Bielefeld/Germany
Veranstalter: Arbeitskreis Historische Frauen- und Geschlechterforschung (AKHFG); Interdisziplinäres Zentrum für Geschlechterforschung (IZG) der Universität Bielefeld und Abteilung für Geschichtswissenschaft der Universität Bielefeld.
Veranstaltungsort: Universität Bielefeld, X-Gebäude
PLZ: 33615
Ort: Bielefeld
Land: Deutschland
Findet statt: In Präsenz
Vom - Bis: 09.09.2026 - 11.09.2026
Website: https://genderhistory2026.de
Die Geschlechtergeschichte ist in Bewegung. Sie stellt neue empirische Fragen, diskutiert über Ansätze und Begriffe, nutzt das gesamte Repertoire der historischen Methoden, fragt nach den Grenzen der historischen Erkenntnis, schließt an ältere Arbeiten an und setzt sich zugleich kritisch und selbstbewusst mit ihrer eigenen Geschichte als historischer Teildisziplin auseinander.
Der Kongress "Frauen- und Geschlechtergeschichte in Zeiten der Anfechtung von Demokratie, Diversität und Verantwortung" lädt alle Interessierten dazu ein, das Feld in seiner ganzen Breite wahrzunehmen, sich über neue Forschungen zu informieren und sich innerhalb des Feldes zu vernetzten.
Das Programm des Kongresses umfasst 41 Fachsektionen (Vortragspanel mit drei Vorträgen und Roundtable) sowie eine Eröffnungsveranstaltung (mit Podiumsdiskussion), ein World Café zu Konzepten der Frauen- und Geschlechterforschung mit mehr als 15 Thementischen und eine Party.
Konferenzssprachen sind Deutsch und Englisch.
Die Veranstaltung beginnt am 9. 9. 2026 um 13 Uhr und endet am 11. 9. 2026 um 14 Uhr.
Die Konferenzgebühren sind gestaffelt (von €40 für Studierende bis zu € 120 für Professor:innen), wobei Schnellentschlossene noch bis zum 31. 5. von einem Frühbucher*innenrabatt profitieren und für späte Buchungen ein Zuschlag anfällt.
Programm
Mittwoch, 9. 9. 2026, 13:30-15:30 Uhr
Panel 1: Andere Praxen der Frauen- und Geschlechtergeschichte. Archive und Bibliotheken, Museen und Social Media (Roundtable)
Diskussionsleitung: Levke Harders (Innsbruck)
Johanna Gehmacher - Universität Wien
Nora Lehner - wasbishergeschah - Wien
Dorothee Linnemann - Historisches Museum Frankfurt a.M.
Katharina Seibert - Universität Tübingen
Kerstin Wolff - Archiv der deutschen Frauenbewegung Kassel
Panel 2: Türkeibezogene Geschlechterforschung. Nachwirkungen der kemalistischen Geschlechterordnung
Béatrice Hendrich (Köln)
Gender und Queerness in der historischen Forschung zur frühen türkischen Republik
Olga Zitzelsberger (Darmstadt) und Florian Cristóbal Klenk (Flensburg)
Bildungsprozesse zwischen Rassismus und Heteronormativität. Rekonstruktionen biographischer Differenzerfahrungen von schwulen Männern mit familiärem Türkeibezug
Ezgi Saritaş (Ankara)
Queering Ottoman Historiography Amid Contemporary Anti-Gender Pressures
Panel 3: Zwischen Front, Heimat und Gefangenschaft. Perspektiven auf Männlichkeiten in den Weltkriegen
Moderation: Martina Kessel (Bielefeld)
Alina Nederegger (Innsbruck)
"Die lernen dort Männer sein". Das Bild des idealen Soldaten an der Isonzofront in Alice Schaleks Kriegsberichterstattung
Lea Feichter (Innsbruck)
Der Soldat und die 'Anderen'. Die hegemoniale soldatische Männlichkeit und ihre Abweichungen
Katharina Wehl (Innsbruck)
Zwischen Selbst- und Fremdzuschreibung. Homosexuelle jüdische Männer im nationalsozialistischen Verfolgungsdiskurs
Panel 4: Antisemitismus, jüdische Erfahrung und zeithistorische Geschlechterforschung. Fallstudien und Fallstricke
Moderation: Ullrich Bauer (Bielefeld)
Vera Kallenberg (Bielefeld)
Becoming Survivor. Gerda Lerners Deutschlandreise 1993
Vojin Saša Vukadinović (Paderborn)
Kein Riss im Eis. Die Selbstkritik der Roten Zora 1993 und der Antisemitismus
Dani Kranz (Berlin)
Die Nachfahrinnen des Jüdischen Frauenbundes
Panel 5: Making Feminist Histories Visible. Perspectives from Russia, Asia, and Africa
Moderation: Muriel Gonzales Anthenas (Innsbruck)
Annie Devenish (Johannesburg) und Karmen Tornius (Copenhagen)
Local and Global Women's Histories in Dialogue? Lessons from Southern Women in Global Politics Reading Group
Swati Guha (Kolkata)
Majoritarian Ethno-Democracy, Communal Hate Mongering and the Erasure of Gendered History in South Asia
Nadezda Petrusenko (Stockholm)
Contested Pasts. Feminist Historical Production in Russia since the 2010s
Panel 6: Trans-Subjektivierung und Trans-Wissen. Historische Normierungen und methodische Herausforderungen
Moderation: Janu Millela (Leipzig)
Merlin Sophie Engel (Berlin)
Heterosexuelle Transsexuelle. Normierung von Geschlecht in der erstmaligen Anerkennung von trans Menschen in der Bundesrepublik Deutschland 1976-1981
Kai∗ Brust (Berlin)
Challenging Gender. Methoden geschlechtersensibler Geschichtswissenschaft
Anton Schulte (Leipzig)
Zwischen Pathologisierung und Selbstkonzept. Queere Personen in NS-Psychiatrien
Mittwoch, 9. 9. 2026, 16-18 Uhr
Panel 7: Geschlechtergeschichte & Zeitgeschichte. Neue Perspektiven und Herausforderungen
Moderation: Kirsten Heinsohn (Hamburg)
Isabel Heinemann (München)
"Ohne Frauen ist kein Staat zu machen". Plädoyer für die Re-Zentrierung der Zeitgeschichte aus geschlechterhistorischer Perspektive
Sandra Maß (Bochum)
More-than-Gender-history? Critical reflections on Contemporary History in the Age of the Anthropocene
Bernhard Gotto (München)
Vom Rand ins Zentrum. Geschlecht als Kategorie der Zeitgeschichte
Panel 8: Imaginierte Kontinuitäten? Frauen- und Geschlechtergeschichte in Polen im Kontext der politischen und sozialen Umbrüche in Europa
Moderation: Ina Alber-Armenat (Göttingen)
Iwona Dadej (Halle)
"Wer schreibt, der bleibt". Strategien der Verwissenschaftlichung eigener Geschichte jenseits und diesseits der Frauenbewegung in Polen bis 1939
Barbara Klich-Kluczewska (Kraków)
Challenging the Class Paradigm. The Diverse Paths of Women's History in the People's Republic of Poland
Dobrochna Kalwa (Warsaw)
Women's History. Stragegies and Debates within Polish Historiography (1990-2020)
Panel 9: Bodies of Knowledge. Gender, Medicine, and Power in Early Modern Europe
Sophie E. Aldred (Oxford)
Most Vultorous Eating. Pregnancy Pica in Early Modern Medicine
Helena C. Aeberli (Oxford)
The Physician in the Parlour. Masculinity and Domestic Medicine in Early Modern England
Chloë Ingersent (London)
Miscarriages of Justice. Trespass and Abortion in English Criminal Law, 1558-1603
Panel 10: Biografien und Geschlechter. Herausforderungen und Möglichkeiten einer geschlechterhistorischen Biografik
Moderation: Levke Harders (Innsbruck)
Tiffany Florvil (Albuquerque)
Radikale Lyrikerin und Denkerin. Ayims 'Blackened Knowledge' und 'undiszipliniertes Wissen'
Lisa-Marie Oelmayer (Jena)
"Gebrochene Biographien"? Lebensgeschichtliche Erinnerungen Chemnitzer Kommunist:innen
Andrea Rottmann (Berlin)
Politik, Sex, Poesie. Wandlungen demokratischen Citizenships im queeren Leben Hilde Raduschs. Ein Werkstattbericht
Panel 11: Religion, Geschlecht und Macht. Perspektiven religionswissenschaftlicher Geschlechterforschung auf Körper- und Sexualpolitiken
Moderation: Isabella Schwaderer (Erfurt)
Marita Günther (Marburg)
Das Zusammenspiel von Wissen(schaft), Religion und Geschlecht. Widerstände und Kritik
Verena Maske (Marburg)
Körper, Geschlecht und Sexualität in islamischen Jugendkulturen in Deutschland. Methodologische Überlegungen, empirische Befunde und Desiderate
Doris Decker (Zürich)
Von göttlicher Ordnung und menschlicher Kontrolle. Zur Konstruktion von Geschlecht und Sexualität in der religiösen Anthropologie eines Großayatollahs
Panel 12: Erinnern, Sprechen und Schreiben über § 218 StGB. Schwangerschaftsabbruch und Selbstbestimmung in historischer Perspektive
Moderation: Juliane Scholz (Lübeck)
Katharina Eger (Halle)
Der Streit um den § 218 StGB. Ostdeutsche Perspektiven auf Selbstbestimmung und Transformation in den 1990er Jahren
Maren Lange (Bielefeld)
"War eben so". Verkörperte Archive historischer Praktiken der Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen in der BRD (1960-1979)
Anna Orinsky (Berlin)
Koloniale Eindrücke der deutschen Frauenbewegungen zum Thema Schwangerschaftsabbrüche
Mittwoch, 9. 9. 2026 ab 18.30
Abendveranstaltung zur Eröffnung des Kongresses
Begrüßung
Grußworte
Podiumsdiskussion: "Women's and Gender History in Times of Challenges to Democracy, Diversity and Responsibility"
Anna Dobrowolska (Basel)
Tiffany Florvil (Albuquerque)
Kirsten Heinsohn (Hamburg)
Martina Kessel (Bielefeld)
Katie Sutton (Universität Melbourne)
Verleihung des Dissertationspreises des Arbeitskreises historische Frauen- und Geschlechterforschung (AKHFG)
Anschließend: Empfang
Donnerstag, 10. 9. 2026, 9-11 Uhr
Panel 13: Anfänge: Die Frauen- und Geschlechtergeschichte im deutschsprachinge Raum in den 1960er bis 1990er Jahren, Teil 1: Bewegung und Disziplin. Die Anfänge der Frauengeschichtsschreibung im geteilten Deutschland
Moderation: Karen Hagemann (Chapel Hill)
Sylvia Paletschek (Freiburg).
Frauen in der Geschichtswissenschaft und Frauengeschichte an westdeutschen Universitäten in den 1950er bis frühen 1970er Jahren
Karin Zachmann (München)
Die Anfänge der offiziellen Frauengeschichtsforschung in der DDR in den 1960er und 1970er Jahren
Carola Sachse (Wien)
Die neue Frauenbewegung und die Anfänge der Frauengeschichte und Frauenforschung in Westberlin in den 1970er und frühen 1980er Jahren
Dorothee Wierling (Hamburg)
Die Anfänge der Frauengeschichtsforschung in Westdeutschland in den 1970er und 1980er Jahren
Panel 14: Advising Women. The Transformation of Health Manuals from Empire to the Digital Age
Moderation: Birgit Kolboske (Berlin)
Anne Kwaschik (Konstanz)
From Clinical Authority to Feminist Self-Help. Women's Health Knowledge in Germany, 1890s-1970s
Sarah Lias Ceide (Heidelberg)
(Un)Settling Knowledge. Colonial Manuals on Women's Health Between Biopolitics, Autonomization and Othering
Anne-Sophie Reichert (Berlin)
FemTech and the Digitalisation of Women's Health Advice
Panel 15: Weibliche Agency im Staatssozialismus neu denken
Moderation: Falko Schnicke (Linz)
Jessica Bock (Berlin)
Zwischen Emanzipation und Diktatur. Weibliche (Mit-)Täterschaft im Sozialismus
Michèle Matetschk-Delhaes (Leipzig)
Ikone oder Instrument? Walentina Tereschkowa und die Ambivalenzen weiblicher Agency im Staatssozialismus
Stefanie Eisenhuth (Potsdam)
Trotz allem schön? Weibliche Selbstermächtigung im Rückblick auf die DDR
Panel 16: Sprechen und Handeln
Moderation: Philippa Kalesse (Marburg)
David Bebnowski (München)
Feministischer Druck. Feministische Wellen und Druckerzeugnisse in Deutschland und den USA (1848-1995)
Sarah Heinemann (Aachen)
Sprechen Vulvalippen anders? Repräsentation und Reflexion weiblicher Rede- und Gesprächsrhetorik im Spannungsfeld von Wortergreifung und rhetorisch-kommunikativer Kompetenz
Lucie Kahlert (Marburg)
"Unter ihnen auch Frauen und Kinder". Geschlechtsspezifische Argumentation im Völkerstrafrecht. Das Beispiel der Nürnberger Prozesse 1945-1949
Panel 17: Sexist Jokes in Times of Social Change. Gendered Media Humour in Eastern and Western Europe
Sophie Dubillot (Milton Keynes)
No Laughing Matter. Women and Humour During the Liberation of France, 1944-1946
Katharina Friege (Oxford)
Sexualised Humour on Prime-Time TV. Gender Politics and Light Entertainment in Divided Germany, 1961-1989
Anna Dobrowolska (Basel)
"The Smile Is Still Tax-Free". Erotic Humour, Economic Crisis, and the Transformation of Media Culture in (Post)Socialist Poland
Panel 18: "Never Underestimate the Power of a Girl with a Book". Zur Konzeption eines Lehrbuchs zur geschlechtersensiblen Quellenanalysen in den Altertumswissenschaften
Moderation: Ann-Cathrin Harders (Bielefeld)
Elena Köstner (Bayreuth)
"Was machen wir mit Elagabal?" Auswertung einer gendersensiblen quellendidaktischen Proseminarsitzung
Leda-Sophie Moors (Regensburg)
Zwischen Mann und Frau. Die herodoteischen Amazonen (Hdt. 4, 110-170) im Euryklea-System
Frank Schad (Regensburg)
Tränen und Komplizenschaft am Beispiel des Scipio Aemilianus. Vergleich des Euryklea-Schemas mit dem von G. Budde
Donnerstag, 10. September 2026, 11:30-13:30 Uhr
Panel 19: Anfänge: Die Frauen- und Geschlechtergeschichte im deutschsprachigen Raum in den 1960er bis 1990er Jahren, Roundtable 2: Disziplinierung und Professionalisierung: Die Entwicklung der Frauen- und Geschlechtergeschichte bis zum Millennium im deutschsprachigen Raum
Moderation: Claudia Opitz Belakhal (Basel)
Christa Hämmerle (Wien)
Anfänge und die Entwicklung der Frauengeschichtsforschung in Österreich
Regina Wecker (Basel)
Anfänge und Entwicklung der Frauengeschichtsforschung in der Schweiz
Susanne Schötz (Dresden)
Osterfahrungen der Wendezeit und Frauengeschichtsforschung in den neuen Bundesländern
Angelika Schaser (Hamburg)
Die Entwicklung der Frauengeschichtsforschung in Westdeutschland in den 1990er Jahren und die Rolle des Arbeitskreises Historische Frauen- und Geschlechterforschung
Panel 20: Geschlechtergeschichte der radikalen Rechten. Unsichtbarkeit, Visualisierung, Forschungspotentiale
Aurelia Rohrmann (Fribourg)
Antifeminismus als symbolischer Kitt. Radikale Rechte und religiöse Allianzen in der Schweizer Anti-Choice-Bewegung und ihre transnationalen Netzwerke (1972-2001)
Sebastian Bischoff (Bielefeld)
Geschlecht und der Kampf der bundesdeutschen radikalen Rechten gegen die 'sexuelle Revolution', 1959-1979
Christian Jacobs (Berlin)
Geschlechterbilder und Antifeminismus in der Theorie und Praxis des GRECE in den 1970er Jahren
Panel 21: Women, Gender, Movement and Circulation Between Late Socialism and the Transition of the 1990s
Moderation: Teresa Malice (Bielefeld)
Anna McEwan (Potsdam)
"Despite All the Problems in Our Own Country, the DFD's Members Never Forget International Solidarity". The Reinvention of the Democratic Women's League of Germany and International Solidarity in Namibia
Jane Freeland (London)
Abortion, Borders and German Reunification
Réka Krizmanics (Bielefeld)
Maternal Instinct. Hungarian Women's Impressions of Nigerian Childrearing Practices During Late Socialism
Panel 22: Text, Netzwerk, Institution. Feministische Literatur als Medium der Geschlechtergeschichte (Roundtable)
Janin Afken (Berlin)
Annika Klanke (Bielefeld)
Stephanie Marx (Wien)
Vera Thomann (Wien)
Panel 23: Gender and Health Discourses in the Twentieth Century
Silke Fehlemann (Dresden/Düsseldorf)
Female Pioneers in the Shadows. Gender and Health at the Largest Exhibition of Weimar Germany (GESOLEI 1926)
Emma Kennedy (Wien)
Experiencing Endometriosis
Emilia Stuchlik (Oxford)
"Control You Know You Need". Thinness and Dieting Culture in Poland and England, 1954-1975
Panel 24: rethinking für / sorge / arbeit. Historische Reflexionen über Care, Vulnerability und Geschlecht
Heidrun Zettelbauer (Graz)
Humanitäres Engagement und Exklusion. Kriegsfürsorge und Citizenship bei Lina Kreuter-Gallé (1856-1932)
Viktoria Wind (Graz)
"Arbeit aus Liebe". Emotionale Sorgebeziehungen und -praktiken im Roten Wien
Ruth Nattermann (München)
Internationale Care-Arbeit als demokratischer Gegenentwurf. Quäkerinnen in der Flüchtlingshilfe nach dem Zweiten Weltkrieg
Donnerstag, 10. 9. 2026, 14:30-16:30
Panel 25: Aktuelle Forschungen zu Queerer Zeitgeschichte im deutschsprachigen Europa und ihr Verhältnis zur Geschlechtergeschichte
Diskussionsleitung: Merlin Sophie Engel (Berlin)
Kai∗ Brust (Berlin)
Maria Bühner (Leipzig)
Benno Gammerl (Florenz)
Adrian Lehne (Berlin)
Noah Munier (Stuttgart)
Katja Patzel-Mattern (Heidelberg)
Andrea Rothmann (Berlin)
Panel 26: The Housewife as a Figure of Democratic Crisis
Moderation: Karen Hagemann (Chapel Hill)
Hedwig Richter (München)
Die Hausfrau als Stabilisator von Demokratie und Konsum in der europäischen Nachkriegsordnung
Carola Sachse (Wien)
Der eigene Haushalt. Ähnliche Wünsche – divergierende Realitäten in Ost- und Westdeutschland
Jana Tschurenev (Berlin)
The End of the Housewife? Shared Parenting and the Crises of the 'Democratic Family'
Panel 27: Cold War
Kirsten Kamphuis (Münster)
The Archival Gap. Methodological Reflections on Leftist Women's Internationalism during the Cold War
Yanara Schmacks (Bremen)
Gender and the Appeal of Conservative and Right-Wing Politics. Anticommunism in Postwar Germany
Panel 28: Zu früh/zu spät? Zeitmetaphern und Zeitlichkeiten in Narrativen des Feminismus
Moderation: Julian Stoffel (Basel)
Anna Leyrer (Basel)
Unzeitgemäß. Über starke Frauen und Vorkämpferinnen, Anti-Heldinnen und falsche Feministinnen
Johanna Gehmacher (Wien)
Utopisch. Plädoyer für eine Historisierung der Zukunft
Katharina Seibert (Tübingen)
Rückständig. Das lange Scheitern des spanischen Feminismus?
Panel 29: Spheres of action
Juliane Clegg (Stuttgart)
Mind the Gap. What Archival Silences Reveal about Women's Economic Activity since 1800
Juho Korhonen (Bloomington)
Women as Producers of Global Historical Knowledge. Women's Suffrage in the Periphery of the Russian Empire, the Grand Duchy of Finland, 1890s–1910s
Sena Yapar (Mainz)
Revisiting Azra Erhat’s Role in the Making of Modern Turkish Cultural Identity
Panel 30: "Als Frau stehe ich dem Mann gegenüber." Gewalt und Geschlecht im 20. Jahrhundert
Moderation: Sophia Dafinger (Augsburg) und Laura Höss (Darmstadt)
Lisa Hellriegel (Bremen)
Geschlecht vor Gericht. Vergewaltigungsprozesse zwischen 'Sittlichkeit' und Selbstbestimmung, 1930er bis 1950er Jahre
Emma Teworte (Oxford)
"Sie machte den Eindruck eines geprügelten Hundes". Gewalt, Familie und Abtreibung in Deutschland zwischen den 1930er und 1950er Jahren
Julia Schneidawind (München)
Zwischen Demokratisierung und Kontinuität. Intersektionale Gewaltverhältnisse gegenüber Frauen in Abtreibungsverfahren nach Vergewaltigungen in Deutschland nach 1945
Donnerstag, 10. 9. 2026, 17-18:30 Uhr
World-Café zu Begriffen, Konzepten und aktuellen Fragen der Frauen∗- und Geschlechtergeschichte
Organisation und Moderation: Jana Hoffmann (Bielefeld) und Anna Horstmann (Bielefeld)
Bodie A. Ashton (Potsdam): Queer History und Männlichkeitsgeschichte
Marthe Becker (Bielefeld): Geschlecht in der Alten Geschichte
Christina Benninghaus (Bielefeld): Room for critical fabulation? Writing Gender History (Englisch)
Eva Bischoff (Trier): Körpergeschichte
Sebastian Bischoff (Bielefeld): Die universitäre Zukunft der Geschlechtergeschichte
Kai∗ Brust (Berlin): Trans∗ History
Sonja Dolinsek (Magdeburg): Global Gender History (Englisch)
Jane Freeland (London): Feminism in Contemporary Gender History (Englisch)
Benno Gammerl (Florenz): Methoden queeren Forschens
Levke Harders (Innsbruck): Migration und Geschlecht
Anne Kwaschik (Konstanz): Wissen als Zugang der Geschlechtergeschichte
Kristin Skottki (Bayreuth): Mediävistische Intersektionalitätsforschung
Katie Sutton (Melbourne): History of Sexualities (Englisch)
Xenia von Tippelskirch (Frankfurt a.M.): Frauen- und Geschlechtergeschichte in der Frühe Neuzeit
Heidrun Zettelbauer (Graz): Frauengeschichte als unerledigte Aufgabe
Freitag, 11. 9. 2026, 9 – 11 Uhr
Panel 31: Annex or Centre, Science or Politics? Institutionalization of Women's and Gender History in Scientific Journals: Aspasia, Arenal, Ariadne, Clio, Gender&History, Genesis, Genre&Histoire, L'Homme
Diskussionsleitung: Xenia von Tippelskirch (Frankfurt)
Dobrochna Kałwa (Warsaw)
Carmen María Ruiz-Vivas (Granada)
Nana Citron (Kassel)
Rebecca Rogers (Paris)
Diana Paton (Edinburgh)
Martina Salvante (Nottingham)
Ulrike Krampl (Tours)
Claudia Kraft (Wien)
Panel 32: Universität bewegen. Geschlechterhistorische Perspektiven auf studentische Proteste
Moderation: Fynn Steiner (Berlin)
Andreas Neumann (Jena)
Stille Revolte im Hörsaal? Bewegungs-, Protest- und Widerstandspotenziale von Studentinnen im späten Kaiserreich und der Weimarer Republik
Morvarid Dehnavi (Hamburg)
Mobilisierung, Politisierung und Aktivismus von Studentinnen ab den späten 1960er und in den 1970er Jahren
Lisa Oelmayer (Jena), Laura Shirin Choufan (Berlin) u.a.
Möglichkeiten und Grenzen studentischen Engagements
Panel 33: Writing Histories of Christian Women in Eastern Europe. Between Authoritarianism, Feminism, and Pious Agency
Nadezda Beliakova (Bielefeld)
Agency from the Margins. Religious Women from the Soviet Union as Elusive Actors of Transnational Religious Freedom Activism, 1970s–Early 1980s
Anna Sidorevich (Paris)
Pious and Feminist? Women' Religious Club "Maria" in the Late USSR
Iona Ramsey (Cardiff)
Domesticated Faith. Religious Knowledge and Female Authority in Romania and Beyond, 1960s-90s
Panel 34: Männer, Maschinen, Mythen. Technikgeschichte neu justiert
Nicole Hesse (Karlsruhe)
Wer macht Geschichte(n) der Technik? Geschlecht als Antrieb und Analyse
Julia G. Erdoğan (Berlin)
Hacks, Hacks. Haecksen zwischen Rollenklischee und Ermächtigung
Sophie Kühnlenz (Erfurt)
"Wem gehört PINK?" Über Farben und Friktionen im Technischen Museum Wien
Panel 35: Keine Angst vorm Eigen-Sinn. Ambivalenz in der Geschlechtergeschichte
Moderation: Annelie Ramsbrock (Greifswald)
Annalisa Martin (Glasgow)
Inhaftiert in Brauweiler. Agency abseits der Opfer/Widerstand-Dichotomie in Westdeutschland 1949-1969
Falko Schnicke (Linz)
Eigen-Sinn als Analysekategorie der Frauen- und Geschlechtergeschichte. Elisabeth II. zwischen Zwang und Agency
Naima Tiné (Greifswald)
Die vergessenen Frauen von 1903 und 1923. Eigensinn und Subalternität im politischen Kampf von sächsischen Textilarbeiterinnen
Panel 36: Geschlecht verhandeln. Frühneuzeitliche Perspektiven
Hjördis Bohse (Osnabrück)
Geschlecht als mehrfach relationale Kategorie in ostfriesischen Gerichtsprozessen (1643-1744)
Anna-Lea Krampe (Bielefeld)
Unsichtbarkeit im Blick. Bi-Erasure in der historischen Frauen- und Sexualitätsforschung am Beispiel von Quellen zu frühneuzeitlichen Prozessen
Anna Petutschnig (Münster)
Der hochadelige Vater im Spätmittelalter im Spannungsfeld hegemonialer und sorgender Männlichkeiten?
Freitag, 11. 9. 2026, 11:30-13:30
Panel 37: Eine trinationale Perspektive auf die Geschichte der Internationalisierung der Gender Studies. Herausforderungen und Chancen im Spannungsfeld von disziplinärer und interdisziplinärer Verortung (Roundtable)
Diskussionsleitung: Johanna Leinius (Frankfurt a. M.)
Michèle Amacker (Bern)
Christa Binswanger (St. Gallen)
Dirk Schulz (Köln)
Gabriele Jähnert (Berlin)
Andrea Ellmeier (Wien)
Ingrid Schacherl (Wien)
Panel 38: Gender and Colonialism. New Questions and Challenges (Roundtable)
Diskussionsleitung: Bettina Brockmeyer (Gießen) und Ulrike Lindner (Köln)
Elizabeth Dillenburg (Columbus, OH)
Benno Gammerl (Florenz)
Rebecca Rogers (Paris)
Alma Simba (Gießen)
Panel 39: Der Aufstieg des Autoritarismus aus geschlechterhistorischer Perspektive
Moderation: Veronika Duma (Frankfurt a. M.)
Katerina Suverina (Konstanz)
Erasing Gender. The Cultural Politics of Visibility in Contemporary Russia
Dorothee Linnemann (Frankfurt a.M.)
Archivierung und museale Präsentation queerer Geschichte in Zeiten von Angriffen auf demokratische Gedächtnisinstitutionen
Newal Yalcin (Frankfurt a.M.)
Autoritarismus, Geschlecht und Sexualität. Historische und aktuelle Forschungen aus der Kritischen Theorie
Panel 40: Communities
Lucy McCormick (Birmingham)
A Sensory History of the International Woman Suffrage Alliance (1902-1929)
Helen Rossil (Copenhagen)
Singing the Mother’s Rite. The Hymnscape of Churching of Women in Sweden and Denmark c.1550-1950
Anja Segmüller (Oxford)
Forms of Togetherness. Approaches to Feminist Collectivity in the Künstlerinnengruppe Erfurt (1984-1994)
Panel 41: Psychiatrisierung von LSBTIQ∗ in der BRD und DDR, 1949 bis 1990 – Stand der Aufarbeitung
Moderation: Karen Nolte (Heidelberg)
Steffen Dörre (Halle)
(Psycho)Pathologisierungen, Diskriminierungen und Traumatisierungen von geschlechtlich und sexuell varianten Menschen in der deutschen Psychiatrie, 1945-2000
Steff Kunz (Heidelberg)
Zum Umgang mit Abweichungen von Heteronormativität in den Universitätspsychiatrien Heidelberg und Tübingen
Ulrike Klöppel (Heidelberg)
Zum Umgang mit transgeschlechtlichen und nonbinären Menschen in der Nervenklinik der Charité
Kontakt
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