026 an der Georg-August-Universität Göttingen statt.
Zielgruppe:
Der Workshop richtet sich an Studierende sowie Graduierte und Doktorand:innen in der Anfangsphase ihrer wissenschaftlichen Qualifikation. Für eine Teilnahme ist keine spezifische fachliche Expertise in der Demokratiegeschichte und/oder der Digital History erforderlich. Interessierte werden jedoch gebeten, ein kurzes Motivationsschreiben einzureichen, in dem das fachliche Interesse am Workshop sowie die persönliche Motivation für eine Teilnahme dargelegt werden.
Organisation und Finanzierung:
Die Kosten für Anreise und Übernachtung der ausgewählten Teilnehmenden werden übernommen. Zudem ist ein gemeinsames Workshop-Dinner vorgesehen.
Bewerbung:
Bitte senden Sie Ihre Kurzbewerbung bis zum 28. Februar per E-Mail an: benjamin.moeckel@uni-goettingen.de