Conference "Demokratie made in Gießen - 200 Jahre Wilhelm Liebknecht" (German)

Event, deadline 19 Obtober 2026

Gießen/Germany

Veranstalter: Justus-Liebig-Universität Gießen; Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung; Universitätsstadt Gießen (Aula, Universitätshauptgebäude, Justus-Liebig-Universität Gießen)
Ausrichter: Aula, Universitätshauptgebäude, Justus-Liebig-Universität Gießen
PLZ: 35390
Ort: Gießen
Land: Deutschland
Findet statt: In Präsenz
Vom - Bis: 05.11.2026 - 06.11.2026
Deadline: 19.10.2026

Am 29. März 1826 wurde Wilhelm Liebknecht in Gießen geboren. Die Stadt Gießen nutzt diesen 200. Geburtstag für ein Wilhelm-Liebknecht-Jahr, in dem mittels verschiedener Events einem „Gründervater“ der Sozialdemokratie erinnert und zentrale Anliegen Liebknechts unter Gegenwartsperspektiven beleuchtet werden.

Als Teil dieses Wilhelm-Liebknecht-Jahrs richten die Justus-Liebig-Universität Gießen, das Archiv der sozialen Demokratie und die Universitätsstadt Gießen eine interdisziplinäre wissenschaftliche Konferenz aus, auf der über Wilhelm Liebknecht und vier für Liebknecht zentrale politische Felder diskutiert werden soll: Demokratie, Krieg/Frieden, Bildung und Publizistik. Als Teil des Wilhelm-Liebknecht-Jahrs möchten wir mit der Konferenz Forschungen anregen und dazu einladen, über die Geschichte der Arbeiter:innenbewegung sowie vor deren Hintergrund über die Probleme der Gegenwart zu diskutieren.

Die vier inhaltlichen Perspektiven auf Wilhelm Liebknecht (Demokratie, Krieg/Frieden, Bildung, Publizistik) sind anschlussfähig an die Gegenwart – nicht in dem Sinne, dass Positionen und Analysen Wilhelm Liebknechts schlicht fortgeschrieben werden könnten, sondern insoweit, als es sich um anhaltende gesellschaftliche Herausforderungen und Konflikte handelt.

Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es die Möglichkeit, gemeinsam die Ausstellung zu Wilhelm Liebknecht im Museum für Gießen (Altes Schloss) zu besuchen. https://liebknecht200.de/digitale-ausstellung/.

Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten um Anmeldungen bis zum 19.10.2026 unter demokratie-made-in-giessen@uni-giessen.de.

Programm

Donnerstag, 5.11.2026

12:30 Uhr
Ankommen/Imbiss

13:00 Uhr
Begrüßung und Einführung

13:15 Uhr
Keynote
Marcel van der Linden (Amsterdam)

14:15 Uhr
Pause

14:30 Uhr
"Politischer Protest"

Jannik Schindler (Gießen): Wilhelm Liebknecht und der Auszug der Gießener Studierenden nach Staufenberg 1846

Johannes Diesing (Gießen): Staufenberg: Öffentlichkeit demonstrativ herstellen

Claudio Steiger (Heidelberg): „Bürgerliche Geschworne haben uns verurtheilt […].“ Der Leipziger Hochverratsprozess von 1872 als sozialer Konflikt – historische und gegenwärtige Perspektiven

16:15 Uhr
Pause

16:45 Uhr
"Erinnerungspraktiken"

Susanne Kitschun (Berlin): Wechselwirkungen zwischen Gedenkpraktiken zum 18. März und Liebknechts Publizistik zur Märzrevolution

Christopher Wimmer (Berlin): Wilhelm Liebknecht und die Pariser Kommune. Zum Verhältnis der deutschen Sozialdemokratie zum Aufstand in Paris von 1871

Markus Bürgi (Zürich): Wilhelm Liebknechts „Geschichte der französischen Revolution“ – eine unbekannte Schrift

Valentin Johannes Hemberger (Gießen): Remembering Wilhelm Liebknecht. Erinnerungspraxen zwischen Verstehen, Verkulten, An- und Abwenden

18:45 Uhr
Pause

19:00 Uhr
Evening Talk mit Udo Bullmann (Gießen): Wilhelm Liebknecht – eine persönliche Spurensuche in Paris und Wien

20:00 Uhr
Buffett und Empfang

Freitag, 6.11.2026

09:00 Uhr
"Krieg und Frieden"

Sebastian Striethorst (Gießen): Wie sieht eine sozialistische Friedenspolitik im 21. Jahrhundert aus?

Roundtable der Zeitschrift „Junge Perspektiven ds“: Zwischen den Sicherheiten. Linke Perspektiven im Spannungsfeld zwischen Militarisierung und internationaler Solidarität
Carl Julius Reim (Junge Perspektiven) / Laura Clarissa Loew (Junge Perspektiven) / Lisa Heidenreich (Studentin, Frankfurt) / Pawel Matusz (Doktorand, Regensburg) / Olha Lushankina (Ukrainische Linke Initiative)

11:00 Uhr
Pause

11.30 Uhr
"Bildungsaufstieg und -abstieg"

Ingrid Miethe (Gießen): „Von Natur bin ich Schulmeister“. Wilhelm Liebknecht als Pädagoge und Bildungspolitiker

Frerk Blome (Dortmund): Aufstieg durch Bildung? Versprechen, Paradoxien und die Kehrseite sozialer Mobilität

12:45 Uhr
Pause/Buffett

13:45 Uhr
Wie groß ist Deutschland und was ist das?

Georg Fülberth (Marburg): Einheit ohne Demokratie. Der Kampf Wilhelm Liebknechts gegen Otto von Bismarck

Oliver Bahl (Jena): Revolution oder Rechtsruck? Arbeitermilieus in Thüringen 1918-1933

15:00 Uhr
Abschluss

Kontakt

Anmeldung: demokratie-made-in-giessen@uni-giessen.de
Weitere Informationen: Stefan.Mueller@fes.de

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