Social and Labour History News

Theorie und Praxis sozialistischer Erziehung. Jahrestagung des Archivs der Arbeiterjugendbewegung (German)

3 months 2 weeks ago

Oer-Erkenschwick/Germany

SOZIALISTISCHE ERZIEHUNG zielt auf eine grundlegende Veränderung von Gesellschaft in der Verbindung von Pädagogischem mit Politischem. Sie war und ist nie nur Theorie, sondern stets auch Praxis: in der Gruppenstunde, auf einer Demonstration, im Zeltlager. Auf diese Weise soll idealerweise der:die Einzelne – unabhängig von Geschlecht oder Herkunft – zu einem vernunft orientierten, gerechten, mündigen Subjekt werden, das im eigenständigen politischen Denken und Handeln, solidarisch über (nationale) Grenzen hinweg, in kritischer Re exion der Machtverhältnisse und in Abwehr faschistischer und autoritärer Regime die Gesellschaft gestalten kann. Die Jahres tagung des Archivs der Arbeiterjugendbewegung nimmt in Vorträgen und Gesprächsforen die Theorie und Praxis sozialistischer Erziehung vom frühen 20. Jahrhundert bis heute kritisch in den Blick.

PROGRAMM JAHRESTAGUNG DES ARCHIVS 16. /17. JANUAR 2026

FREITAG, 16. JANUAR 2026
17:00 Uhr: Veit Dieterich (Berlin) · Moderation: Bärbel van Dawen (Köln)
                  Begrüßung und Vorstellung des Programms
17:30 Uhr: Ingrid Miethe (Gießen)
                  Sozialistische Erziehung: Anspruch – Kontroversen – Differenzierungen
18:30 Uhr: Maria Daldrup · Arne Schott (Oer-Erkenschwick)
                  »Der Mensch ist niemals fertig erzogen«. Sozialistische Erziehungspraxis in Quellen
                  aus dem Archiv der Arbeiterjugendbewegung

19:15 Uhr: Führung durch das Archiv der Arbeiterjugendbewegung
20:00 Uhr: Abendessen und Ausklang im Roten Falken

SAMSTAG, 17. JANUAR 2026
09:00 Uhr: Begrüßung
                  Veit Dieterich (Berlin)
09:15 Uhr: Bernd Dobesberger (Linz) · Wolfgang Uellenberg-van Dawen (Köln)
                  Rote-Falken-Pädagogik in Österreich und Deutschland
10:30 Uhr: Pause
10:45 Uhr: Kay Schweigmann-Greve (Hannover)
                  Mit Hordentopf und Rucksack in die Bonner Republik
11:30 Uhr: Philipp Schweizer (Erfurt)
                  Arbeit am subjektiven Faktor. Sozialistische Erziehung und Bildung in den
                  1950er Jahren

12:15 Uhr: Mittagessen
13:00 Uhr: Gudrun Probst-Eschke (Hamburg) · Hildegard Fuhrmann (Köln)
                  Auf- und Umbrüche in der Falkenpädagogik der 1960er und 1970er Jahre

SAMSTAG, 17. JANUAR 2026
13:45 Uhr: GESPRÄCHSFOREN
A
Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun: Sozialismus und Selbstorganisation
B Revolutionierung der Köpfe: Erziehung zum Klassenkampf
C Von Falken, Frauen und Feministinnen
    Bundesfrauenkonferenzen als Wege zur Selbstermächtigung
D Erziehung in der Gemeinschaft zur Gemeinschaft
    Pädagogik in der Gruppenarbeit
16:15 Uhr: Kaffeepause
16:45 Uhr: Aus den Gesprächsforen
17:15 Uhr: Maja Iwer (Essen) · Karina Kohn (Bochum)· Jonathan Schweizer (Erfurt)
                  Politische Erziehung heute
17:45 Uhr: Abschlussdiskussion
18:30 Uhr: Ende der Veranstaltung und Abendessen

BEGLEITPROGRAMM
LESUNG Michael Dehmlow (Berlin):
Die proletarische Faust. Autobiogra sche Erzählungen
AUSSTELLUNG Georg Hans Trapp (1900 – 1977),
Zeichner von Flossenbürg: Frühe Werke

Kontakt: archiv@arbeiterjugend.de.

CfP: Algorithmische Vergangenheit? KI, Geschichtskultur und historisches Lernen (German)

3 months 2 weeks ago
Aachen/Germany   Veranstalter: Daniel Brandau / Hannes Burkhardt / Sabrina Schmitz-Zerres, Arbeitskreis „Digitalität“ der Konferenz für Geschichtsdidaktik (KGD) (RWTH Aachen University) Ausrichter: RWTH Aachen University Gefördert durch: Konferenz für Geschichtsdidaktik (KGD) PLZ: 52062 Ort: Aachen Land: Deutschland Findet statt: In Präsenz Vom - Bis: 19.03.2026 - 20.03.2026 Deadline: 05.01.2026 Website: https://www.historicum.net/kgd/der-fachverband/arbeitskreise/digitalitaet  

Der Arbeitskreis „Digitalität“ der KGD lädt zur Tagung „Algorithmische Vergangenheit? KI, Geschichtskultur und historisches Lernen“ am 19.–20. März 2026 an die RWTH Aachen ein. Im Fokus steht, wie generative KI historische Lernprozesse, Geschichtskultur und fachdidaktische Konzepte zwischen kritischer Dekonstruktion und kreativer Nutzung verändert. Eingereicht werden können pointierte Impulse als Abstract (bis 1000 Zeichen) bis 05.01.2026. Diskutiert wird auf Basis präzirkulierter Impulspapiere.

 

Algorithmische Vergangenheit? KI, Geschichtskultur und historisches Lernen. Call for Papers des Arbeitskreises „Digitalität“ der KGD

Der Arbeitskreis „Digitalität“ der Konferenz für Geschichtsdidaktik (KGD) lädt im März 2026 zu einer Tagung an der RWTH Aachen ein. Unter der Themenstellung „Algorithmische Vergangenheit? KI, Geschichtskultur und historisches Lernen“ möchten wir an aktuelle Debatten zur Kultur der Digitalität anknüpfen und fragen, wie generative und analytische KI historische Lernprozesse, Geschichtskultur und fachdidaktische Konzepte verändern – zwischen kritisch-analytischer Dekonstruktion und kreativ-produktiver Nutzung. Dabei interessiert uns die Rolle von Daten, Algorithmen und Plattformlogiken ebenso wie Fragen der Verantwortung, Bewertung und Teilhabe.

Die Tagung findet auf der Basis von präzirkulierten Impulspapieren statt: kurze, pointierte Stellungnahmen, die vorab an alle Teilnehmenden versandt, aber nicht vorgetragen werden, dienen als Grundlage der Diskussion. Gebündelte Kommentare eröffnen die Gesprächsrunden.

Leitfragen
Wir begrüßen theoretische, empirische und praxisnahe Beiträge u. a. zu folgenden Fragen, gerne mit Bezug auf Schulen, Hochschulen, Museen, Gedenkstätten und digitale Öffentlichkeiten:
- Geschichtskultur & Algorithmizität: Wie prägen Plattformlogiken und algorithmische Sichtbarkeit (z. B. TikTok, Instagram) die Produktion, Reichweite sowie Deutung historischer Narrative und welche Kompetenzen braucht deren Dekonstruktion?
- Kultur der Digitalität & Data Literacy: Welche Datenpraktiken (Sammeln, Kuratieren, Modellieren) werden für historisches Lernen relevant und wie lässt sich Data Literacy fachspezifisch konturieren?
- Ko-Konstruktion Mensch–Maschine: Inwiefern entstehen KI-gestützte historische Darstellungen als Ko-Konstruktionen zwischen Sinnbildung und Wahrscheinlichkeitsbildung und was folgt daraus für zentrale fachdidaktische Konzepte wie Geschichtsbewusstsein und Geschichtskultur?
- Kritisch-analytisch & kreativ-produktiv: Wie können Lernende KI-Ausgaben triftigkeitsorientiert analysieren (Dekonstruktion, Quellenbezug, Perspektivität) und zugleich KI sinnvoll für Fragestellungen, Entwürfe und Prototypen nutzen (Prompt-gestützte Fragekompetenz)?
- Feedback und Bewerten mit KI: Welche Chancen/Grenzen zeigen sich bei KI-gestütztem Feedback und der (Teil-)Automatisierung von Bewertung im Lichte von Volatilität, Bias, Halluzinationen und normativen Anforderungen (z. B. Umgang mit geschichtsrevisionistischen Aussagen)?
- Formate jenseits des Klassenzimmers: Wie verändert KI Angebote in Museen und Archiven sowie Public-History-Formate (z. B. Chatbots als „historische Personen“, HTR/NER/Topic Modelling) und welche didaktischen Leitplanken sind nötig?

Einreichung & Format

Abstract (max. 1000 Zeichen inkl. Leerzeichen) zum Themenvorschlag als PDF-Datei; inkl. Titel, Kurzvita (2–3 Zeilen), Institution, Kontaktangaben

Frist: 05.01.2026

E-Mail an Hannes.Burkhardt@uni-flensburg.de

CfP: https://eufbox.uni-flensburg.de/index.php/s/JFWkqnMz7gtxHMJ

Die Auswahl und Bündelung der Beiträge erfolgen durch die Leitung des AK. Wir behalten uns thematische Cluster und Kommentarpatenschaften vor. Bis zum 15.01.2026 erfolgt eine Rückmeldung zu den eingereichten Abstracts.

Im Fall der Annahme des Beitrags bitten wir um ein Impulspapier (max. 10.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) mit klarer These und skizzierter Anschlussfrage für die Diskussion bis zum 28.02.2026.

Die Impulspapiere sind Grundlage für die Diskussion und werden vor der Tagung allen Teilnehmer:innen zur Verfügung gestellt.

Tagungsmodalitäten
Ort/Termin: RWTH Aachen University, 19.–20. März 2026
Teilnahme: Es wird keine Gebühr erhoben.
Reisekosten: Für Nachwuchswissenschaftler:innen können in begrenztem Umfang Zuschüsse gewährt werden (nach Antrag; Details folgen mit der Zusage).
Publikation: Wir streben einen Sammelband auf Basis weiterentwickelter Impulse an (Näheres nach der Tagung).

Kontakt

Hannes.Burkhardt@uni-flensburg.de

Annual conference 2025 of the “Initiative Arbeitsrechtsgeschichte”: Sinzheimer international (English and German)

3 months 2 weeks ago

Frankfurt am Main/Germany

Organiser: Hugo Sinzheimer Institut für Arbeits- und Sozialrecht, Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie, Prof. Dr. Daniel Hlava (FRA-UAS)
Location: Frankfurt am Main, Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie
Date: 12.12.2025

Hugo Sinzheimer, pioneer of labour law, was born on 12 April 1875. Numerous tributes, publications and events have already taken place to mark the 150th anniversary of his birth (see, among others: 150 Jahre Hugo Sinzheimer - Hugo Sinzheimer Institut für Arbeits- und Sozialrecht).
The “Initiative Arbeitsrechtsgeschichte” would like to round off the Sinzheimer Year with an annual confrence focusing on the international significance and reception of Sinzheimer's work.
To this end, we have been able to engage six renowned scholars from five different countries who will address the topic from different perspectives.
In order to enable international participation in the conference, it will be simultaneously interpreted (German/English) and will take place both in person and digitally. Participation is free of charge.
Food and drinks will be provided on site. Please indicate when registering if you have any special requirements in this regard.
The link for online participation will be sent shortly before the event.

Please register by 5 December 2025 at the latest using the following link: https://forms.office.com/e/nL2jAZYkFh 

Die Initiative Arbeitsrechtsgeschichte ist eine Kooperation des Max-Planck-Instituts für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie und des Hugo Sinzheimer Instituts für Arbeits- und Sozialrecht in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Daniel Hlava (FRA-UAS)

Programme

09:15: Arrival and welcome
09:30: Introduction
           PD Dr. Thomas Pierson (Justus Liebig University Giessen)
09:45: Welcome address
           Prof. Stefan Vogenauer (Managing Director of the Max Planck Institute for Legal History and Legal Theory)
10:00: Emergence of law: Sinzheimer’s sociological approach
           Dr. Robert Knegt (University of Amsterdam)
11:00: Sinzheimer's influence in the UK
           Prof. Dr. Ruth Dukes (University of Glasgow)
12:00: Lunch break
13:00: Sinzheimer and Japan
           Prof. Dr. Naoko Matsumoto (Sophia University Tokio)
14:00: Hugo Sinzheimer and the construction of collective autonomy und trade union law in Italy
           Prof. Dr. Paolo Passaniti (University of Siena)
15:00: Coffee break
15:15: Economic democracy according to Sidney and Beatrice Webb and Hugo Sinzheimer. A comparison
           Dr. Johanna Wolf (Max Planck Institute for Legal History and Legal Theory)
           Prof. Dr. Rebecca Zahn (University of Strathclyde, Glasgow)
16:15: Farewell

Rent Strikes: A history of collective tenant actions across the world

3 months 2 weeks ago

by Lucas Poy and Hannes Rolf

Since the nineteenth century, working-class families have predominantly relied on tenements for housing, with rents often consuming a large portion of their household budgets. There is a long and contested history of tenants taking collective action across time and in many contexts, including their involvement in rent strikes, but international comparisons have been scarce. Rent Strikes: A history of collective tenant actions across the world is a collaborative effort by 16 contributors from diverse countries to identify common patterns and global trajectories in the rich history of tenants’ strikes, spanning a period of almost 120 years from the early twentieth century to the Covid-19 pandemic. It brings together local, national and comparative case studies to illustrate the history of tenant mobilisation for the general public, connecting with existing scholarship and laying the groundwork for future research. Adopting a transnational perspective, it examines episodes of tenant struggles in North and Latin America, Northern and Southern Europe, and Oceania. In doing so, the book explores a range of actions, including petitions, demonstrations, boycotts and legal actions, and has a special focus on the part played by women in these movements. The contributors examine the role of ethnic, national and gender differences between tenants and landlords, while situating their studies within a broader historical context and addressing the larger questions posed in the first chapter.

 

Download Open Access PDF 

 

Table of Contents

 

1 Rent contention throughout history and across borders
Lucas Poy and Hannes Rolf

 

2 Rent strikes, tenant organising and the cultural politics of inflation in the post-First World War United States
Mark W. Robbins

 

3 Shop strike! Rent control, moral economy and tenants’ mobilisation in Athens, 1914-1936
Nikos Potamianos

 

4 Women’s activism, trade union hesitancy and state repression in the 1907 tenant strike in Buenos Aires
Lucas Poy and Alejandro Belkin

 

5 The left, the labour movement and Afro-Caribbean migrants in the Panama tenant strikes of 1925 and 1932
Jacob A. Zumoff

 

6 The Swedish rent model: collective bargaining and the institutionalisation of rent struggle in post-war Sweden
Hannes Rolf

 

7 ‘Autogestion des luttes’: immigrant rent strikes in France, 1975–1980
Nathan Crompton

 

8 The Leiden rent strikes of the 1970s: national politics, Middletown Maoism and the rise of the Socialist Party in the Netherlands
Bart van der Steen

 

9 West Berlin’s tenants’ movement and the crisis of the Fordist city in the 1970s
Lisa Vollmer

 

10 Women’s experience of housing struggles in Harlem and Magliana through autobiographical narratives
Giulia Novaro and Eugenia Crosetti

 

11 ‘Watch out sharks!’ Mobilisations against the rental market in the favelas of Belo Horizonte (Brazil) in the early 1960s
Samuel Oliveira and Philippe Urvoy

 

12 A century of renter activism in Aotearoa New Zealand
Elinor Chisholm

 

13 Lockdown tenants: household resistance against rentier capital during the 2020 rent strike in Spain
Marta Ill-Raga and Jordi Bonshoms-Guzmán

 

14 Conclusion
Lucas Poy and Hannes Rolf

 

About the Editors

  • Lucas Poy is a social and labour historian specializing in the history of social democracy and the labour movement. He is an Assistant Professor at Vrije Universiteit Amsterdam and a fellow at the International Institute of Social History.
  • Hannes Rolf is an urban, social, and labour historian specializing in the history of the labour and cooperative movements and housing. He is an assistant professor at the Institute of Urban History, Stockholm University.

Series: Work Around the World edited by the International Institute of Social History

Format: Open Access PDF / Paperback

Between Choice and Command: Migration and Return Across and Beyond Colonial Empires, 1900-1960

3 months 2 weeks ago
Organiser: DFG-Forschungsgruppe Freiwilligkeit, Teilprojekt Rückmigration, Florian Wagner Location: Universität Erfurt Funded by: Deutsche Forschungsgemeinschaft, Ernst-Abbe-Stiftung Jena, Universität Erfurt Postcode: 99089 City: Erfurt Country: Germany Event format: Hybrid format Dates: 01.12.2025 - 02.12.2025  

How far can we really call colonial migration to and from Europe voluntary? When millions from the colonies were pulled into European armies and labor forces during the World Wars? When Africans and Asians went to Europe to fight or join fascist movements? When students and labor migrants arrived after 1945 under unequal terms? This conference sketches out indigenous agency by probing what ‘voluntariness’ means in subaltern (return) migration across and beyond colonial empires.

Between Choice and Command: Migration and Return Across and Beyond Colonial Empires, 1900-1960

This conference sketches out indigenous agency by probing what ‘voluntariness’ means in subaltern (return) migration across and beyond colonial empires.

Programme

Monday, December 1st, 9:00 am-7:00 pm, Senatssaal, University of Erfurt

9.00-9:30 am: Welcome and Introduction

Section 1: Chair: Silvan Niedermeier (Erfurt)

9:30-10:30 am: Anindita Bhattacharya (Maynooth): Imperial Anxieties, Post-war Provisions and Growing Discontent: A history of Indian veterans of the First World War

10:30-11:30 am: Baijayanti Roy (Frankfurt): Return, Repatriation or Flight? Destinies of Indian anti-colonialists in Nazi Germany and thereafter

12:00-1:00 pm: Ronald Hirte (Weimar/Buchenwald): Entangled Systems of Coercion: Deportees from Colonial Contexts in Buchenwald

Section 2: Chair: Gifty Nyame Tabiri (Erfurt)

2:00-3:00 pm: Elise Mazurié (Freiburg): Changing Categorisations from the Interwar through National Socialism to the Post-War: The reparation claim of a Moroccan soldier against the Federal Republic of Germany

3:00-4:00 pm: Gisela Ewe (Hamburg): Between Defiance and Alliance: Negotiating resistance, solidarity and political strategy in Hamburgs’s (post-)colonial context

4:00-5:00 pm: Nicola Camilleri (Maynooth): From Ethiopia to Italy and Back: a family history of Italian colonialism

5:30-7:00 pm Public Keynote Lecture:
Dónal Hassett (Maynooth): The Great War of Movement: Thinking Critically about mobility, displacement, coercion and consent in the French Empire's First World War

Tuesday, December 2nd, 9 – 12:30, Forschungsbau Weltbeziehungen, University of Erfurt

Section 3: Chair: Patrice Poutrus (Berlin)

9:00-10:00 am Lena Engel (Erfurt/Florence): Women's Mobility in Entangled Systems of Coercion: The trajectories of Taous Merouane between (post)colonial Algeria, France and Buchenwald concentration camp

10:00-11:00 am Mathilde von Bülow (St: Andrews): Algerian Migration to West and East Germany during the War of Independence

11:00-12:00 am: Jan Schubert (Florence): Labour Migrants' Agency towards Return Migration and Their Dealing with Deportability in the GDR: Oral History of Algerian Labour Migration to Socialist Germany

12-12:15 pm Final Discussion

Contact

Anmeldung und Registrierung: florian.wagner@uni-erfurt.de

Between Past and Present. Continuities of Right-Wing Extremist Images of Womanhood

3 months 2 weeks ago

At this international one-day conference, experts will discuss their latest research findings about the historical and current role of fascist and nationalistic-oriented women from the interwar period to the present day.

Between Past and Present. Continuities of Right-Wing Extremist Images of Womanhood

At this international one-day conference, experts will discuss their latest research findings about the historical and current role of fascist and nationalistic-oriented women from the interwar period to the present day. In light of the shift to the right in many European countries and elsewhere, it will be shown how antifeminist politics, traditional images of womanhood and right-wing ideologies have shaped society until today.

The conference is part of the international EU project “Teaching about Race and Gender Exclusion Timelines.”

Programme

11:00 Welcome speeches

PD Dr. Werner Treß (Moses Mendelssohn Center for European-Jewish Studies)

Nataša Popović (Centre for Promotion of Tolerance and Holocaust Remembrance)

11:15 – 12:00 Keynote

Moderation: Dr. Martina Bitunjac (Moses Mendelssohn Center for European Jewish-Studies)

PD Dr. Ljiljana Radonić (Austrian Academy of Sciences)
Female Perpetrators and their Antisemitic, Racist and Antiziganist Authoritarian Projections

12:00 – 12:15 Coffee break

12:15 – 13:15 Panel I

Moderation: Dr. Olaf Glöckner (Moses Mendelssohn Center for European-Jewish Studies)

Prof. Dr. Esther Lehnert (Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin)
Women in the Far Right: Fighting for Women’s Rights?

Prof. Dr. Perry Willson (University of Dundee)
The Political Mobilisation of Women in Fascist Italy: 1922–1943

13:15 – 14:30 Lunch

14:30 – 15:30 Panel II

Moderation: Dr. Roy Knocke (Lepsiushaus Potsdam)

Dr. Anca Diana Axinia (Independent Scholar)
Women, Gender, and Politics in the Romanian Legionary Movement

Dr. Martina Bitunjac (Moses Mendelssohn Center for European-Jewish Studies)
Women, the Ustaša and the Right Movement in Croatia and in the Diaspora

15:30 – 15:45 Coffee break

15:45 – 16:45 Panel III

Moderation: Prof. Dr. Alexandru-Florin Platon („Alexandru Ioan Cuza“ University of Iași)

Dr. habil. Urszula Markowska-Manista (University of Warsaw)
Sensitive Knowledge and Multiple Narratives in Intertwined Contexts: Women in Poland

Dr. Olena Petrenko (University of Bochum)
Gender and Nationalism: The Role of Women in the Ukrainian Nationalist Movement

16:45 – 17:00 Coffee break

17:00 – 18:00 Panel IV

Moderation: Dr. habil. Urszula Markowska-Manista (University of Warsaw)

Prof. Dr. Julie V. Gottlieb (University of Sheffield)
Continuities, Changes and the (Re)presentation of Women in Extreme-Right Politics in Britain, 1923 to the Present

Dr. Benjamin Zachariah (Einstein Forum)
Nationalism, the Volk, and Women’s ‘Agency’: The Case of India

18:00 Closing remarks

Contact

Dr. Martina Bitunjac
Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien
E-Mail: mbitunja@uni-potsdam.de

CfP: Musique et exil (French, Portuguese, Spanish and English)

3 months 2 weeks ago

Lisbon/Portugal

Ce colloque pluridisciplinaire propose d’éclairer la place de la musique dans les différentes expériences de l’exil et d’étudier l’impact de l’exil sur la création et la production musicales – que ce soit dans des contextes de répression politique ou de conflits armés. Quelles formes d’interactions / négociations esthétiques, politiques et biographiques complexes marquent les récits de l’exil ? Partant du cas de l’exil des Portugais en France durant la dictature de l’Estado novo (1933-1974), il s’ouvrira à différentes aires chronologiques et géographiques, avec pour principal objectif de contribuer à cartographier les recherches actuelles sur le sujet.

Présentation

Le projet EXIMUS – « ’É preciso avisar toda a gente’ : Música e exílio em França durante o regime do Estado Novo (1933-1974) » (1933-1974), financé par la FCT (DOI 2022.05129. PTDC) – lance un appel à communications pour le colloque international « Musique et exil », qui aura lieu à la Faculté des sciences sociales et humaines de l’Universidade Nova de Lisbonne (Colégio Almada Negreiros), du 21 au 23 mai 2026.

Argumentaire

L’impact de l’expérience de l’exil, des déplacements forcés d’individus et de populations sur la création et la production musicales – que ce soit dans des contextes de répression politique ou de conflits armés – fait l’objet d’une attention croissante au sein de la musicologie, de l’ethnomusicologie et de l’histoire culturelle. Il existe une abondante littérature sur la figure « nostalgique et sentimentale » de l’exilé (Said, 1993), ainsi que sur la « condition de duplicité » inhérente à l’expérience de l’exil et ses conséquences sur la création musicale (Goerh, 1999). De nombreux travaux se sont notamment penchés sur l’ « émigration musicale » depuis l’Europe centrale vers les Etats-Unis durant la Seconde Guerre mondiale (Barilier, 2018). L’étude des récits de l’exil musical ont ainsi conduit à identifier des processus de « transplantation » ou d’« acculturation » – à travers les expériences contrastées d’Arnold Schoenberg et de Kurt Weill aux Etats‑Unis, le premier étant marqué par l’isolement artistique, le second incarnant l’exemple d’une adaptation réussie –, mais aussi des formes de négociations esthétiques, politiques et biographiques complexes dans les « récits du retour » (Moreda, 2016).

Organisé au moment du centenaire du coup d’État du 28 mai 1926, qui a marqué le début de la Dictature militaire au Portugal et du plus long régime autoritaire en Europe, ce congrès international a pour objectif principal de contribuer à cartographier les recherches actuelles sur le sujet, portant sur différentes aires chronologiques et géographiques. Son approche pluridisciplinaire permettra de mettre en évidence la diversité des expériences des musiciens exilés, émigrés ou réfugiés, à l’échelle internationale.

Le comité scientifique encourage la soumission de propositions autour d’un large éventail de thèmes de recherche :

  • Spécificités de l’activité musicale en contexte d’exil ;
  • Musique, résistance et activité politique dans l’exil ;
  • Musique, liberté d’expression et répression politique en contexte d’exil ;
  • Internationalisme, anticolonialisme, antiracisme et mouvements de libération ;
  • Mouvements féministes et représentativité de genres dans la production musicale en contexte d’exil ;
  • Relations des musiciens exilés avec les réseaux associatifs, institutionnels et politiques des pays d’accueil ;
  • Interactions stylistiques et linguistiques dans la création musicale en exil : entre les musiciens exilés originaires de différents pays, et avec les musiciens du pays d’accueil ;
  • Liens entre la musique produite en contexte d’exil et les autres arts (théâtre, cinéma, danse, entre autres) ;
  • Liens des musiciens exilés avec les différentes industries de l’activité musicale (industrie phonographique, spectacle, etc.) ;
  • Amateurisme et professionnalisme – statut des musiciens en exil ;
  • Retour dans leur pays d’origine des musiciens exilés ;
  • Place de la musique dans les différents récits de l’exil, incluant la notion d’« exil intérieur » ;
  • Place de la musique dans la préservation de la mémoire de l’exil (associations, commémorations, initiatives pédagogiques) ;
  • Défis posés par la patrimonialisation de la mémoire de l’exil (archives, centres de documentation, musées, festivals).
Modalités de soumission

Langues de travail du colloque : portugais, anglais, français et espagnol.

Les propositions de communication doivent être envoyées au format Word, à l’adresse eximusconference@gmail.com,

avant le 15 janvier 2026,

Elles devront comporter les éléments suivants :

  • Le titre de la communication
  • Un résumé de 3 000 caractères maximum (espaces compris)
  • Une courte biographie de 1 500 caractères maximum (espaces compris).

Les propositions acceptées seront communiquées par e-mail avant le 6 février 2026.

Pour plus d’informations, veuillez contacter : eximusconference@gmail.com

Informations utiles

Le colloque accueillera comme keynotes :

  • Anthony Seeger, anthropologue et ethnomusicologue, professeur émérite au département d’ethnomusicologie de l’université de Californie à Los Angeles (États-Unis). Entre 1988 et 2000, il a été directeur de la Smithsonian Folkways Recordings au Smithsonian Institute. Il est l’auteur de Why Suyá Sing: A Musical Anthropology of an Amazonian People (Cambridge University Press, 1987) et il a codirigé Archives for the Future: Global Perspectives on Audiovisual Archives in the 21st Century (Seagull Books, 2004). Ses nombreuses publications traitent de la musique et de la vie sociale des Indiens Kisedje du Brésil, de la musique folk américaine, des questions relatives aux droits humains et à la terre des populations autochtones, de l’archivistique, de la propriété intellectuelle, du patrimoine culturel immatériel, ainsi que de questions théoriques et méthodologiques en ethnomusicologie.
  • Florian Scheding, musicologue et historien de la culture, actuellement directeur de l’Education à la School of Arts de l’université de Bristol. Son champ de recherche principal porte sur les relations entre musique et migration, avec un accent particulier sur le déplacement et l’exil des musiciens européens au cours du XXe siècle. Il a publié plusieurs articles sur la musique et la migration sous ses multiples formes, couvrant les répertoires fonctionnels, populaires et savants. Il a codirigé, avec Erik Levi, l’ouvrage Music and Displacement: Diasporas, Mobilities and Dislocations in Europe and Beyond (Scarecrow Press, 2010) et il est l’auteur de Musical Journeys: Performing Migration in 20th-century Music (Boydell & Brewer, 2019).
Comité scientifique
  • Cristina Clímaco (Université Paris 8/Vincennes Saint Denis)
  • Graça dos Santos (Université Paris Nanterre)
  • João Madeira (IHC/NOVA FCSH)
  • Manuel Deniz Silva (INET-md/NOVA FSCH)
  • Mário Vieira de Carvalho (CESEM/NOVA FCSH)
  • Miguel Cardina (CES/UC)
  • Salwa Castelo Branco (INET-md/NOVA FSCH)
  • Victor Pereira (IHC/NOVA FCSH)
  • Ricardo Andrade (INET-md/NOVA FSCH)
  • Hugo Castro (INET-md/NOVA FSCH)
  • Agnès Pellerin (INET-md/NOVA FSCH)
Comité d’organisation
  • Agnès Pellerin (INET-md/NOVA FSCH)
  • Hugo Castro (INET-md/NOVA FCSH)
  • João Madeira (IHC/NOVA FCSH)
  • Manuel Deniz Silva (INET-md/NOVA FCSH)
  • Ricardo Andrade (INET-md/NOVA FCSH)
  • Victor Pereira (IHC/NOVA FCSH)

Ce colloque est financé par les fonds portugais de la FCT Fundação para a Ciência e a Tecnologia, I.P., dans le cadre du projet EXIMUS « ’É preciso avisar toda a gente’: Música e exílio em França durante o regime do Estado Novo (1933-1974) » (DOI 2022.05129.PTDC) et de l’INET-md, Instituto de Etnomusicologia - Centro de estudos em Música e Dança (DOI: 10.54499/UIDB/00472/2020).

CfP: Genre et perspectives féministes en Asie du Sud-Est. Gender and Feminist Perspectives in Southeast Asia (Moussons n° 49. Thematic issue, Moussons No. 49) (French and English)

3 months 2 weeks ago

Ce numéro de Moussons propose d’interroger ensemble les rapports sociaux de sexe, les mobilisations féministes et les politiques de promotion des droits des femmes et des minorités de genre en Asie du Sud-Est, en explorant leurs traductions, leurs tensions et leurs effets à différentes échelles. Il entend contribuer à une lecture décoloniale et située des politiques de genre en Asie du Sud-Est, en portant une attention particulière aux interactions entre dynamiques globales et ancrages locaux, entre institutions normatives et mobilisations collectives, entre héritages coloniaux et transformations contemporaines. Il vise à valoriser la pluralité des voix et des épistémologies féministes et des minorités de genre de la région, en soutenant la traduction et la circulation de travaux issus des langues vernaculaires d’Asie du Sud-Est vers le français ou l’anglais, afin de favoriser une mise en dialogue inclusive.

Argumentaire

La conférence mondiale sur les femmes de Pékin en 1995 a marqué un tournant pour les mouvements féministes en Asie du Sud-Est. La participation active d’associations féministes de la région y a favorisé l’émergence de réseaux transnationaux et la diffusion de nouvelles catégories d’action publique autour du gender mainstreaming (intégration de la dimension de genre). L’écho de cet événement s’est traduit par une institutionnalisation progressive des enjeux de genre au sein des politiques publiques et du secteur associatif : création de ministères ou d’unités dédiées à la promotion des femmes, intégration du genre dans les programmes de développement, et reconnaissance accrue des organisations féminines comme interlocutrices légitimes des États et des bailleurs internationaux. Si les décennies ont largement suscité des études en ce domaine, notamment sous l’angle de la diffusion et de la standardisation des politiques de genre, les transformations plus contemporaines, marquées par la reconfiguration des féminismes, la montée de nouveaux acteurs et les tensions demeurent encore peu documentées.

Ce numéro de Moussons propose d’interroger ensemble les rapports sociaux de sexe, les mobilisations féministes et les politiques de promotion des droits des femmes et des minorités de genre en Asie du Sud-Est, en explorant leurs traductions, leurs tensions et leurs effets à différentes échelles.

Il s’agira d’explorer les configurations du genre dans la région, à travers des enquêtes empiriques, des analyses théoriques et des réflexions comparatives. Une attention particulière sera accordée aux formes de division socio-sexuée du travail et à ses métamorphoses, qu’elles concernent les sphères domestique, productive ou reproductive, les migrations, ou encore les économies informelles et transnationales. Quelles grilles d’intelligibilité du genre prévalent dans différents contextes historiques et politiques, et comment participent-elles à la production – ou à la contestation – des normes sociales ? Qu’elles soient héritières d’histoires localisées, importées par des institutions religieuses, étatiques ou internationales, comment ces normes entrent-elles en contradiction selon les configurations de pouvoir et les périodes considérées ?

Les propositions pourront également porter sur l’examen critique des politiques publiques et des dispositifs internationaux de promotion des droits des femmes et des minorités de genre, ainsi que sur leurs effets concrets au niveau local : appropriations, résistances, détournements ou reconfigurations. Comment les normes internationales issues des conférences onusiennes, des conventions ou des agendas de développement sont négociées et éventuellement contestées dans des contextes marqués par la pluralité religieuse, les héritages coloniaux, les nationalismes et les transformations socio-économiques contemporaines ? Loin d’adopter une approche homogénéisante de la « globalisation du genre », ce numéro entend rendre compte des dynamismes contradictoires qui accompagnent la mise en œuvre des politiques du genre en Asie du Sud-Est. Il permettra d’explorer les tensions entre universalisation des droits et ancrages locaux, entre professionnalisation du militantisme et maintien d’espaces critiques féministes, entre dépendance institutionnelle et réappropriation stratégique.

Les contributions pourront aborder, entre autres, la fabrique institutionnelle des politiques d’égalité (plans d’action nationaux, ministères, agences internationales) et leurs logiques de mise en œuvre ; les formes de traduction et de vernacularisation du genre dans les contextes religieux, coutumiers ou communautaires ; les dynamiques de professionnalisation, d’expertise et d’ONGisation du militantisme féministe et LGBTQ+ ; les formes de résistance, d’adaptation ou de réinvention portées par les actrices et acteurs locaux face aux cadres internationaux.

Ce numéro entend contribuer à une lecture décoloniale et située des politiques de genre en Asie du Sud-Est, en portant une attention particulière aux interactions entre dynamiques globales et ancrages locaux, entre institutions normatives et mobilisations collectives, entre héritages coloniaux et transformations contemporaines. Il vise à valoriser la pluralité des voix et des épistémologies féministes et des minorités de genre de la région, en soutenant la traduction et la circulation de travaux issus des langues vernaculaires d’Asie du Sud-Est vers le français ou l’anglais, afin de favoriser une mise en dialogue inclusive.

Ce numéro thématique de Moussons accueille des contributions issues de l’ensemble des sciences humaines et sociales (anthropologie, sociologie, histoire, science politique, études de genre, etc.).

Modalités de contribution

Les propositions de contribution se feront sous la forme d’un texte de 750 à 1 000 mots. Elles devront comporter un titre, un résumé et une brève présentation de l’auteur·trice.

Les propositions de contribution sont à envoyer par courriel conjointement à Estelle Miramond et Samia Kotele aux adresses e-mails suivantes : estelle.miramond@u-paris.fr et kotelesamia@gmail.com,

avant le 8 janvier 2025.

En cas de réponse favorable (avant le 9 février), les articles complets seront à envoyer pour le 15 juin 2026.

Le format attendu est de 35 000 à 75 000 signes maximum (notes de bas de page et espaces comprises).

Les contributions en anglais sont les bienvenues.

Pour plus d’informations et avant soumission, merci de consulter la rubrique des conseils aux auteurs de la revue Moussons

Les articles seront relus par les responsables scientifiques et un ou plusieurs membres du comité éditorial avant d’être évalués selon le processus habituel de double évaluation externe et anonyme. La parution du numéro est prévue en juin 2027.

Responsables scientifiques
  • Estelle Miramond (LCSP-UPC)
  • Samia Kotele (ENS Lyon-IAO)
Biographie des responsables scientifiques

Estelle Miramond est maîtresse de conférences en sociologie (LCSP-IHSS) et co-directrice du Centre d’enseignement, de documentation et de recherches en études féministes (CEDREF) à l’université Paris Cité. Ses recherches concernent les questions de migrations, sexualités, travail et exploitation. Après avoir étudié les politiques de lutte contre la traite des femmes entre le Laos et la Thaïlande, elle travaille désormais sur la bioéconomie de la reproduction.

Samia Kotele est docteure en histoire de l’École normale supérieure (ENS) de Lyon. Ses recherches portent sur l’histoire intellectuelle et sociale des femmes oulémas indonésiennes, en mobilisant l’histoire des concepts, l’ethnographie collaborative et des enquêtes archivistiques transrégionales. Ses intérêts de recherche incluent également la réforme islamique, les formes d’autorité genrée et les méthodologies féministes et décoloniales en Asie du Sud-Est.

CfP: Pour une histoire féministe des discours sur l’environnement construit et paysager du long XIXe siècle en France (French)

3 months 2 weeks ago

Paris/France

Cette journée d’étude s’inscrit dans la continuité des recherches féministes sur l’histoire de l’architecture et de l’espace, qui, depuis la deuxième partie du XXe siècle, interrogent les effets du patriarcat sur la production et les récits architecturaux. Elle vise à prolonger ces travaux en s’intéressant au contexte français du long XIXe siècle (1789-1914). L’objectif est de cartographier les discours féminins et féministes sur l’environnement construit diffusés dans la presse et l’édition en France. Cette approche entend révéler les réseaux, les supports et les thématiques portés par les autrices, tout en replaçant la France dans un cadre de réflexion transnational. Nous souhaitons accueillir des propositions émanant d’horizons disciplinaires variés, au-delà du champ de l’architecture.

Argumentaire

Depuis les années 1970, des architectes, historien·ne·s féministes écrivent une histoire des villes, de l’architecture et de l’habitat à travers le prisme du genre, pour reconstruire une histoire des femmes qui pensent l’espace. Ces recherches se sont révélées fondamentales non seulement pour écrire l’histoire des femmes, mais surtout pour écrire une nouvelle histoire (Thébaud 1998). Par ces recherches, le genre devient une « catégorie utile d’analyse historique » (Scott 1988) à part entière qui engage la décomposition des effets d’une société patriarcale sur la construction de récits architecturaux.

Cette journée d’étude s’inscrit dans une histoire transnationale qui a déjà été menée notamment aux États-Unis sur les « féministes matérielles » (Hayden 1981/2023) mais aussi en prenant en compte le travail des femmes architectes en général et non pas en se concentrant sur les exceptions connues (Torre 1977). C’est dans le souci de déplier les différents dispositifs spatiaux, les dynamiques genrées au sein de la profession et la reconfiguration critique de l’histoire de l’architecture prenant en compte les voix des femmes et les questionnements portés par les mouvements féministes qu’une large littérature s’est développée. Si cette dernière est à prédominance anglo-américaine, de nombreux mouvements, projets et figures ont été étudiés à l’international, on pense en particulier à l’Allemagne (Uhlig 1981 ; Terlinden, von Oertzen 2006), au Danemark (Vestbro 1982), aux Pays-Bas (Novas Ferradas 2023, 2024), et à la Belgique (Vranken 2018).

En France, l’histoire de l’architecture au féminin a été précédée par une vague de travaux de sociologues sur les enjeux liés à la féminisation de la formation et de la profession d’architecte en France (Chadoin 1998 et 2002 ; Lapeyre 2003). Elle s’est d’abord concentrée sur les pionnières, dans une logique de rattrapage après des décennies d’historiographie ayant globalement invisibilisé les femmes architectes. Deux grands axes se détachent : celui la féminisation des études d’architecture et de la profession depuis la fin du XIXe siècle (Diener 2013 ; Giaquinto 2016 ; Girard et Ringon 2019 ; Bouysse-Mesnage 2022 et 2023a), porté par le programme de recherche sur l’histoire de l’enseignement de l’architecture en France au XXe siècle (HENSA20), et celui de leur apport à la production théorique et construite française, principalement moderniste (Koering 2016, 2018 et 2023 ; Bouysse-Mesnage et al., 2023b ; Mittmann 2023a et 2023b). Cette dynamique s’est élargie parallèlement à l’histoire de la critique d’architecture au féminin, à laquelle sont consacrés depuis quelques années programmes (Barbut et Kramer-Mallordy) et travaux de recherche (Knockaert, en cours), événements scientifiques (Châtelet, Jannière, Scrivano 2023) et expositions (Szacka 2025). Cette dynamique s’est néanmoins concentrée sur le XXe siècle et sur quelques figures majeures de la critique d’architecture et d’urbanisme au féminin, françaises (Marie Dormoy, Françoise Choay) ou nord-américaines (Ada Louise Huxtable, Phyllis Lambert, et la critique féministe américaine).

Aussi important soit-il, ce rattrapage en cours n’a pas encore permis de répondre à une question pourtant cruciale : « Comment écrire [...] des histoires féministes de l’architecture sans femmes architectes ? » (Hultzsch 2022). La traduction en français et la publication récentes de textes charnières, principalement issus de la scène anglo-américaine, ayant abordé entre les années 1970 et 1990 une histoire de l’architecture prenant en compte plus largement l’apport des femmes et des mouvements féministes (Dadour 2022 ; Hayden 1981/2023), ont réactivé l’héritage de l’ouvrage pionnier sur l’histoire et l’actualité des utopies féministes (Denèfle 2009). Une thèse en cours autour de projets architecturaux féministes qui pensent la socialisation du travail domestique (Jonville, en cours) confirme ce regain d’intérêt pour une histoire féministe de l’architecture, complémentaire d’une histoire des femmes architectes (Bastoen 2024 ; Thibault 2014).

Un programme de recherche en cours, intitulé Women Writing Architecture: Female Experiences of the Built 1700-1900 et piloté par Anne Hultzsch depuis l’ETH Zurich, cherche à explorer la production discursive féminine sur l’architecture en évitant l’écueil de la survalorisation de l’individu concepteur (Willis 1998) : « L’écriture et la publication ont historiquement offert (et offrent encore souvent aujourd’hui) un espace aux femmes, et à d’autres groupes marginalisés, pour parler d’une voix publique, pour être entendus, pour pratiquer. Elles ont créé des réseaux intellectuels et des discours qui ont façonné la manière dont les bâtiments sont perçus, produits, compris et utilisés » (Hultzsch 2022). La France occupe néanmoins une position marginale parmi les terrains d’étude de la cinquantaine de chercheurs et chercheuses impliqués dans ce programme.

Notre ambition est donc de cartographier les recherches en cours sur les discours féminins et féministes sur l’environnement construit et paysager dans les presses généraliste, féminine et féministe et l’édition en France, dans le long XIXe siècle (1789-1914). Les contributions pourront attacher une attention particulière aux formes, supports, thématiques et dimension intertextuelle des discours ; aux trajectoires, stratégies auctoriales et réseaux des autrices ; à la réception de leurs discours, tout en replaçant la France dans un cadre de réflexion transnational.

Modalités de contribution

La participation prendra la forme d’une communication de 20 min pour les chercheur.se.s et les doctorant.e.s et une session sera dédiée aux étudiant.e.s de master sous un format Pecha Kucha (20 diapositives toutes les 20 secondes pour une présentation totale de 6 min 40).

Les propositions (titre + résumé de 300 mots maximum) sont à envoyer à julien.bastoen@paris-belleville.archi.fr et juliettejonville@gmail.com,

avant le 5 janvier 2026 au plus tard. Calendrier
  • Lancement appel à communication : mi-novembre 2025
  • Date butoir pour l’envoi des propositions : 5 janvier 2026
  • Réponse aux intervenant·e·s retenu·e·s : fin janvier 2026
Comité d’organisation
  • Julien Bastoen, maître de conférences en histoire et cultures architecturales, ENSA Paris-Belleville, chercheur IPRAUS
  • Juliette Jonville, doctorante en architecture, Université Gustave Eiffel, IPRAUS
Comité scientifique
  • Lucie Barette, autrice, chercheuse en langue et littérature françaises, Laslar UR4256/Normandie Université
  • Julien Bastoen, maître de conférences en histoire et cultures architecturales, ENSA Paris-Belleville, chercheur IPRAUS
  • Stéphanie Dadour, maîtresse de conférences en histoire et cultures architecturales, ENSA Paris-Malaquais, chercheuse ACS
  • Hélène Jannière, professeure HDR en histoire de l’architecture contemporaine, université Rennes 2, directrice de l’unité de recherche Histoire et critique des arts
  • Juliette Jonville, doctorante en architecture, université Gustave Eiffel, IPRAUS
  • Laetitia Overney, professeure HDR en sociologie, université Le Havre-Normandie, chercheuse Identité et Différenciation de l’Espace, de l’Environnement et des Sociétés (UMR CNRS 6266)
  • Estelle Thibault, professeure HDR en histoire et cultures architecturales, ENSA Paris-Belleville, chercheuse IPRAUS
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1 hour 57 minutes ago
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