Social and Labour History News

CfP: RaumZeitlichkeit von Demokratien: Konzepte, Geschichte, Praktiken (German)

2 weeks 6 days ago

Erfurt/Germany

 

Veranstalter: Erfurter RaumZeit-Forschung (ERZ), Universität Erfurt PLZ: 99089 Ort: Erfurt Land: Deutschland Findet statt: In Präsenz Vom - Bis: 06.11.2026 - 07.11.2026 Deadline: 31.07.2026 Website: https://www.uni-erfurt.de/philosophische-fakultaet/forschung/forschungsgruppen/erfurter-raumzeit-forschung   Demokratien stehen weltweit unter Druck.

Autoritäre Bewegungen gewinnen an Einfluss, demokratische Institutionen und Verfahren geraten auch in etablierten Demokratien unter Rechtfertigungsdruck, und öffentliche Räume demokratischer Aushandlung verändern sich durch Digitalisierung, soziale Fragmentierung, Protest, Polarisierung und neue Formen politischer Mobilisierung. Zugleich bleibt Demokratie nicht nur eine Regierungsform, sondern auch eine Lebensform: Sie wird in Parlamenten, auf Straßen und Plätzen, in Vereinen, Hochschulen, Medien, digitalen Öffentlichkeiten, zivilgesellschaftlichen Initiativen und alltäglichen Praktiken immer wieder neu hervorgebracht, verhandelt und angefochten.

Der Nachwuchsworkshop „RaumZeitlichkeit von Demokratien: Konzepte, Geschichte, Praktiken“, organisiert von der Erfurter RaumZeit-Forschung (ERZ), fragt danach, wie Demokratien räumlich und zeitlich konstituiert sind. Welche Räume und Zeiten ermöglichen demokratische Teilhabe? Welche Rhythmen, Taktungen, Verzögerungen, Beschleunigungen und Zukunftsentwürfe prägen demokratische Prozesse? Wie verändern sich demokratische Praktiken in öffentlichen, privaten, urbanen, ländlichen, medialen oder digitalen Räumen? Und wie lassen sich Krisen, Transformationen und Verteidigungen von Demokratie besser verstehen, wenn Räumlichkeit und Zeitlichkeit gemeinsam gedacht werden?

Der Workshop richtet sich ausdrücklich an fortgeschrittene MA-Studierende, Promovierende und Postdocs aus allen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen. Willkommen sind außerdem Beiträge von Personen aus der Praxis der Demokratiearbeit, etwa aus politischer Bildung, zivilgesellschaftlichen Initiativen, Kulturarbeit, Gedenkstätten- und Erinnerungsarbeit, Journalismus, NGOs oder kommunalen und internationalen Projekten. Ziel ist ein offenes Werkstattformat, in dem theoretische Zugänge, empirische Fallstudien, methodische Fragen und praxisbezogene Perspektiven miteinander ins Gespräch gebracht werden.

Teilnehmende müssen nicht zwingend bereits explizit zur RaumZeitlichkeit von Demokratien arbeiten. Ebenso willkommen sind Projekte, die sich zunächst stärker mit der Räumlichkeit oder der Zeitlichkeit demokratischer Ordnungen, Praktiken oder Konflikte befassen, sofern die Bereitschaft besteht, im Workshop die jeweils andere Dimension mitzudenken und gemeinsam weiterzuentwickeln.

Mögliche Themenfelder umfassen unter anderem:
- Raum- und Zeittheorien in der Demokratieforschung, etwa mit Blick auf Lefebvre, Bachtin, Koselleck, Bloch, de Certeau oder post-/dekoloniale Theorieansätze
- Raumzeitliche Perspektiven auf Demokratietheorien, z. B. Demokratie als Kopräsenz in Rousseaus Gesellschaftsvertrag oder Crouchs Ansatz der Postdemokratie
- Demokratien, Demokratisierungsprozesse und demokratische Praktiken im Globalen Süden
- Zivilgesellschaftlicher Aktivismus, soziale Bewegungen, Protest, Streiks und Demonstrationen
- Öffentliche Räume, urbane Rhythmen, ländliche Räume und lokale Demokratiearbeit
- Räumlichkeit und Zeitlichkeit parlamentarischer Praxis, etwa Architektur, Sitzordnungen, Redezeiten, Legislaturperioden oder Verfahrensrhythmen
- Wahlen, Wahlkämpfe und andere demokratische Rituale als raumzeitliche Praktiken
- Digitale Öffentlichkeiten, soziale Medien, Plattformen und mediale Zeitregime demokratischer Aushandlung
- Utopien, Zukunftsvisionen, Hoffnung, Vertrauen und Erwartungshorizonte in Demokratien
- Erinnerung, Gedenkstätten, historische Verantwortung und die Interessen vergangener und zukünftiger Generationen
- Demokratie jenseits der Tagespolitik, etwa in Wissenschaft, Bildung, Familie, Religion, Wirtschaft, Verwaltung, Kunst oder Sport
- Räumlichkeit und Zeitlichkeit von Demokratiekrisen, Autoritarismus, Populismus, Gewalt und antidemokratischen Bewegungen
- Migration, Diaspora, Grenzen, Zugehörigkeit, Citizenship und demokratische Teilhabe über nationale Räume hinaus
- Ökologische Krisen, Klimapolitik und langfristige demokratische Entscheidungsprozesse

Der Workshop versteht sich als interdisziplinärer Raum für Austausch, Feedback und Vernetzung. Besonders erwünscht sind daher work in progress, theoretisch-methodische Reflexionen und Projekte, die sich an der Schnittstelle von Forschung und Praxis bewegen.

Bitte senden Sie ein Abstract von max. 100 Wörtern mit direktem Bezug zum Tagungsthema sowie eine kurze biographische Notiz bis zum 31.07.2026 an raumzeitforschung@uni-erfurt.de. Die Beiträge können auf Deutsch oder Englisch eingereicht werden. Der Workshop wird in Deutsch abgehalten. Geplant sind Vorträge von ca. 15-20 Minuten mit anschließender ausführlicher Diskussion.

Der Workshop findet vom 06. bis 07. November 2026 an der Universität Erfurt statt. Kosten für die Unterkunft in Erfurt und ggf. auch ein Fahrtkostenzuschuss können im Rahmen der verfügbaren Mittel übernommen werden. Da diese Mittel begrenzt sind, bitten wir Teilnehmende, auch mögliche Finanzierungsoptionen über die eigene Universität, Institution oder Organisation zu berücksichtigen. Bitte fügen Sie Ihrer Einreichung eine kurze Einschätzung der voraussichtlichen Kosten bei, um uns die weitere Planung zu erleichtern. Weitere Informationen zu Programm, Format und organisatorischen Rahmenbedingungen folgen nach Auswahl der Beiträge.

Kontakt

raumzeitforschung@uni-erfurt.de

Conference "Kirchen in der kommunistischen Diktatur nach der Diktatur. Aufarbeitung und Historiographie" (German and English)

2 weeks 6 days ago

Halle (Saale)/Germany

 

Wie haben Kirchen ihre eigene Geschichte nach 1989 erzählt? Wie ist sie in den postsozialistischen Gesellschaften erzählt und aufgearbeitet worden? Vom 6. bis 9. Oktober 2026 diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Ost-, Südost- und Mitteleuropa in Halle (Saale) über Erinnerung, Aufarbeitung und Geschichtsdeutung.

Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Ende der kommunistischen Diktaturen in Ost- und Mitteleuropa ist die Geschichte von Kirchen und Religionsgemeinschaften unter kommunistischer Herrschaft keineswegs abgeschlossen. Sie ist erforscht, erinnert und dokumentiert – und bleibt doch umkämpft. Denn zur Geschichte der Kirchen in der Diktatur gehört seit 1990 untrennbar auch die Geschichte ihrer Deutung nach der Diktatur.

Die internationale Tagung „Kirchen in der kommunistischen Diktatur nach der Diktatur. Aufarbeitung und Historiographie“ richtet den Blick deshalb nicht in erster Linie auf die Zeit vor 1989/90. Im Zentrum stehen die Kämpfe um die Erinnerungspolitik, die Dynamiken der Aufarbeitung und die Entstehung historiographischer Narrative seit den 1990er Jahren: Wie erzählten Kirchen und Religionsgemeinschaften ihre eigene Vergangenheit zwischen Verfolgung und Anpassung, zwischen Opposition und Kollaboration? Welche Interessen, Konflikte und Identitätsentwürfe prägten diese Erzählungen? Welcher wechselseitige Einfluss bestand zwischen diesen Erzählungen und der politischen Situation nach den Umbrüchen?

In 22 Beiträgen untersuchen Expertinnen und Experten aus und zu 12 Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas die vielfältigen Wege, auf denen kirchliche Zeitgeschichte erinnert, konstruiert, politisch gerahmt und interpretiert wurde. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Umbruchsjahren nach 1989/90: den Erwartungen und Enttäuschungen der Transformation, dem Verhältnis kirchlicher Aufarbeitung zu demokratischen Institutionen, der Rolle öffentlicher Kontroversen in Politik und Gesellschaft, den Prozessen zwischen Re- und Dekonfessionalisierung.

Die Tagung thematisiert die unterschiedlichen konfessionellen, nationalen und regionalen Konstellationen. Sie fragt nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden in Erinnerungskulturen, nach den Folgen von Mehrheits- und Minderheitsverhältnissen sowie nach den effektiven Verflechtungen von Religion, Nation und Sprache.

Programm

Dienstag, 6. Oktober 2026
18.00–18.30
N. N. (Rektor*in MLU) / Andrea Strübind (Herausgeberin KZG/CCH)
Begrüßung

Friedemann Stengel (Halle)
Einführung

18.30–19.30
Regina Elsner (Münster)
Verfolgung als nützliche Vergangenheit. Opfernarrative der russisch-orthodoxen Kirchenleitung als ökumenisches und politisches Machtinstrument

Mittwoch, 7. Oktober 2026
09.00–10.30
Ehemalige UdSSR
Nadezhda Beliakova (Bielefeld)
Von der Diskussion über Kollaboration zur Konstruktion von Opfernarrativen: Zur Entstehung konfessioneller Deutungen der sowjetischen Vergangenheit in der späten Perestroika und den frühen 1990er Jahren

Ukraine
Andriy Mykhaleyko (Eichstätt)
Zwischen Opfernarrativ und Verflechtung: Die kirchliche Auseinandersetzung mit der sowjetischen Vergangenheit in der Ukraine seit 1991

11.00–12.30
Belarus
Elena Romashko (Göttingen)
Reimagining the Soviet Past: Orthodox Icons as Agents of Historical Reckoning in Belarus and Beyond

Estland
Riho Altnurme (Tartu)
Churches and History: Assessments of the Past in Changing Times. A Comparative Approach to Denominations in Estonia

14.00–15.30
Polen
Anna Ratke-Majewska (Zielona Góra)
Remembering the Catholic Church under Communism: Post-1989 Narratives, Self-Narratives, and Reckonings in Poland

Olgierd Kiec (Zielona Góra)
Die evangelischen Kirchen in Polen nach 1989 und die Aufarbeitung ihrer Existenz unter der kommunistischen Diktatur (1945–1989)

16.00–17.30
Paulina Gulińska-Jurgiel (Halle)
Kirche, Christentum und Politik vor und nach 1989: Reflexionen (nicht nur) katholischer Intellektueller

ČSSR/Tschechische Republik
Jaroslav Šebek (Prag)
Die Transformation von Narrativen über kirchlich-nationale Traditionen in den böhmischen Ländern in der Zeit nach 1990

18.00–18.45
Peter Morée (Prag)
Das Bedürfnis nach Kontinuität: Wie tschechische Protestanten sich nach der „Samtenen Revolution“ über die Bedeutung J. L. Hromádkas stritten

Donnerstag, 8. Oktober 2026
09.00–10.30
ČSSR/Slowakische Republik
Agáta Šústová-Drelová (Bratislava)
The Memories of Always Suffering and Always Victorious Church. Forging Moral Authority Through Memory in Postsocialist Slovakia

Ehemalige UdSSR/Litauen
Arūnas Streikus (Vilnius)
Wenn die heroische Erzählung der Vergangenheit die Probleme der Gegenwart verschleiert: Die katholische Kirche in Litauen und ihr sowjetisches Erbe

11.00–12.30
Ungarn
András Koranyi (Budapest)
Caught in a Net: The Confrontation and Reflection of the Lutheran Church in Hungary with the Secret Service Collaboration during the Socialist Era

Eszter Cúthné Gyóni (Budapest)
Does the Habit Make the Monk? Religious Orders in Hungary’s Party-State System through Post- 1989 Church Historiography

14.00–15.30
Éva Mártonffyné Petrás (Budapest)
Towards a New Understanding of the Freedom of Religion: Old Stereotypes and New Challenges in the History of the Jehovah’s Witnesses in Hungary 1989–2013

Deutschland/DDR:
Gerhard Besier (Dresden)
Jehovah's Witnesses in German Democracies and Dictatorships – from 1921 to 2021

16.00–17.30
Sebastian Holzbrecher (Hamburg)
Aufarbeitung und Historiographie: Perspektiven, Narrative und offene Fragen am Beispiel der katholischen Kirche in der DDR

Friedemann Stengel (Halle)
Zwischen Apologie und Aufarbeitung. Die evangelischen Kirchen in der DDR nach der DDR zwischen Ost und West

18.00–18.45
Rumänien
Lucian Leuștean (Birmingham)
Symbolic Nationalism and the Romanian Orthodox Church: Reimagining the Past

Freitag, 9. Oktober 2026
09.00–10.30
Viktória Kóczián (Budapest)
Faith and Memory. Post-Communist Narratives of the Reformed Church in Romania

Ehemaliges Jugoslawien
Jochen Töpfer (Magdeburg)
Aufarbeitung und Narrative zu Religion im Sozialismus in Südosteuropa

11.00–13.00
Karin Hofmeisterova (Prag)
Towards Postsecular Memory Studies: Memory Politics and the Serbian Orthodox Church

Katharina Kunter (Helsinki)
Ertrag – Hypotheken – Perspektiven

Schlussdiskussion

Kontakt

silvia.markus@theologie.uni-halle.de

CfA: Subkulturen des Exils (German)

2 weeks 6 days ago
Munich/Germany   Veranstalter: Burcu Dogramaci; Anna Sophia Messner; Helene Roth PLZ: 80798 Ort: München Land: Deutschland Findet statt: In Präsenz Vom - Bis: 15.07.2026 - Deadline: 15.07.2026   Das Jahrbuch für Exilforschung 2027 denkt die Begriffe Subkultur – als Gegenkultur – und Exil erstmals zusammen. Es sollen historische und zeitgenössische Fallstudien, die das Thema Subkultur und Exil aus vielfältigen und interdisziplinären Perspektiven verhandeln, neben explizit theoriebildenden Beiträgen publiziert werden. Neben den 1930er und 1940er Jahren interessieren uns auch Case Studies aus der jüngsten Vergangenheit und Gegenwart.

Den Begriff der Subkultur führte der US-amerikanische Soziologe Milton Gordon Mitte der 1940er Jahre ein „as a concept […] composed of a combination of factorable social situations such as class status, ethnic background, regional and rural or urban residence, and religios affiliation, but forming in their combination a functioning unity which has an integrated impact on the participating individual.“ (Gordon 1947). In diesem Kontext bezieht sich Subkultur auf eine Teil- oder Gegenkultur einer bestimmten gesellschaftlichen, ethnischen oder ähnlichen Gruppe mit eigenen Normen und Werten, die sich innerhalb eines Kulturbereichs und/oder einer Gesellschaft herausbildet (Brasch 2024). Gleichzeitig macht Subkultur auch die Widersprüchlichkeit von Untergrund/Underground deutlich, denn seit den 1920er Jahren bis heute ist der Begriff auch in Fremdbezeichnungen als verunglimpfender Terminus verwendet, beispielsweise in Bezug auf politisch linke und jugendliche Bewegungen (Schwendter 1971). Mit dem Bewusstsein für die unterschiedlichen Bedeutungen von Subkultur soll im Sinne von Vilém Flusser jedoch das kreative Potenzial und die damit verbundenen kreativen Praktiken, intermedialen und interdisziplinären Zusammenschlüsse von Subkulturen im Exil erstmals in den Blick genommen werden (Flusser 1984).

Gordons Konzept der Subkultur entstand kurz nach den Flucht- und Migrationsbewegungen der 1930er und 1940er Jahre in Reaktion auf Diktaturen und Kriege. Viele etwa der vor den nationalsozialistischen Verfolgungen fliehenden Exilierten mussten sich an ihren Fluchtorten in einem neuen Leben einrichten. Ihren Berufen konnten sie häufig nur unter schwierigen Bedingungen nachgehen, mussten häufig neue Netzwerke aufbauen, sich jenseits etablierter Strukturen und Institutionen andere Orte und Handlungsräume schaffen und unkonventionelle künstlerische Praktiken und Arbeitsweisen erproben. Die Berliner Ärztin Charlotte Wolff widmete sich im Pariser Exil der Handlesekunst und publizierte 1936 ihr Buch „Studies in Hand Reading“ mit Handabdrücken surrealistischer Künstler:innen und Schriftsteller:innen. Im New Yorker Exil eröffnete die exilierte Tänzerin Valeska Gert ihre Beggar Bar, ein provisorisch eingerichtetes Kellerkabarett, in dem die Angestellten performten. Die Villa Air-Bel in der französischen Hafenstadt Marseille diente vom NS-Regime verfolgten Künstler:innen als Versteck und Ort des Transits, an dem diese in gemeinsamen künstlerischen und kreativen Aktivitäten die Zeit des Wartens auf ihre Weiterreise an ihre Exilorte mit den ihnen zur Verfügung stehenden limitierten Mitteln reflektierten.

Ausgehend von diesen Beobachtungen und Beispielen wird das Jahrbuch für Exilforschung 2027 die Begriffe Subkultur – als Gegenkultur – und Exil erstmals zusammendenken. Juliane Rebentisch kennzeichnet Subkulturen als „Geheimgeschichten, die […] selten und diskontinuierlich – und zwar aufgrund der Verfasstheit und der Ausschlussregularien für die Avantgarde-Geschichtsschreibung zuständigen Institutionen (z.B. Kunstgeschichte) – im offiziellen Sinne ‚geschichtsfähig‘ werden.“ (Rebentisch 2006) Auch Exilerfahrungen, die sich über Diskontinuitäten, Unsichtbarkeiten und Brüche konstituieren, verfügen über ähnliche Verfasstheiten wie Subkulturen. Die von Rebentisch benannten „Geheimgeschichten“ eröffnen neue Möglichkeiten, die Schnittstellen von Subkultur und Untergrund/Underground wahrzunehmen: Beispielhaft zu nennen sind die Swing-Boys oder Swing-Girls, die sich im NS-Deutschland mit ihrer Vorliebe für amerikanische Swingmusik und Tanz und der darauffolgenden Überwachung politisierten. Zwar hat nicht jede subkulturelle Praxis widerständiges Potenzial, doch existieren Beispiele, in denen subkulturelle (künstlerische) Praktiken und politischer Widerstand in Exilsituationen gemeinsam in Erscheinung treten. Ein Beispiel geben die künstlerisch und literarisch gestalteten Flugblätter, mit denen sich Claude Cahun und Marcel Moore in ihrem Exil auf Jersey gegen die deutschen Besatzer wandten.

Im Jahrbuch 2027 sollen historische und zeitgenössische Fallstudien, die das Thema Subkultur und Exil aus vielfältigen und interdisziplinären Perspektiven verhandeln, neben explizit theoriebildenden Beiträgen publiziert werden. Neben den 1930er und 1940er Jahren interessieren uns auch Case Studies aus der jüngsten Vergangenheit und Gegenwart. So ist beispielsweise die Graffiti-Kunst seit den 1970er Jahre ein Medium für Exilierte und Migrierte, um in einem marginalisierten gesellschaftlichen Raum sichtbar zu werden. Mit dem Tagging schreiben sich Graffiti-Künstler:innen in den öffentlichen Raum, das als eine Form der Selbstermächtigung fungiert. Mit Gruppen wie den 36 Boys, die aus türkisch- und kurdischstämmigen Jugendlichen in Kreuzberg bestand, entstanden hybride Subkulturen, die eigene Regeln und Codes entwickelten.

Folgende Fragen und Themen sind dabei von besonderem Interesse:
- Subkultur als kreative, ästhetische und widerständige Praxis im Exil und in der Migrationsgesellschaft (Kultur, Kunst, Queerness, Gender, Feminismus, Politik, etc.)
- Themen wie Sichtbarkeit, Gegenkultur und Widerstand im Verhältnis zu etablierten bekannten Medien und Orten
- Orte, Räume, Netzwerke und Kontaktzonen von Subkulturen im Exil / in der Migrationsgesellschaft
- Transnationale und -kulturelle Prozesse von Subkulturen, wie Kreativität, Mobilität, Aneignungen, Ablehnungen, Reflexionen kultureller Differenz sowie Auseinandersetzungen mit „dem Fremden“, „dem Anderen“
- Unterschiedliche Begriffe und Konzepte wie Szene, Bewegung, Subkultur, Mainstream, Underground, Gegenkultur, Gegenräume, Widerstand, Mobilität, Migration, Netzwerk, Kontaktzone, die zum Thema Exil ins Verhältnis gesetzt werden sollen.

Erbeten werden Abstracts (ca. 300 Wörter) und ein kurzer CV, die bis zum 15. Juli 2026 in einem PDF geschickt werden an Dr. Helene Roth (helene.roth@lmu.de).
Die Auswahl erfolgt Ende Juli.
Die vollständigen Beiträge (ca. 30.000 Zeichen) sind bis 1. Dezember 2026 einzureichen.

CfA: Teaching Cultures of Fascism and Resistance

2 weeks 6 days ago

The editors of a new volume in the MLA’s Options for Teaching series seek essays that describe innovative approaches to teaching about fascist cultures and the resistance to fascism.

Teaching Cultures of Fascism and Resistance

The continuities and dislocations of fascism present a challenge for teaching the literature and culture produced by and in fascist regimes. Because fascist movements are strongly nationalistic, they are often studied within restrictive national and historical paradigms. This volume will explore how educators compare “then” and “there” with “here” and “now.” How do we frame histories of fascist cinemas, exile literature, or art under occupation in a way that honors their specific past while recognizing their present resonances? While there has been a trend toward studying the common elements of varying fascist regimes through comparative frameworks, scholarship on fascism has remained largely centered in the fields of history and political science. The study of fascism, however, requires cross-cultural comparison across the humanities. The anthology thus aims to be relevant to scholars of fascism across geographical contexts and to provide a resource for instructors who teach modern and contemporary literature, film, and cultural studies.

Prompted by current concerns, this volume aims to share new strategies for thinking about, teaching, and critiquing fascism in the light of democratic backsliding and rising authoritarianism around the globe. At the same time, we seek to assemble a collection of essays that will prove useful independently of any specific political conjuncture.

Aligned with the goals of the Options for Teaching series, this collection seeks essays that focus on pedagogy. We seek contributions that identify new approaches to the analysis of literary texts, filmic representations, art, media, and propaganda, enabling students to recognize and critique recurring patterns of fascist mythmaking across geographical and historical contexts. Teaching students to decode the rhetoric of authority is a fundamentally anti-fascist act. In addition, this volume recognizes the role of organized resistance movements in combating fascist regimes and devotes attention to studying the pressures that have been successfully exerted against fascism and authoritarianism.

Contributors should explore how to help students think about difficult materials and how to frame course units, scaffold student learning, and navigate the ethical dimensions of teaching the cultures of fascism, as well as provide expert framing of these topics for specialists and nonspecialists, adaptable to a range of teaching environments. Essays should introduce educators to interesting and effective teaching methods informed by the latest research on the historical, cultural, and aesthetic dimensions of fascism and resistance. The main focus will be on college-level courses in departments of languages, literatures, culture, and media. Contributions are welcome from a variety of career stages, identities, and perspectives.

Essays might range from synoptic overviews to new modes of pursuing primary source analyses and of teaching cultural histories, all the way to digital humanities methods or AI-proof assignments and assessments. The editors share an investment in connecting the teaching of fascism and resistance to the public humanities and would also welcome proposals that discuss pedagogical settings beyond the walls of the classroom.

The planned scope of the collection includes roughly twenty contributions, with the word limit for final individual essays set at 5,000 words. In addition to the parameters above, some (not exhaustive) potential topics for essays might include

the f-word: definitions
comparative fascist cultures
cultures of resistance
gender and sexuality
race and ethnicity
propaganda
modernism/modernity
technology
film, photography, television
radio, music, and sound studies
literature and language
art and visual culture
discourse
religion
education
militarism, war, and violence
engaging the archive
protest movements
affect
comparison, translation, and adaptation

Abstract proposals (300–500 words) and CVs should be emailed by 1 August 2026 to the editors, Jacqueline Sheean, Lisa DiGiovanni, and Johannes von Moltke, at MLAvolume@umich.edu. Following peer review of the table of contents, completed essays will be due by the end of July 2027. Any use of AI by contributors to MLA publications must be disclosed. Please consult the MLA policy on AI before submitting a proposal.

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moltke@umich.edu, j.sheean@utah.edu, lisa.renee.digiovanni@gmail.com

CfA: Repräsentationen und Re-Präsentationen von Sexarbeit (German)

2 weeks 6 days ago

Graz/Austria

Veranstalter: Gesellschaft für Sexarbeits- und Prostitutionsforschung PLZ: 8020 Ort: Graz Land: Österreich Findet statt: Digital Datum: 17.05.2026 - Deadline: 15.07.2026 Website: https://gspf.info/  

Für den ersten Band der Buchreihe "Studien zu Sexarbeit und Prostitution | Studies on Sex Work and Prostitution" werden Beiträge zu Repräsentationen von Sexarbeit und ihrer Re-Präsentation gesucht. Schlaglichter der Repräsentationsbildung sollen sein: der öffentliche Diskurs über Sexarbeit, die sie bearbeitenden Institutionen, die wissenschaftliche Forschung über Sexarbeit sowie das Entwerfen alternativer Zukünfte für sie.

Repräsentationen und Re-Präsentationen von Sexarbeit

Sexarbeit ist ein gesellschaftspolitisch polarisierendes Feld: Öffentliche Debatten, wissenschaftliche Diskurse und politische Regulierungen sind oft von emotionalisierenden Zuschreibungen, moralischen Bewertungen und vereinfachenden Repräsentationsansprüchen geprägt, welche die vielfältigen Lebens- und Arbeitsrealitäten von Sexarbeiter:innen überlagern – ob durch feministische Kontroversen, mediale Skandalisierungen oder ästhetische Stilisierungen. Diese Repräsentationen manifestieren sich in sozialen Ordnungen und Moralvorstellungen, Regulierungen und Gesetzen sowie Diskursen, Narrativen, visuellen Figurationen und Assoziationen in Medien, Politik, Wissenschaft und künstlerischen Darstellungen. Begleitet werden sie von versteckter Neugier, starken Gefühlen sowie von Formen der Moralpolitik. Daraus resultierende Stigmatisierungen, Kriminalisierungen, Diskriminierungen sowie stereotype – visuelle und diskursive – Vereinheitlichungen prägen bis heute die Lebensrealitäten vieler Sexarbeiter:innen. Diese Unterdrückungsverhältnisse – besonders entlang von Klasse, race, Gender, Sexualität oder Körper (Martini 2025; Künkel 2007; Probst 2022; Thiemann 2020) – werden in und durch Politik, Wissenschaft, Medien und im Alltag auch von Sexarbeiter:innen (re)produziert.

Neben diesen vorherrschenden Repräsentationsformen existiert eine Vielfalt weiterer, nicht minder wirkmächtiger Dar- und Vorstellungen von Sexarbeit und Prostitution. Sie ergeben unterschiedliche Perspektiven, die sich teilweise ergänzen und sich widersprechen. Diese Vielfalt entsteht daraus, dass Sexarbeit von unterschiedlichen Institutionen bearbeitet wird, die jeweils eigene Zuständigkeiten und daran anknüpfende Problemdefinitionen hervorbringen (Dreßler 2014, Löffler 2022, Brink/Löffler/Keller 2024). So nähert sich das Gesundheitsamt Sexarbeit mit anderen Fragestellungen als die Polizei, Beratungsstellen mit anderen als das Finanzamt. Auf diese Weise entstehen unterschiedliche Bilder von Sexarbeit. Daraus gehen zugleich spezifische Deutungen, politische Forderungen und alternative Repräsentationsangebote hervor, die jedoch mit moralischen Vorstellungen der Gesellschaft verflochten bleiben.

Demgegenüber beanspruchen die empirischen Wissenschaften, überprüfbare Aussagen über Wirklichkeiten zu gewinnen – nicht als Suche nach absoluten Wahrheiten, sondern als kontinuierlicher Prozess der Annäherung. Gleichzeitig zeigt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Sexarbeit und Prostitution, wie leicht sich Fragestellungen auf diskursive Vorannahmen stützen oder sich von institutionellen Zwecken vereinnahmen lassen. Zwar sind Forschungen über Sexarbeit zugänglicher und differenzierter geworden, dennoch wird weiterhin häufiger über als mit Sexarbeiter:innen geforscht (Martini 2025). Zudem ist partizipative wie kollaborative Forschung kein Garant dafür, dass Sexarbeiter:innen als Wissensproduzent:innen ihrer Berufsgruppe anerkannt werden oder in das vorherrschende Repräsentationsregime eingreifen können (Faissner et al. 2024, Hammes 2022, Tocci 2024, Platt et al. 2018, Yang et al. 2025). Darüber hinaus zeigt sich, dass trotz zunehmender Auseinandersetzung mit Repräsentationen, Positionalitäten, Machtstrukturen und Wissenssystemen sowie -produktionen Theorien und Methoden häufig eurozentrisch geprägt bleiben, wodurch asymmetrische Subjekt-Objekt-Verhältnisse fortgeführt werden.

Das Feld der Sexarbeit mit all in ihm agierenden Akteur:innen ist zudem ein Schauplatz von Widerstand und Utopie. Utopien entstehen vor dem Hintergrund unzumutbarer Erfahrungen und formulieren wünschbare Alternativen. Sie sind essenziell, um Anstrengungen für Veränderung zu motivieren. Dabei wird die Widerspiegelung zur absichtsvollen Wider-Spiegelung. Ungeachtet der Frage, wo die Grenze zwischen Radikalität und Umsetzbarkeit verläuft, verdeutlichen Utopien, dass Andersartigkeit an vielen Stellen – im Kleinen (Wright 2010) und Großen (Mannheim 1985) – gedacht werden kann. Utopien entstehen nicht nur aus gesicherter sozialer Position heraus und mit dem Anspruch des Für-Andere-Sprechens, sondern sind ebenso Ausdruck von Selbstermächtigung.

In differenzierten Gesellschaften ist Repräsentation ein vielfältiges Ereignis, weil sie auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig, aber mit unterschiedlicher Ausstattung an Machtressourcen und entsprechend variierenden Einflusschancen stattfindet (Schwinn 2001): innerhalb und außerhalb von Institutionen, für oder gegen sie. Als Akt nimmt Repräsentation zugleich eine Darstellung und Vertretung vor. Beides umfasst damit sowohl ein Sprechen über andere als auch ein Sprechen für sie in sprachllicher als auch bildlicher Form (Castro Varela/Dhawan, 2004). Repräsentation beruht stets auf einer Definition, die auswählt, ein- und abgrenzt (Goffman 1974). Dabei sucht sie Überzeugungskraft über Werte, wissenschaftliche Erkenntnisse oder Alltagsplausibilitäten (Spector/Kitsuse 1977) und Einbettung in Diskurse (Keller 2005). Darüber hinaus lässt sich Repräsentation als Übersetzung begreifen, die Verständlichkeit herstellt, dabei jedoch immer auch Differenzen vereinfachen und Heterogenität homogenisieren kann (Castro Varela/Dhawan 2004). Repräsentation über ein Machtgefälle hinweg ist daher mit Verantwortung für die Erzählungen verbunden, die sie stützen. Der Erfolg von Übersetzungen hängt indes auch daran, ob die Übersetzten sich in sie fügen oder – wenn sie können – widersetzen (Latour 2003). Insofern ist Repräsentation auch verbunden mit Kritik (Foucault 1977). Repräsentation zu betrachten, beschränkt sich also nicht auf ihren Inhalt, sondern verweist aus einer kritischen Perspektive auf folgende Fragen: Wer interpretiert? Wer beansprucht Deutungshoheit? Wer und wer nicht wird aus welchen Gründen von wem wie repräsentiert? Zu welchem Anlass, in Bezug auf welches Vorangegangene, mit welchen Strategien und mit welcher Haltung und Positionalität (Castro Varela/Dhawan 2004)? Und was passiert dann?

Vor diesem Hintergrund lädt der inter- und transdisziplinär angelegte Sammelband dazu ein, das Themenfeld der Repräsentation von Sexarbeiter:innen und Sexarbeit aus historischer, gegenwärtiger und utopischer Perspektive zu beleuchten. Ausgehend von den folgenden, ausdrücklich nicht abschließend gedachten Fragen lassen sich mögliche Beiträge entwickeln:

- Wer spricht wie und mit welchen Konsequenzen für sich selbst oder für Sexarbeiter:innen? Wie und von wem werden Repräsentationshandlungen von Sexarbeitenden sichtbar und unsichtbar gemacht?
- Wessen Stimmen werden gehört, wessen ausgeblendet und warum?
- Wer konnte/kann wie mit welchen Konsequenzen in das bestehende Repräsentationsregime eingreifen?
- Wie lassen sich die unterschiedlichen Perspektiven der Akteur:innen im Feld der Sexarbeit, der medialen, künstlerischen, politischen oder institutionellen Bearbeitung kombinieren, überbrücken oder wechselseitig ineinander übersetzen?
- Wie haben sich die institutionellen Perspektiven auf und Repräsentationen von Sexarbeit entwickelt? Wie kam/kommt es zu ihrer Veränderung?
- Wie kann bei empirischer Forschung mit normativen Fragen und der Positionalität der Forschenden umgegangen werden?
- Welche Möglichkeiten partizipativer und kollaborativer Forschung mit Sexarbeitenden gibt es? Was bedeutet „partizipative“ und „kollaborative“ Forschung in diesem Feld?
- Wie lassen sich repräsentations- und erkenntniskritische Ansätze sowie nicht-eurozentrische, dekoloniale Theorie- und Methodenbezüge gewinnbringend in der Sexarbeitsforschung nutzen?
- Wie sehen innovative Wissens- und Darstellungsformen, etwa mehr als Text oder mehr als eine Sprache, aus?
- Wie kann man angesichts der stark polarisierten Repräsentationen von Sexarbeit den öffentlichen Bewertungs- und Entscheidungsprozess so organisieren, dass kluge Regelungen gefunden werden?
- Wie verändern Regulierungen, räumliche Verortung, Mediendarstellungen, Forschung und technologische, digitale Entwicklungen etc. die selbstrepräsentativen und/oder politischen Gestaltungsmöglichkeiten? Welche Alternativen zu vorherrschenden Repräsentationen und den damit verbundenen Konsequenzen für Sexarbeitende existieren bereits und wie lassen sich diese weiter oder neu weben?

Wir begrüßen wissenschaftliche Analysen, methodische Reflexionen, aktivistische, essayistische, künstlerische, künstlerisch forschende und multimodale (mehr-als-textliche) Formate. Besonders willkommen sind Beiträge von Sexarbeiter:innen, Aktivist:innen und Forscher:innen in Mehrfachrollen.

Interessierte sind eingeladen, Beitragsvorschläge in Form eines 300 bis 500 Wörter langen Abstracts zusammen mit einigen Worten zur Person bis zum 15.07.2026 per Mail an Arne Dreßler (arne.dressler@uni-hamburg.de), Marlen Löffler (marlen-simone.loeffler@iu.org), Sabrina Stranzl (stranzl@ifk.ac.at) oder Lisa Waegerle (lisa.waegerle@hs-bochum.de) einzureichen.

Eine Rückmeldung erfolgt bis Ende August 2026. Bei positiver Rückmeldung ist der Abgabetermin für die fertigen Beiträge (20.000–35.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) Ende Februar 2027. Der Sammelband erscheint im Springer Verlag in der Reihe „Studien zu Sexarbeit und Prostitution | Studies on Sex Work and Prostitution“ im Double-Blind-Peer-Review-Verfahren. Für künstlerische, künstlerisch-forschende, essayistische, aktivistische und multimodale Beiträge ist ein eigenständiges, formatsensibles Reviewverfahren vorgesehen, das durch die Herausgeber:innen unter Einbezug fachlicher und praktischer Expertise durchgeführt wird.

Literatur:

Brink, L., Löffler, M., Keller, R. (2024). Umstrittene Wirklichkeiten der Sexarbeit: Eine Analyse von Wissenspolitiken in der Regulierung von Prostitution in Deutschland. Springer VS.
Castro Varela, M. d. M., Dhawan, N. (2004). Horizonte der Repräsentationspolitik – Taktiken der Intervention. In Roß, B. (Hg.), Migration, Geschlecht und Staatsbürgerschaft: Perspektiven für eine antirassistische und feministische Politik und Politikwissenschaft (205–226). VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Dreßler, A. (2014). Problembilder und Maßnahmen in historischer Perspektive: Einige Schlussfolgerungen für die Debatte um die Regulierung von Prostitution. In Deutsche STI-Gesellschaft (Hg.), Forschung zur Sexarbeit & STI-Forschung (13–16). Deutsche STI-Gesellschaft. https://pure.mpg.de/view/item_2055501.
Faissner, M., Beckmann, L., Freistein, K. et al. (2024). Healthcare for sex workers—access, barriers, and needs. Ethik in der Medizin, 36(2), 151–168. https://doi.org/10.1007/s00481-024-00815-8.
Foucault, M. (1977). Sexualität und Wahrheit 1: Der Wille zum Wissen. Suhrkamp.
Goffman, E. (1974). Frame analysis: An essay on the organization of experience. Northeastern University Press.
Hammes, A. (2022). The Sex and Work of Sex Work in a Quarter Century of Women’s Studies Quarterly. WSQ: Women's Studies Quarterly, 50(3), 93–110. https://dx.doi.org/10.1353/wsq.2022.0054.
Künkel, J. (2017). Gentrification and the flexibilisation of spatial control: Policing sex work in Germany. Urban Studies, 54(3), 730–746. https://doi.org/10.1177/0042098016682427.
Latour, B. (2003). What if we talked politics a little? Contemporary Political Theory, 2(2), 143–164. https://doi.org/10.1057/palgrave.cpt.9300092.
Löffler, M. S. (2022). Niederschwellig arbeiten: Eine problemsoziologische Study of Work in Anlaufstellen für männliche Sexarbeitende. Springer VS.
Mannheim, K. (1985). Ideologie und Utopie (7. Aufl.). Klostermann.
Martini, R. (2025). Michel Foucault “The history of sexuality”: Intersectional perspectives on (the knowledge of) sex work. In Arndt S., Duran N., Faust-Scalisi M. et al. (Hg.), Intersectional knowledges: Roots, routes and visions (139–148). transcript Verlag. https://doi.org/10.14361/9783839476536-013.
Platt, L., Grenfell, P., Meiksin. R. et al. (2018). Associations between sex work laws and sex workers’ health: A systematic review and meta-analysis of quantitative and qualitative studies. PLoS Medicine, 15(12), Article e1002680. https://doi.org/10.1371/journal.pmed.1002680.
Probst, U. (2022). Health insurance for the good European citizen? Migrant sex workers' quests for health insurance and the moral economy of health care. Social Science & Medicine, 319, Article 115190. https://doi.org/10.1016/j.socscimed.2022.115190.
Schwinn, T. (2001). Differenzierung ohne Gesellschaft: Umstellung eines soziologischen Konzepts. Velbrück Wissenschaft.
Spector, M., Kitsuse, J. I. (1977). Constructing social problems. Cummings.
Thiemann, I. K. (2020). Sex work regulation, anti-trafficking policy, and their effects on the labour rights of sex workers in Germany'. International Journal of Comparative Labour Law and Industrial Relations, 36(2), 195–220. https://doi.org/10.54648/ijcl2020011.
Tocci, B. (2024). The mental health management of individuals in sex work. Dissertation, Marquette University. e-Publications@Marquette. https://epublications.marquette.edu/dissertations_mu/3245.
Yang, C., Huang, Y-T., Newman, P. A. (2025). A qualitative systematic review of stigma, violence, victimization, and associated coping among transgender people engaged in sex work. Trauma Violence Abuse, 26(3), 582–597. https://doi.org/10.1177/15248380241284586.
Wright, E. O. (2010). Envisioning real utopias. Verso.

Kontakt

arne.dressler@uni-hamburg.de

CfP: Migration and Mobility in the Ottoman and Post-Ottoman Borderlands (19th-21st centuries)

2 weeks 6 days ago
Orhaniser: Department of Near Eastern Studies, University of Vienna Postcode: 1090 City: Vienna Country: Austria Takes place: In attendance Dates: 13.11.2026 - 14.11.2026 Deadline: 17.08.2026  

The last decades have brought increasing solidification of contemporary borders in the Middle East (Tejel and Öztan 2023), as border walls between Turkey and Syria, Egypt and Gaza, as well as Saudi Arabia and Yemen have become tangible, impermeable manifestations of spatial segregation. In the Aegean Sea, the Hellenic Coast Guard and Frontex have created a similarly rigid, albeit moving and thus more permeable, system of border control, which is much more characterised by its coercive function than an alleged humanitarian one (López 2022). In light of these developments, our workshop is interested in highlighting instances of the liminality, permeability, and fluidity of borders, as well as their effects on individuals, communities, and especially minority groups (e.g., Armenians, Greeks, Kurds). In this sense, borders can be understood not as fixed lines, but as part of wider networks of mobility and interaction, in line with approaches that stress connectivity and micro-regional dynamics (Horden and Purcell 2000). Borderlands, by extension, are thus ‘spaces where place, identity and power relations intersect over time’ (Schlaepfer and Tejel 2024: 81).

By zooming in on individual and microhistorical perspectives in particular, this workshop seeks to trace instances of trans-border mobility, networks, minority cultures, and memory in borderland spaces that (have) transcend(ed) the territorial division of the former Ottoman Empire. Thus, we aim to discuss the border(land) and trans-border mobility not within the light of top-down policing and control, but as the site of vibrant social, economic, and cultural dynamics, individual agency, transgression, trans-border relations, identity, and memory production (particularly in relation to experiences of mobility and displacement). By entwining microhistorical perspectives and minority histories with broader debates in border and mobility studies, the workshop aims to open new methodological and conceptual avenues for studying the Ottoman and post-Ottoman world.

We particularly invite contributions from fields such as history, sociology, anthropology, ethnology, spatial and border studies, which address various instances of trans-border mobility, specific borderlands/borderzones, transnational diaspora networks, minority histories, memory, and memory production within the context of Ottoman and post-Ottoman space.

Possible questions include:

- How do recent approaches to migration (e.g., mobility studies, refugee studies, memory studies, etc.) reshape the study of the borderlands?
- How do the shifting borderland landscapes affect individual and collective mobility, migration, and agency?
- Which role do (physical, cultural, and emotional) borderlands play in the creation of diaspora identity, memory, and memory production?
- How do borderland mobility and identity shape social spaces in the Ottoman Empire / Turkey / Ottoman and Turkish diaspora communities?
- How do communities in the Ottoman / Turkish borderlands navigate belonging, when shifting borders redefined who was on the “inside” and “outside”?
- How do traumatic memories/events (e.g., genocide, population exchange, the Holocaust, forced deportation etc.) influence later identity construction among migrants in the diasporas?
- How do refugees, migrants, and mobile populations (re-)negotiate borders?
- How are memories of migration and displacement expressed and materialised (e.g., through monuments, archives, or everyday practices)? (memories and their manifestation in material objects/memory production)

The two-day workshop (13-14 November 2026) is hosted by the Department of Near Eastern Studies, located at the campus of the University of Vienna. Partial bursaries for travel and/or accommodations will be offered according to participant need and available funding. These are payable only after participation and submission of all relevant receipts (originals only).

We particularly encourage PhD candidates and early career scholars to apply. We also specifically welcome contributions from Vienna-based Doctoral Schools such as the Doctoral School of Philological and Cultural Studies and the Doctoral School of Historical and Cultural Studies.

Please submit your abstract (max. 300 words) and short bio (max. 100 words) to julia.froehlich@univie.ac.at by 17 August at the latest. Successful applicants will be notified by 1 September. Full papers will be circulated four weeks prior to the workshop to allow for an in-depth discussion. Please send your paper (max. 6,000 words including references) by 12 October.

Organising committee: Julia Fröhlich-Siegl, Özlem Sultan Çolak

Contact

julia.froehlich@univie.ac.at

CfP: The Constitutional Road to Authoritarianism: States of Exception in Historical Perspective, 1900-1945

2 weeks 6 days ago
Organiser: STEXEU – “The Constitutional Road to Dictatorship:´States of Exception and Authoritarianism in Europe, 1900-1939", Universidade Nova de Lisboa Host: University of Crete Funded by: European Research Council Postcode: 74100 City: Rethymno Country: Greece Takes place: In attendance Dates: 13.05.2027 - 14.05.2026 Deadline: 01.10.2026  

How exceptional are states of exception in liberal democracies? During the two world wars, European governments suspended constitutional norms and granted themselves extraordinary powers in the name of national survival and public order. Yet emergency rule was not merely a temporary wartime deviation. As scholars such as Carl Schmitt, Giorgio Agamben, Nomi Claire Lazar and Eugénie Mérieau have argued, states of exception are deeply embedded within modern liberal democracies. In some cases, emergency mechanisms facilitated the transition from liberal democracy to dictatorship.

A state of exception may be broadly defined as the temporary and geographically limited suspension of individual and public rights and freedoms and of the separation of powers in response to a perceived crisis. It enables governments to exercise extraordinary powers beyond normal legal constraints. Sometimes these powers are clearly codified through legal categories such as “state of siege” or “martial law.” In other cases, exceptional rules operate through more ambiguous legal frameworks. What has become increasingly clear, however, is that such measures are not historical aberrations but structural features of modern governance.

The study of states of exception has traditionally been dominated by jurists and philosophers, whereas historians have rarely engaged with this phenomenon. This conference addresses this gap. Rather than focusing solely on legal doctrines or constitutional texts, the conference examines how states of exception were historically enacted, negotiated, and contested in practice, highlighting the concrete actors and institutions—both state and non-state—that enabled the suspension of normal legal order. The conference examines concretely what happened on the ground when states of exception were activated. Emphasis is placed on historically specific episodes, tracing how emergency measures were mobilized, enforced, and legitimized, revealing the mechanisms through which extraordinary powers reshaped political and social orders.

This workshop is organised within the framework of the ERC project STEXEU – “The Constitutional Road to Dictatorship: States of Exception and Authoritarianism in Europe, 1900-1939”. While the project focuses primarily on Europe, we invite contributions exploring the historical implementation of states of exception across different geographical contexts, both within and beyond Europe, and in a longer timespan (circa 1900-1945).

Drawing directly on the STEXEU analytical framework, the conference situates states of exception within the broader constitutional and institutional pathways toward authoritarianism. Contributions are encouraged to examine not only formal decrees but also the concrete practices, negotiations, and conflicts through which emergency powers were operationalized. By connecting legal texts with social, political, and institutional processes, the workshop seeks to show how states of exception contributed to the erosion of the rule of law and facilitated the rise of fascist or authoritarian regimes, while also exploring variation across time, space, and political contexts. Comparative and transnational perspectives are particularly welcome, as are studies that consider interactions between state and non-state actors in shaping exceptional governance.

We aim to publish a selection of the conference papers as a special issue or as an edited volume with a leading academic publisher. Participants will therefore be asked to submit a draft chapter prior to the workshop and to read the papers of fellow presenters in advance. We plan to organize the workshop as a discussion-based event, with substantial time devoted to collective feedback and exchange around the pre-circulated drafts. For this reason, the conference will have an exclusively in-person format.

Key Themes (indicative, not exhaustive):
- Historical case studies of specific states of exception in Europe and beyond
- Institutions of exception: military, judiciary, police, administrative bodies
- Non-state actors and the enforcement of exception (paramilitaries, militias, economic actors)
- Political elites, bureaucrats, and intellectuals as implementers of exceptional measures
- Targets of states of exception in the liberal metropoles (organized workers, ethnic minorities, colonized peoples, women and queer minorities, etc.)
- Circulations of actors, ideas and practices of states of exception from the colonies to the colonial cores
- Emergency powers and the erosion of the rule of law
- States of exception and pathways to authoritarianism or fascism
- Everyday practices of exception: local, regional, and sectoral perspectives
- Comparative and transnational perspectives on exceptional governance

Submission Guidelines
Please submit an abstract of 300 words and a short biographical note (maximum 150 words)

Deadline for submissions: 1 October 2026
Notification of acceptance:15 October 2026

Submissions should be sent to this Google form: https://shorturl.at/HMDpR

Funding
Limited funding may be available to support participants. Priority will be given to early-career scholars without access to institutional funding.

Conference "Political Unions in European History (10th–18th Centuries) and Their Perception in the Cultures of Remembrance (19th–21st Centuries)"

3 weeks 6 days ago
Veranstalter: Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und Polnische Akademie der Wissenschaften (Prof. Dr. Wolfgang Huschner, SAW; Prof. Dr. Igor Kąkolewski, PAN) Ausrichter: Prof. Dr. Wolfgang Huschner, SAW; Prof. Dr. Igor Kąkolewski, PAN Veranstaltungsort: House of European History, Rue Belliard / Belliardstraat 135 PLZ: 1000 Ort: Brussels Land: Belgium Findet statt: In Präsenz Vom - Bis: 07.09.2026 - 09.06.2026 Website: https://www.saw-leipzig.de/political-unions

The three-day international conference at the House of European History in Brussels aims to bring together researchers working on the history of European unions over the last thousand years. Inter-state unions and composite polities have been a significant phenomenon in European history. Often formed on the basis of a legal agreement or contract between the political units that form them, they represent an alternative to imperial power structures mainly based on military expansion and conquest. However, political unions also existed within empires. Unions and composite systems played a greater role in the medieval and early modern history of Europe as a whole than empires. The legacy of these unions, whether regarded positively or negatively, forms an important part of cultures of memory in many European countries; their history is playing an increasingly significant role in the intellectual discourse on the prefiguration and models for the contemporary European Union.

Programme

Monday, September 7, 2026

Opening of the Conference

1:00 p.m.
Registration

1:30 p.m.
Opening

Welcome
Constanze Itzel, Director of the House of European History

Opening remarks
Hans-Joachim Knölker, President of the Saxon Academy of Sciences and Humanities
N.N., Polish Academy of Sciences

Introduction to the conference
Wolfgang Huschner, Vice-President of the axon Academy of Sciences and Humanities
Igor Kąkolewski, Director of the Center for Historical Research Berlin of the Polish Academy of Sciences

Section 1: Long-term existing unions

Moderator: Louis Sicking (University of Leiden)

2:00 p.m.
Carsten Jahnke (University of Copenhagen)
The rise, development, and fall of the so-called Kalmar Union (1375–1523). From shared interests to the struggle between the monarchy and the estates

2:30 p.m.
Ignacio Czeguhn (Free University of Berlin), Aranda Antonio Sánchez (University of Granada)
From the Trastamara to the Austrias (Habsburgs): The universal Hispanic Monarchy – matrimonial and political unions

3:00 p.m.
Discussion

3:30 p.m.
Coffee break

Moderator: Kolja Lichy (University of Vienna)

4:00 p.m.
Sara Moreno Tejada (University of Elche)
From the Habsburgs to the Bourbons: The legal unification of the Spanish monarchy

4:30 p.m.
Petr Maťa (Austrian Academy of Sciences)
The Habsburg monarchy. A laboratory of political Unions?

5:00 p.m.
Discussion

Tuesday, September 8, 2026

Moderator: Antonella Ghignoli (University of Rome “La Sapienza”)

9:30 a.m.
Wolfgang Huschner (Saxon Academy of Sciences and Humanities)
Between Acceptance, Tolerance, and Separation. Unions between the German Kingdom and the Italian Kingdom (10th–12th centuries)

10:00 a.m.
Josep Serrano Daura (International University of Barcelona)
La unión dinàstica en la llamada Corona de Aragón (s. XII–XVIII)

10:30 a.m.
Discussion

11:00 a.m.
Coffee break

Moderator: Maciej Janowski (Institute of History, Polish Academy of Sciences)

11:30 a.m.
Alvin Jackson (University of Edinburgh)
Comparing the Anglo-Scottish union (1707), the British-Irish union (1801) and their legacies’

12:00 a.m.
Arnd Reitemeier (Georg-August University of Göttingen / Göttingen Academy of Sciences and Humanities in Lower Saxony)
The personal union between the Electorate of Hanover and Great Britain 1714–1837: expectations and preparations – experiment and institutional consolidation – low-profit but sustainable

12:30 a.m.
Discussion

1:00 p.m.
Lunch break

Section 2: Long- and medium-term existing unions

Moderator: Karin Friedrich (University of Aberdeen)

2:30 p.m.
Miloš Řezník (Chemnitz University of Technology)
The Polish-Saxon Union 1697–1763 and its unexpected consequences

3:00 p.m.
Mindaugas Šapoka (Lithuanian Institute of History in Vilnius)
Union tested, Union endured: Poland–Lithuania and Saxony in the Great Northern War

3:30 p.m.
Discussion
Wappen mit goldener Krone, vier roten Feldern mit zwei weißen Adlern und zwei Rittern, mittig ein Schild mit gekreuzten Schwertern und Streifen

4:00 p.m.
Coffee break

4:30 p.m.
Public Keynote

Robert Frost (University of Aberdeen)
When is a union not a union? Thoughts on composite political systems in late medieval and early modern Europe

Wednesday, September 9, 2026

Moderator: Carsten Jahnke (University of Copenhagen)

9:30 a.m.
Marie Bønløkke (Ryfylkemuseet in Sand)
The North Sea Empire of Cnut the Great: Short-Term Reality with Long-Term Effects?

10:00 a.m.
Stephan Flemmig (Friedrich Schiller University of Jena / Saxon Academy of Sciences)
The Bohemian-Hungarian Personal Union (1490–1526) in the context of Jagiellonian policy in Eastern Central Europe

10:30 a.m.
Discussion

11:00 a.m.
Coffee break

Section 3: Short- term existing unions

Moderator: Ignacio Czeguhn (Free University of Berlin)

11:30 a.m.
Félix Martínez Llorente (University of Valladolid)
Two experiences of matrimonial political union in the kingdoms of León/Castile and Aragon (1109 / 1474): legal and political foundations

12:00 a.m.
José Antonio Pérez Juan (University of Elche)
El proyecto dinástico de Napoleón en España: legitimidad, reforma y fractura política (1808–1813)

12:30 a.m.
Discussion

1:00 p.m.
Lunch break

Section 4: Retrospectives on political unions

Moderator: Robert Frost (University of Aberdeen)

2:30 p.m.
Ian Peter Grohse (Arctic University of Norway)
Between Nordic unity and national-historical identity. The Kalmar Union in Scandinavian historiography

3:00 p.m.
Maciej Górny (Institute of History, Polish Academy of Sciences)
The Polish-Lithuanian unions in the politics of memory. The long shadow of the Commonwealth: Union and Federation as political concepts

3:30 p.m.
Igor Kąkolewski (Center for Historical Research Berlin, Polish Academy of Sciences)
Political unions and the legacy of premodern multi-culturalism in Central-Eastern Europe in the 20th and early 21st centuries

4:00 p.m.
Discussion

4:30 p.m.
Coffee break

5:00 p.m.
Closing discussion on the forms and structures of political unions in the European history:
Ignacio Czeguhn, Robert Frost, Carsten Jahnke, Maciej Janowski

Contact

Agnes Silberhorn
silberhorn@saw-leipzig.de

Conference "Concepts of Freedom and the Development of Democracy in Great Britain in Historical Comparison"

3 weeks 6 days ago
Organizer: Arbeitskreis Großbritannien-Forschung; Institut für soziale Bewegungen, Ruhr-Universität Bochum Venue: Institut für soziale Bewegungen, Ruhr-Universität Bochum, im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Clemensstr. 17-19 ZIP: 44789 Location: Bochum Country: Germany Takes place: In Attendance From - Until: 16.07.2026 - 17.07.2026 Website: https://www.hgr.ruhr-uni-bochum.de/hgr/isb/

To participate at the conference please contact birgit.bublies-godau@rub.de or nobfabian@t-online.de as soon as you can.

There is no participation fee.

Programme

Thursday, July 16, 2026

9:00 – 9:30 Arrival and registration
9:30 – 9:45 Welcoming speeches: Stefan Berger (Bochum), Marius Guderjan (Berlin)

9:45 – 10:30: Introduction
Norbert Fabian (Bochum), The early English Revolution of 1381 and the European History of Freedom and Emancipation
Chair: Stefan Berger (Bochum)

10:30 – 11:00 Coffee break

11:00 – 12:00 First keynote lecture:
Nicholas Vincent (East Anglia), The Magna Carta of 1215 and the History of Liberty
Chair: Birgit Bublies-Godau (Bochum)

12:00 – 13:00 Lunch

13:00 – 14:00 Second keynote lecture:
Lyndal Roper (Oxford), For liberty! The German Peasant’s War of 1525 and the Twelve Articles.
Chair: Stefan Berger (Bochum)

14:00 – 15:30 Panel 1: Conceptualising Liberty
- Andrew Wells (Kiel), Freedom’s Parish: Liberty in the Urban British Atlantic, 1660-1760
- Brigitta Schvéd (Budapest), Public Opinion, Political Media, and the Language of Freedom: Conceptualising Liberty and the Balance of Power in Early Eighteenth-Century British and Habsburg Contexts
Chair: Mathis Gronau (Bochum)

15:30 – 16:00 Coffee break

16:00 – 17:00 Third keynote lecture:
Alan S. Kahan (Paris), ‘Freedom from Fear’. Transatlantic Concepts of Liberalism
Chair: Mathis Gronau (Bochum)

17:00 – 18:30 Panel 2: Socialism and Social Movements in Europe
- Jan de Graaf (Bochum), A Model for All? European Responses to Labour’s 1945 Victory
- Alberto Pantaloni (Turin), Social Movements and Struggles in Britain and Italy at the End of the ‘Golden Age’: a Comparative Study
Chair: Stefan Berger (Bochum)

19:30 Conference dinner

Friday, July 17, 2026

9:00 – 10:30 Panel 3: Political Debates on Freedom, Democracy, and Revolution in the ‘long’ 19th century
- Vicente Pons Marti (Frankfurt am Main), Freedom, Parties, and Opposition. Political Party Debates in Britain from the French Revolution to the Reform Act of 1868
- Birgit Bublies-Godau (Bochum), The European Revolution of 1848/49 and the debate on Christopher Clark, ‘Revolutionary Spring. Fighting for a New World’
Chair: Norbert Fabian (Bochum)

10:30 – 11:00 Coffee break

11:00 – 12:30 Panel 4: Modern Conservativism and Democracy in the ‘short’ 20th century
- Christina Sigrid Schlaich (Freiburg/ Br.), The Politics of ‘Freedom’ in the Making of Democratic Order: Stanley Baldwin and Transnational Public Spheres, c. 1922–1939
- Edmund Neill (London), Conservatism’ Adaption to Democracy in Mid-Twentieth Century Britain
Chair: Mathis Gronau (Bochum)

12:30 – 13:30 Lunch

13:30 – 15:00 Round table and open final discussion: Theories and Concepts of Freedom and Revolution, Democracy and Reform - Comparisons and Responsible Learning from History
Lyndal Roper, Norbert Fabian, Mathis Gronau, Birgit Bublies-Godau
Chair: Marius Guderjan (Berlin)

Contact (announcement)

Birgit Bublies-Godau, M.A., birgit.bublies-godau@rub.de, und Dr. Norbert Fabian, nobfabian@t-online.de.

Coference "Rebellion, Resistance, and Refuge: Slavery and Border-Crossing during the American Revolution"

1 month ago

On the 250th anniversary of the signing of the Declaration of Independence, join us for a conference that presents papers that rethink the cultures, events, and experiences of the American Revolutionary War across the liminal borders (regional and proto-national) of British North America. Our organizing premise insists that participants recuperate and center the aspirations, resistance, perspectives, and experiences of enslaved people and communities.

Keynote lectures by Dr. dann j. Broyld and Dr. Richard Bell.

Registration is free; advanced registration required by Thursday, June 18, 2026.

Learn more and register: https://slaverynorth.com/rrr-conference/

Date: July 9, 2026 - July 12, 2026 LocationMassachusetts, United States Subject Fields: African American History / Studies, American History / Studies, Black History / Studies, Canadian History / Studies, Slavery   Contact Information

Emily Davidson
Slavery North Initiative
UMass Amherst
472 North Pleasant Street
Room 111
Amherst, Massachusetts
USA  01003
413-545-6453

Contact Email: emilydavidso@umass.edu URL: https://slaverynorth.com/rrr-conference/ Attachments: Slavery North Conference July 9-12, 2026

Conference "États, sociétés et classes populaires en Amérique latine. Étudier les transformations des rapports politiques par le bas" (French, Spanish and English)

1 month ago

Strasbourg/France

Cette journée d’étude interdisciplinaire vise à analyser les transformations contemporaines des rapports entre États, sociétés et classes populaires en Amérique latine. À partir d’enquêtes empiriques et d’approches situées de l’action publique, elle explorera à la fois les apports de la Street-Level Bureaucracy à l’étude de l’État et les recompositions des relations entre les secteurs populaires et les institutions étatiques. Les communications pourront porter sur différents contextes nationaux et sur des recherches en cours comme achevées.

Argumentaire

Les sociétés latinoaméricaines connaissent ces dernières décennies des transformations accélérées. Le supercycle des matières premières, au tournant des années 2010, a permis à de nombreux gouvernements de mettre en place des programmes sociaux, pour réduire la pauvreté ou encore renforcer des secteurs économiques émergents. Une nouveauté a notamment été le passage de programmes ciblés, centrés sur des secteurs spécifiques de population, à des approches universelles, fondées sur les droits (Beccaria et Maurizio, 2014). S’ils n’ont pas été totalement exempts de critiques, ces programmes ont contribué à transformer la relation entre États et Sociétés dans la région.

Réunissant des politistes, sociologues ou encore des anthropologues travaillant sur une diversité des pays latino-américains (Brésil, Argentine, Pérou, Colombie, Chili), l’objectif de ces journées d’études est de penser collectivement des outils permettant de comprendre ces transformations.

Cet objectif est d’autant plus d’actualité que, outre les critiques qui ont pu être émises dans le champ politique à l’encontre de ces programmes, les sociétés latinoaméricaines sont toujours marquées par un rapport défiant vis-à-vis des institutions étatiques et décideurs politiques. Deux axes organiseront ces journées d’étude.

Renouveler l’étude empirique de l’État : les apports de la Street Level Bureaucracy en Amérique latine

Le premier axe reviendra plus directement sur les apports d’une approche centrée sur l’ethnographie des politiques publiques (en particulier les travaux issus de la Street Level Bureaucracy) pour une compréhension renouvelée des États latinoaméricains. Ces journées d’étude s’inscrivent à cet égard dans la continuité de l’appel fait par Vommaro, Maillet et Barrault-Stella (2019) à renouveler l’étude de l’État en Amérique latine à partir d’études situées de ses actes et programmes d’action, plutôt que depuis une optique généralisante.

Cette perspective, encore peu développée en Amérique latine, permet d’analyser les caractéristiques que prennent les street-level bureaucrats (SLB) dans des pays aux contextes très différents de ceux dans lesquels la théorie SLB est née et s’est développée.

Ainsi, une approche par le bas permet d’examiner la rencontre bureaucratique entre l’État et les classes populaires dans ces contextes institutionnels spécifiques, souvent marqués par des capacités étatiques inégales, des ressources limitées, et des rapports souvent informels entre les agents publics et les citoyens.

Envisager la transformation du rapport État/Société

En plus des apports empiriques pour renouveler la connaissance de l’État en Amérique latine, les journées d’étude aborderont la question des rapports à l’État, en particulier des secteurs populaires. Là encore, il s’agira d’envisager ce rapport à l’État non de manière généralisante, mais depuis des travaux empiriques. On sait en effet peu de choses de la manière dont les secteurs populaires envisagent et investissent leur relation aux formes et institutions étatiques. Là encore, dans des contextes marqués par une forte instabilité, de niveaux élevés d’inégalités, de pauvreté et d’informalité - ainsi qu’une présence étatique très inégale - il peut s’avérer difficile de saisir l’évolution des rapports des secteurs populaires à l’État.

Ce projet, qui réunit des chercheur·e·s des deux côtés de l’Atlantique, nous permettra d’étudier les terrains latino-américains sans biais exotisant, en faisant ressortir les spécificités de chaque contexte — non pas comme des écarts par rapport aux cas du Nord global, mais en reconnaissant l’informalité, la flexibilité, l’intermédiation et la discrétion comme des atouts potentiels pour un fonctionnement plus efficace de l’État dans ces contextes fragmentés.

Organisation

La journée d’étude se tiendra le 4 décembre à Strasbourg. Elle a vocation à constituer un premier moment d’échange collectif, destiné à structurer des réflexions plus abouties en vue d’une publication dans un dossier spécial.

Modalités de soumission

Les propositions de communication sont à envoyer par courriel aux organisateurs à l’adresse suivante : jmontesano@unistra.fr et arthur.morenas@unistra.fr,

avant le 5 septembre 2026.

Chaque candidature devra comprendre :

  • Une brève présentation du ou des intervenant·e·s
  • Une adresse électronique de contact
  • Le titre de la communication envisagée
  • Un résumé de la communication (400 mots maximum), rédigé en français, espagnol ou anglais, présentant de manière claire et distincte l’objet d’étude, la méthodologie et les sources mobilisées, ainsi que les principaux résultats ou apports attendus

Les recherches en cours sont vivement encouragées, au même titre que les travaux aboutis.

Langues de travail acceptées
  • Français
  • Anglais
  • espagnol
Organisateurs
  • Juliana Montesano
  • Arthur Morenas

Lieu

  • 5 All. du Général Rouvillois
    Strasbourg, France (67000)

Format de l'événement

  • Événement sur place

Date

  • Samedi 5 septembre 2026

Appendice

Mots-clés

  • Amérique latine ; État et sociétés ; classes populaires ; politiques publiques ; Street-Level Bureaucracy ; bureaucraties de terrain ; protection sociale ; rapports à l’État ; ethnographie de l’État ; action publique.

Contact

  • Juliana Montesano
    courriel : jmontesano [at] unistra [dot] fr

Conference "Recycling in the Cold War Era: Capitalist and Socialist Waste Regimes"

1 month ago

The two-day international workshop will bring together different perspectives on recycling in the Cold War era. It aims at a broader understanding of how capitalist and socialist recycling models were formed, developed, and interacted across historical contexts – including continuities, ruptures, and their impact on global and regional material flows. Our keynote speaker is Zsuzsa Gille with a talk on “Recycling in the Socialocene.”

 

Recycling in the Cold War Era: Capitalist and Socialist Waste Regimes

Throughout most of human history, waste and its reuse have played a central role in economic activity. During the Cold War, rivalry between the Eastern and Western blocs extended beyond the arms race and ideological confrontation. Competition for economic and technological supremacy also encompassed waste recycling - shaping resource flows, production and consumption systems, and later, environmental protection. In both capitalist and socialist economies, recycling was integral to resource governance, embedded in efforts toward efficiency, self-sufficiency, modernization, and international leadership.

While waste studies have grown rapidly, they have focused more on discarding than on recycling and related issues such as reprocessing waste into recyclates and integrating them into production flows. This workshop will therefore explore waste recycling during the Cold War in greater detail. It will examine the actors, practices, and material streams of recycling in both socialist and capitalist regimes, addressing questions such as: What differences and similarities can be identified in actors, materials, practices, technologies, or symbolic meanings? Was recycling driven by ideological confrontation, or was it more often a pragmatic response to shortages, technological challenges, or environmental concerns? What regional specifics can be observed? How did different regimes influence or learn from one another? And in what cases did asymmetrical waste trade between blocs shape recycling schemes?

The workshop explores how Cold War recycling reflected and shaped civic culture, ideology, and policy in different systems. It inquires the role of different actors (e.g. state and municipal authorities, industrial enterprises, trade unions, international organizations, schools, households) in shaping recycling practices and the symbolic meanings of waste within the bipolar world order.

Programme

July 9
09:00–09:30 – Registration

PANEL 1. Everyday Life, Consumption, and Thrift
09:30–12:30

Izabela Desperak, University of Lodz
Privatization of Waste in the Polish People’s Republic: The Invisible Role of Individuals in an Economy of Scarcity
Maaike Janson, University of Amsterdam
United for a Better Consumer Society: The Battle over Glass Bottles and Carton Packaging in the Netherlands during the 1980s

10:50–11:10 – Coffee Break

Henry Irving, Leeds Beckett University, United Kingdom
Between Market and State: Community Recycling Schemes in the UK, c. 1974–2003
Mateja Habinc, University of Ljubljana
Socialist Commission Shops in Slovenia and Slovakia: Shortages, Modernisation, Commodification and Social (In)Equality

PANEL 2. Domestic and Industrial Recycling Practices
14:00–17:00

Gleb Kazakov, University of Giessen
The Life of a Soviet Bottle: State Planning, Everyday Reuse, and the Shadow Economy of Soviet Bottle Recycling
Olav S. F. Hofland, University of Amsterdam
Pigs, Planners, and Potato Peels: The Soviet Scheme to Feed Pigs with Urban Food Waste as a Waste Regime under Stalin, Khrushchev, and Brezhnev

15:20–15:40 – Coffee Break

Jiří Janáč, Charles University, Prague, Czech Republic
Recycling and Reuse in the Management of Socio-Ecological Change: The Case of Late Socialist Czechoslovakia
Kati Toivanen, University of Helsinki
The “Scrap War” in the Early 1970s Finnish Scrap Recycling Industry

July 10
09:00–10:00

Keynote Lecture
Zsuzsa Gille
Recycling in the Socialocene

10:00–10:20 – Coffee Break

PANEL 3. Transnational Contexts and Cooperations
10:20–12:30

Karolina Partyga, Columbia University in the City of New York
Fighting for Scrap: Polish Efforts to Import Scrap Metal and the Division of Europe, 1947–1950
Etienne Dufour, University of Reims Champagne-Ardenne, Laboratoire CRIEG-REGARDS (EA6292)
Promoting the Recycling of Organic Waste into Fertilizers: The Activity of the International Research Group on Refuse Disposal (IRGRD), 1955–1970
Adam Przywara, Universität Basel
Cheap Housing as a Global Waste Regime? Cementing Industrial Waste in Socialist and Capitalist Construction

PANEL 4. Social Recycling and Ideology
14:00–15:20

Viktor Pal, University of Ostrava, Czech Republic
Marcin Szymański, University of Lodz, Poland
Recycling Systems in Socialist Hungary and Poland: Ideological Foundations and Practical Realities in Cold War Waste Regimes
Cringuta Irina Pelea, Titu Maiorescu University
Children, Pedagogies of Recycling, and Forced Labor: School-Based Collection in Romania and the Socialist Bloc

15:20–15:45 – Coffee Break

15:45–16:00
Concluding Remarks
Heike Weber, TU Berlin
Recycling in the Cold War Era: Insights from the Workshop and the Case of East and West Berlin

Contact (announcement)

If you wish to join, please send an informal registration to kontakt@technikgeschichte.tu-berlin.de. The workshop is expected to take place in room FH 420 (Fraunhoferstraße 33).

Conference "Lines that Cross: Migration and the Making of a European Space"

1 month ago
Organiser: Memorial and Educational Site, Reception Camp Giessen; Research Network on the History of the Idea of Europe, University of East Anglia Location: Memorial and Educational Site, Reception Camp Giessen (Notaufnahmelager Gießen) Funded by: German Research Foundation Postcode: 35398 City: Giessen Country: Germany Takes palce: In attendance Dates: 01.07.2026 - 03.07.2026  

The conference focuses on the interrelationship between migration and refugee movements on the one hand, and the genesis of a distinct European space on the other. By situating migration in a long-term historical perspective and exploring how it has shaped the very idea of Europe, the conference aims to advance both historical scholarship and current debates on migration, borders, identity, and memory.

Lines that Cross: Migration and the Making of a European Space

Since (at least) the early modern period, migration, flight, and displacement have been central to European history—not only as forces shaping local and regional environments but also as processes that help define the spatial, cultural, political, social, and intellectual limits of what “Europe” actually means. The conference explores migration in and across Europe since the 19th century and examines how movements of migrants and refugees have contributed to the making of Europe as a geographical, cultural, and political space. It discusses how notions of European identity, belonging, exclusion, borders, and community have been shaped by the circulation of people, ideas, and memories.

The conference seeks to deepen our understanding of today’s challenges around mobility, inclusion and exclusion, and the uses of the past in shaping visions of Europe’s future.

Programm

Wednesday, 1 July
Arrival from 13:30

14:00–14:30
Sina Fabian, Florian Greiner, Jan Vermeiren
Welcome and Introduction

14:30–16:00
Panel 1 Regulating Mobility: Borders, Trade, and the European Imaginary in the Nineteenth Century
Conor Muller (Oxford)
French Merchant Shipping and the Policing of the Outer European Border, 1802–1814
Cathie Carmichael (Norwich)
Refugees and the 1875 Rebellion in the Lower Neretva Region
Gavin Murray-Miller (Cardiff)
Trans-Atlantic Ideologies and the European Imaginary in the Nineteenth Century
Chair: Stefan Ehrenpreis (Innsbruck)

16:00–16:30
Coffee break

16:30–18:00
Panel 2 Exile, Camps, and Political Thought in Twentieth-Century Europe
Donata Rega / Giuseppe Foscari (Salerno)
Refugee Life: Jews, Slavs, and Exiles in Internment Camps of Southern Italy, 1940–1947
Sarah Grandke (Regensburg/Heidelberg)
From Transit Station to Space for Action: Displaced Persons as Memory Activists
Domagoj Tomas (Osijek)
We Refugees: Croatia and Europe in Reflections from the Fermo Refugee Camp, 1946–1947
Chair: Hannah Ahlheim (Giessen)

Thursday, 2 July
09:00–10.30
Panel 3 Jewish Experiences of Flight, Gender, and European Memory
Irene Rabinovich (Holon)
Crossing Europe: Jewish Women’s Flight, Feminism, and the Cultural Making of Migratory Europe
Teresa Marx (Potsdam)
Biographical Self-Interpretations of Austrian-Jewish Female Emigrants after 1938
Melanie Carina Schmoll (Calgary)
The Memory of Flight: Holocaust Education and the Struggle over European Values
Chair: Ulrike Weckel (Giessen)

10.30 – 11:00
Coffee break

11:00 – 12.30
Panel 4 Unmixing Europe: Population Exchange, Nation-Building, and the Remaking of Borders and Belonging in Southeastern Europe
Erkjad Kajo (Aix-en-Provence)
Unsettled Europeans: Albanian Migrants, Border Crossings, and the Reimagining of Europe from the Margins
Alexandros Balatsoukas (Kyoto)
The Great Unmixing: The Treaty of Lausanne and the Reforging of Southeastern Europe
Nuri Korkmaz (Bursa)
Bulgarian–Greek Exchange of Populations and Ethnic Rearrangement
Chair: Cathie Carmichael (Norwich)

12.30 – 13:30
Lunch break

13:30–14:30
Exhibition visit

14:30 – 16:00
Panel 5 Postwar Europe before the Law: Violence, Redress, and the Making of Legal Belonging
Vitalij Fastovskij (Münster)
Arenas of Redress: Transnational Reparations Claims for Former “Ostarbeiter”
Anna Kuznicow-Wyszyńska (Warsaw)
Forced Deportations as International Crimes: Legal Histories and Contemporary Implications
Eugeniusz Kuznicow-Wyszyński (Warsaw)
From Displacement to Quasi-Citizenship: The Karta Polaka and Polish Diaspora Communities
Chair: Sina Fabian (Giessen/Berlin)

16:00–17:30
Panel 6 Borders and Boundaries: Mobility, Memory, and the Negotiation of Europe
Alessandro Ambrosino (Geneva)
Mobility Regimes beyond the Iron Curtain: The Lasciapassare and Counter-Hegemonic Memories
Matti Välimäki (Helsinki)
Contestations of Silence: Discourses of Cold War Defections to Finland
Iris Wigger (Loughborough)
Exploring Mixed-heritage families’ histories and digital agency in Europe
Chair: Jan Vermeiren (Norwich)

17:30–17:45
Break

17:45–19:00
Keynote Lecture
Peter Gatrell (Manchester)
European History Through the Lens of Migration: Further Reflections on the Unsettling of Europe

Friday, 3 July
09:00–10:30
Panel 7 Guest Workers Revisited: Migrant Agency, Public Discourse, and Alternative Visions of Europe
Francesco Vizzarri (Giessen)
Beyond Guest Worker Politics: Italian Migrant Organizations and Their Idea of Europe
Zeynep Selen Artan (Istanbul)
Heroes and Wantons: Gendered Media Discourses on Turkish Labour Migration
Nicole Immig (Giessen)
Interconnected Stories of Migration: The case of Greek labor migration to Germany and European History
Chair: Florian Greiner (Giessen)

10:30–11:45
Panel 8 From Asylum to Schengen: EEC/EU Migration Policy and the Limits of Solidarity
Eike Klages (Florence)
Shifting and Shirking the Refugee “Burden”: The Making of the EEC/EU Asylum System
Giuliano B. Fleri (New York)
What Europe Should Not Be: Schengen, Visa Policy, and Contemporary Europe
Chair: Bastian Högg (Giessen)

11:45–12:00
Short break

12:00–12:45
Final Roundtable and Closing Discussion
Europe as a Space Made by Migration
Moderation: Sina Fabian, Florian Greiner, Jan Vermeiren

We kindly ask for registration by June 29.

Contact

sina.fabian@nal-giessen.de

Conference "Soziale Arbeit mit Musik im Kontext ihrer Professionalisierung um 1900. Ein historischer und internationaler Vergleich" (German)

1 month ago
Munich/Germany   Veranstalter: KSH München; katho Aachen (Prof. Dr. Raika Lätzer; Prof. Dr. Marion Gerards) Ausrichter: Prof. Dr. Raika Lätzer; Prof. Dr. Marion Gerards Veranstaltungsort: KSH München Gefördert durch: Mariann Steegmann Foundation/DFG PLZ: 81667 Ort: München Land: Deutschland Findet statt: In Präsenz Vom - Bis: 13.11.2026 - 14.11.2026 Deadline: 01.10.2026  

Musik hat in der Sozialen Arbeit ihren etablierten und berechtigten Platz. Kaum eine Publikation allerdings nimmt eine historische Perspektive ein, welche die Anfangsjahre der Professionalisierung Sozialer Arbeit mit Musik fokussiert. Auch eine internationale Perspektive, die unterschiedliche nationale Entwicklungen nebeneinander betrachtet, stellt derzeit ein Forschungsdesiderat dar.

Soziale Arbeit mit Musik im Kontext ihrer Professionalisierung um 1900. Ein historischer und internationaler Vergleich

Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Mariann Steegmann Foundation geförderte Tagung beleuchtet aus (inter-)nationaler Perspektive die Anfänge von Sozialer Arbeit mit Musik im Zeitraum ihrer Professionalisierung um 1900/1920 und möchte zu einem vertiefteren Verständnis historischer Zusammenhänge und zur Klärung zahlreicher Fragen beitragen. Es ist unter anderem offen, wann, wo, wie, von wem und für wen Musik im Rahmen Sozialer Arbeit in den Anfangsjahren der Professionalisierung Sozialer Arbeit 1900/1920 in Deutschland oder in anderen Ländern eingesetzt wurde. Die Schließung dieser Forschungslücke gewinnt durch die Anknüpfung an aktuelle Debatten um kulturelle Teilhabe und soziale Gerechtigkeit an besonderer Relevanz, da auf diese Weise Entwicklungen historisch begründet, kontextualisiert und zukunftsfähig entwickelt werden können.

Programm

13.11.2026:

13.00 Uhr Get-together
13.30 Uhr Grußwort der Präsidentin der KSH München Prof. Dr. Birgit Schaufler
13.45 Uhr Verschränkungen von Kunst und Pädagogik zu Beginn des 20. Jahrhunderts: über Versprechungen, Funktionalisierungen und Ideologisierungen
Prof. Dr. Leopold Klepacki (DE – Erlangen)
14.15 Uhr Jane Addams and the Artful Fictions of Racecraft
Prof. Graham Cassano (USA – Oakland)
14.45 Uhr Folklore and Feminist Pragmatism in Eleanor Smith’s Operettas for the Hull House Music School
Ass. Prof. Jessica Payette (USA – Oakland)

15.30 Uhr Music as Moral Reform: Social Work in ‘Outcast London’
Ass. Prof. Geoffrey A.C. Ginn (AUS – Queensland)
16.00 Uhr From National Clubs to a ‘Miniature League of Nations’:
The Intercultural Work of Music in Toronto’s Settlement Houses, 1920 – 1935
Prof. Dr. Deanna Yerichuk (CDN – Waterloo)

17.00 Uhr „Es war wohl nicht ganz so einfach, wie wir gedacht hatten, ,Kultur‘ zu vermitteln“ – Zur aktuellen Brisanz der Episoden aus dem frühen Schaffen Alice Salomons für ein machtkritisches Verständnis von Musik(vermittlung) in der Sozialen Kulturarbeit
Prof. Dr. Elke Josties (DE – ASH Berlin)
17.30 Uhr Ästhetische (Musik-)Praxis im Spannungsfeld bürgerlichen und proletarischen Frauenlebens. Herausforderungen für eine sich entwickelnde Soziale Arbeit um 1900
Dr. Birgit Kiupel (DE – Hamburg) / Prof. Dr. Sabine Toppe

14.11.2026
09.30 Uhr Die Kunst dem Volke. Zur Rolle von Arbeiter- und Bildungsvereinen im Musikleben Berlins um 1900
Prof. Dr. Wiebke Rademacher (A – Wien)
10.00 Uhr „Gesänge vom Sozialen“: zum Verhältnis von Frauenbewegungen und Sozialer Arbeit um 1900
Prof. Dr. em. Susanne Maurer (DE – Marburg)

10.45 Uhr Ästhetische Praxis in den Münchner Sozialen Frauenschulen um 1900
Prof. Dr. Raika Lätzer (DE – KSH München)
11.15 Uhr Soziale Frauenschule des Katholischen Deutschen Frauenbunds in Berlin
Dr. Barbara Klaus-Cosca (DE – Berlin)
11.45 Uhr Musikalische Praxis an der Sozialen Frauenschule des Katholischen Deutschen Frauenbunds
in Aachen. Einblicke in die Lehrpläne und in die Schriften von Maria Offenberg
Prof. Dr. Marion Gerards (DE – Aachen)
12.15 Uhr Podiumsdiskussion, Abschluss und Ausblick

Kontakt

Raika.laetzer@ksh-m.de

Espaces et temps queer Revue (« Nouvelles Études Francophones » [NEF]) (French and English)

1 month 1 week ago

Ce dossier spécial de la revue Nouvelles Études Francophones souhaite voir comment les diverses temporalités queer - qu’elles soient décalées, répétitives, anticipatoires, archivistiques, traumatiques ou suspendues - se matérialisent dans des espaces concrets. Comment les lieux de vie, de lutte, de mémoire, de fête, de soin ou de passage deviennent-ils des sites de recomposition des normes sexuelles, genrées, raciales, sociales et politiques ? À quelles conditions les espaces queer peuvent-ils être pensés comme des lieux de refuge, de création et de résistance, tout en restant exposés à la surveillance, à la violence, à la marchandisation ou à la gentrification ?

Dossier spécial, Volume 42.2 Automne/hiver 2027

Coordination

Cris(tina) Robu (Davidson College) et Alex Noël (Université de Montréal)

Argumentaire

Protéiforme et multidimensionnelle, la queerité se déploie en tension avec l’espace-temps hétéronormatif, sans pour autant se réduire à une simple posture de contestation. Issue de l’allemand qver – « oblique, de travers, pas à sa place »[1]  – la notion de queer embrasse une multiplicité de sens et d’expériences : elle désigne à la fois une identité et un mouvement postidentitaire[2] , une praxis politique et esthétique, une expérience intime et partagée de subjectivation. Autrement dit, le queer n’affecte pas uniquement les catégories de genre et d’orientation sexuelle, mais traverse et reconfigure un ensemble plus vaste de normes informant nos manières d’être et d’habiter le monde. À ce titre, en s’autoperformant, la queerité déconstruit les cadres normatifs de la temporalité et de la spatialité, et interroge la manière dont ces catégories façonnent nos existences quotidiennes. Dans le sillage des travaux de Jack Halberstam, qui publiait il y a plus de vingt ans l’ouvrage In a Queer Time and Place (2005), ce dossier spécial de Nouvelles Études Francophones entend interroger la manière dont le queer habite les espaces et les temporalités dans les mondes francophones. Nous souhaitons explorer la façon dont ces espaces et temps deviennent, restent, sont ou font semblant d’être queer ainsi que d’analyser comment ils sont représentés, vécus, habités et contestés de manière queer. Il ne s’agit pas seulement de transposer des cadres théoriques anglo-saxons dans les études francophones, mais d’examiner leur réception, leur remaniement et parfois leur subversion dans des contextes situés, marqués par des histoires coloniales, des cadres juridiques distincts, des économies linguistiques spécifiques et des trajectoires militantes variées. Une telle réflexion suppose ainsi de rester attentive aux multiples rapports de pouvoir qui traversent les espaces et temporalités queer dans les mondes francophones. Ceux-ci, dans certains contextes, ne peuvent être pensés indépendamment d’autres régimes de pouvoir (héritages coloniaux, logiques d’impérialisme culturel, dynamiques de racialisation, plurilinguisme, etc.) participant à la production différenciée des subjectivités et des expériences situées du temps et de l’espace queer. La réflexion sur les espaces et temps queer dans la francophonie implique également une réappropriation critique des concepts, une lecture qui soit attentive aux conditions de production locales du savoir et aux expériences minorisées. 

Problématique

Ce dossier spécial souhaite voir comment les diverses temporalités queer - qu’elles soient décalées, répétitives, anticipatoires, archivistiques, traumatiques ou suspendues - se matérialisent dans des espaces concrets. Comment les lieux de vie, de lutte, de mémoire, de fête, de soin ou de passage deviennent-ils des sites de recomposition des normes sexuelles, genrées, raciales, sociales et politiques ? À quelles conditions les espaces queer peuvent-ils être pensés comme des lieux de refuge, de création et de résistance, tout en restant exposés à la surveillance, à la violence, à la marchandisation ou à la gentrification ?

Comment la temporalité queer transforme-t-elle la perception et l’usage des espaces, et inversement, comment certains lieux réorganisent-ils le temps vécu ? Comment le corps queer et atypique habite-t-il et reconstruit-il le temps et l’espace ? Comment la migration ou l’exil transforme-t-il la vie queer dans l’espace-temps des villes et campagnes francophones ? Quelle est la relation entre les espaces de contrôle (douanes, institutions, camps) et les espaces de résistance queer ? Comment certains espaces effacent-ils ou réactivent-ils les histoires LGBTQIA2+ ? Quelle est l’influence des cultures queers globalisées dans les contextes locaux francophones et réciproquement ? Quelles représentations sont faites des lieux queers alternatifs (lieux auto-organisés, squats, jardins communautaires, espaces de rave, etc.) et des espaces « non-habitables » ? Comment le numérique peut-il générer des temporalités et spatialités obliques en contexte queer francophone ? Enfin, comment peut-on penser la responsabilité et le soin dans l’occupation des lieux queers ?

Cette collection d’articles entend aussi interroger la dimension ambivalente de l’espace-temps queer, pensé comme un pharmakon : à la fois poison et remède, exposition et protection, vulnérabilité et puissance collective. Cette tension est particulièrement visible dans les espaces communautaires, les lieux de culture, les archives, les plateformes numériques, les frontières, les institutions médicales ou carcérales, où se rejouent des formes complexes de visibilité et d’invisibilité.

Axes de réflexion

Les propositions pourront notamment s’inscrire dans les axes suivants :

  • Temporalités queer : linéarités interrompues, retards, accélérations, temporalités de la transition, du deuil, de l’attente, du désir, de la survie ou de la réinvention de soi.
  • Espaces queer : seuils, placards, maisons, scènes, archives, lieux de culte détournés, plateformes numériques, institutions, frontières, espaces de soin ou de fête, lieux de drague.
  • Géographies queer francophones : circulations, mobilités contraintes, migrations, exils politiques, tourisme LGBTQIA2+, diasporas, ancrages locaux, espaces urbains et ruraux.
  • Mémoires et contre-archives : transmission, effacement, réactivation du passé, archives communautaires et personnelles, récits minorés, histoire des luttes, archives vivantes, mémoires performatives.
  • Corps, affects et perceptions : vulnérabilité, honte, plaisir, violence, intimité, réparation, soin, performativité, saisis dans leur rapport au temps et à l’espace.
  • Médicalisation et dépathologisation : santé et institution, savoir biomédical et expériences queer, humanités médicales queer, neuroqueerité et corpographèse.
  • Formes et esthétiques queer : exploration de la manière dont les œuvres littéraires, artistiques, performatives ou médiatiques expérimentent le temps et l’espace queer à travers leur structure, leur narration, leur mise en scène, leur matérialité, leurs images ou leur langage. Cet axe accueille les analyses de dispositifs formels, de styles poétiques, d’esthétiques visuelles et sonores, ainsi que les pratiques créatives qui interrogent et transforment les normes spatiales et temporelles.
  • Médias et intermédialité : chronotopie intermédiale, dispositifs et espaces de médiation, supports et temporalités, médias et formes de la représentation de l’espace-temps, hybridation médiatique, adaptation, transposition, remaniement et queerité. Ex. bande dessinée et séquentialité, cinéma et image-mouvement.
  • Méthodologies queer : ethnographie, autoethnographie, cartographie critique, analyse discursive, approches sensibles, épistémologies décoloniales, autohistoire et autothéorie, écocritique queer, lectures réparatrices, méthodes de création ou pratiques artistiques réflexives.
Ouverture disciplinaire

Le dossier est interdisciplinaire. Il accueille notamment des contributions en littérature, cinéma, arts visuels, théâtre, études urbaines, géographie critique, histoire des sexualités, études trans, études féministes, études postcoloniales, sociologie, anthropologie et medical humanities. Il souhaite également favoriser des travaux attentifs aux voix trans, non-binaires, racisées, migrantes, personnes en situation de handicap et précaires, ainsi qu’aux formes de savoir situées produites par les communautés elles-mêmes. Les propositions pourront porter sur des corpus littéraires, artistiques, médiatiques ou sociopolitiques, et interroger aussi bien les représentations que les pratiques, les dispositifs d’énonciation, les expériences vécues et les espaces de circulation des savoirs. 

Modalités de soumission

Les propositions d'article, d’une longueur de 300 à 500 mots, seront rédigées en français. Elles devront être accompagnées d’un titre, d’une courte notice biobibliographique d’environ 100 mots et des coordonnées complètes du/de la proposant·e. Les propositions peuvent être issues de la recherche émergente ou confirmée. Elles devront être envoyées avant le 15 août 2026  à Cris(tina) Robu et Alex Noël à l’adresse suivante : queerspacesandtimes@gmail.com.

Remise des articles (5500-6000 mots) : 15 janvier 2027. Si votre proposition est retenue, vous recevrez le protocole de rédaction à suivre avec la réponse d’acceptation de votre proposition.

À propos de la revue

Nouvelles Études Francophones (NEF), ISSN 1552-3152, publiée par les Presses Universitaires du Nebraska, est la revue officielle du Conseil International d’Études Francophones (CIÉF). Revue scientifique biannuelle de langue française, NEF diffuse la recherche dans les domaines de la langue française, de la littérature, des arts, des sciences sociales, de la culture et de la civilisation des pays et régions francophones.

Évaluation

Le processus d’évaluation des articles est entièrement anonyme. Chaque article soumis fait l’objet d’une évaluation par deux spécialistes externes.  En cas d’évaluations mitigées, l’article sera évalué par une ou un troisième spécialiste qui tranchera. L’autrice ou l’auteur aura alors l’opportunité de réviser son travail au jour des premières évaluations reçues, avant l’envoi au troisième expert.

Bibliographie

1. Ahmed, Sara. Vandalisme queer. Paris : éditions Burn~ Août, 2024.

2. Ahmed, Sara. Phénoménologie queer: Orientations, objets, autres. Traduction française par Laurence Brottier. Paris: Éditions Amsterdam, 2018.

3. Baril, Alexandre. « Temporalité trans : identité de genre, temps transitoire et éthique médiatique », Enfances Familles Générations [En ligne], 27 | 2017, mis en ligne le 31 août 2017, consulté le 20 mars 2026. URL : http://journals.openedition.org/efg/1359

4. Barthe-Deloizy, Francine, et Claire Hancock. « Introduction: le genre, constructions spatiales et culturelles. » Géographie et cultures 54 (2005): 3-9.

5. Bell, David, and Jon Binnie. The Sexual Citizen : Queer Politics and Beyond. Cambridge : Polity Press, 2000.

6. Blidon, Marianne. « Géographie de la sexualité ou sexualité du géographe ? Quelques leçons autour d'une injonction ». Annales de géographie, 2012/5 n° 687-688, 2012. p.525-542. URL : https://doi.org/10.3917/ag.687.0525.

7. Boisclair, Isabelle, et al. Québequeer : Le Queer Dans les Productions Littéraires, Artistiques et Médiatiques Québécoises, Montréal : Les Presses De l’Université De Montréal, 2020.

8. Borghi, Rachele. « De l’espace genré à l’espace “queerisé”. Quelques ré-flexions sur le concept de performance et sur son usage en géo-graphie. » ESO Travaux et Documents Espaces et Sociétés UMR 6590 (2012): 109-116.

9. Browne, Katherine. “Imagining cities: living the other: between the gay urban idyll and rural lesbian lives.” Open Geography Journal, vol. 1, 2008, pp. 25–32.

10. Cavanagh, Sheila L. Queering bathrooms: Gender, sexuality, and the hygienic imagination. Toronto : University of Toronto Press, 2010.

11. Cvetkovich, Ann. An Archive of Feelings: Trauma, Sexuality, and Lesbian Public Cultures. Durham: Duke University Press, 2003.

12. Dalton, Benjamin, and Chase Ledin. “16 Queer Medical Humanities.” The Year's Work in Critical and Cultural Theory 32.1 (2024): 280-296.

13. Duplan, Karine. « Les géographies des sexualités et la géographie française peuvent-elles faire bon ménage ? », Géographie et cultures, 83 | 2012, 117-138.

14. Erlick, Eli. “On rural transgender visibility.” Representing Rural Women.(Smith WW, Thomas-Evans M. eds.) Lexington Books: London (2019): 177-192.

15. Evans, Elliot. The body in French queer thought from Wittig to Preciado: Queer permeability. Londres : Routledge, 2020.

16. Freeman, Elizabeth. Time Binds: Queer Temporalities, Queer Histories. Durham: Duke University Press, 2010.

17. Gopinath, Gayatri. Impossible Desires: Queer Diasporas and the Subversion of Sexuality. Durham: Duke University Press, 2005.

18. Halberstam, J. Jack. In a queer time and place: Transgender bodies, subcultural lives. Vol. 3. New York : NYU press, 2005.

19. Kosofsky Sedgwick, Eve. Épistémologie du placard. Paris: Éditions Amsterdam, 2008.

20. Leroy, Stéphane. « Le Paris gay. Éléments pour une géographie de l’homosexualité », Annales de Géographie, n° 646, 2005, p. 579-601, 2005, DOI : 10.3917/ag.646.0579

21. McDowell, Linda. “Space, place and gender relations: Part II. Identity, difference, feminist geometries and geographies.” Progress in Human Geography, 17(3), 1993, 305-318.

22. Mitchell, Larry. The Faggots & Their Friends Between Revolutions. Illustrations de Ned Asta. New York : Nightboat Books, 2019 [1977].

23. Muñoz, José Esteban. Cruiser l’utopie : l’après et l’ailleurs de l’advenir queer. Traduit de l’anglais par Alice Wambergue. Paris : Les Presses du réel. 2021 [2009].

24. Preciado, Paul B. Je suis un monstre qui vous parle: rapport pour une académie de psychanalystes. Paris : Grasset, 2020.

25. Prieur, Charlotte. « Des géographies queers au-delà des genres et des sexualités ? » EspacesTemps.net, 2015.

26. Redoutey, Emmanuel. « Géographie de l’homosexualité à Paris, 1984-2000. » Urbanisme 325 (2002): 59-63.

27. Sanchez, Alix Teffo. “Teaching Teenagers About Gender Norms and Sexuality Through Spatiality in French Rurality.” Mapping LGBTQ Spaces and Places:  Changing World. Cham: Springer International Publishing, 2022. 739-753.

28. Schulman, Sarah. La gentrification des esprits. Traduit de l’anglais par Émilie Notéris. Paris : B42, 2018 [2012].

29. Valentine, Gill. “(Hetero) sexing space: lesbian perceptions and experiences of everyday spaces.” Environment and Planning D: Society and Space 11.4 (1993): 395-413.

30. Warner, Michael, and Social Text (Collectif). Fear of a Queer Planet : Queer Politics and Social Theory. Minneapolis : University of Minnesota Press, 1993.

31. Wittig, Monique, La pensée straight. Paris : Éditions Amsterdam, 2018.

Note

[1] Ahmed, Sara. Vandalisme queer. Paris : Éditions Burn~ Août, 2024, p. 13.
[2] Boisclair, Isabelle, et al. Québequeer : Le Queer Dans les Productions Littéraires, Artistiques et Médiatiques Québécoises, Montréal : Les Presses De l’Université De Montréal, 2020. ProQuest Ebook Central, http://ebookcentral.proquest.com/lib/davidson/detail.action?docID=6938630.
Created from davidson on 2025-12-05 

Mots-clés

  • espace, temps, chronotope, queer

METROLAND - Terres à vendre. Transactions, inégalités, mobilisations. Dialogues depuis les périphéries des métropoles africaines (French)

1 month 1 week ago

Paris/France

Ces journées présenteront les principaux résultats de quatre années de recherche menées dans les périphéries de Nairobi, Dakar et Bamako en dialogue avec des chercheur·es en sciences humaines et sociales et analyse spatiale se saisissant de ces questions, depuis le continent africain et au-delà. Tables rondes bilingues, exposition de photographies de terrain, images satellites et visualisations inédites viendront nourrir les discussions.

Présentation

L’équipe du programme ANR METROLAND: Commodifying Land: Capital, Inequalities and Conflicts in Sub-Saharan African Metropolitan Peripheries a le plaisir de vous convier à ses journées d’étude de clôture, organisées les 2 et 3 juillet prochains à l’Université Paris Cité (Bâtiment Olympe de Gouges, Paris 13e), avec le soutien de l’ANR, de l’IRD et du Comité technique Foncier & Développement.

Intitulées "Terres à vendre. Transactions, inégalités, mobilisations. Dialogues depuis les périphéries des métropoles africaines", ces journées présenteront les principaux résultats de quatre années de recherche menées dans les périphéries de Nairobi, Dakar et Bamako en dialogue avec des chercheur·es en sciences humaines et sociales et analyse spatiale se saisissant de ces questions, depuis le continent africain et au-delà. 

Les périphéries des métropoles africaines constituent l’un des principaux fronts de l’urbanisation mondiale. Ces journées d’étude offriront un espace de discussion collective autour des dynamiques contemporaines d’urbanisation en Afrique subsaharienne : marchés fonciers et chaînes de valeur, sociologie de la propriété, inégalités sociospatiales, conflits et mobilisations autour de la terre, habitabilité de ces territoires en transition. 

Tables rondes bilingues (traduction simultanée anglais-français), exposition de photographies de terrain, images satellites et visualisations inédites viendront nourrir les discussions.

Pour en savoir plus sur le projet Metroland.

Programme

Le programme détaillé en français et lien d'inscription 

Le programme détaillé en anglais et lien d'inscription  

Jeudi 2 juillet
  • 8h45 : Accueil des participant.es
  • 9h-9h15 : Genèse des journées d’étude et hommage à Éric Denis
9h15 - 11h : Table ronde « Usage et dynamique des sols. Appréhension cartographique, géomatique et IA »
  • Avec Cathy Chatel (Paris Cité-CESSMA, METROLAND), José Luis San Emeterio (Africapolis), Jean-Philippe Lestang (IGN-FI)
  • Animation Momar Diongue (UCAD, METROLAND) 
11h15 - 13h : Table ronde « Négocier la terre. Dynamiques individuelles et collectives »
  • Avec Arthur Bertucat (Nanterre Université-Mosaïques), Fatoumata Camara (USSGB, METROLAND), Claire Simonneau (Gustave Eiffel-EUP, METROLAND)
  • Animation Dennis Muthama (Nairobi University) 

13h - 14h : Pause déjeuner

14h -15h45 : Table ronde « Capitalisme, propriété foncière et formes urbaines »
  • Avec Bérénice Bon (IRD-CESSMA, METROLAND), Armelle Choplin (Université de Genève, METROLAND), Corten Pérez-Houis (UMR Géographie-Cités)
  • Animation Monique Bertrand (IRD-CESSMA, METROLAND)

Projection Plot Twist. City on Hold. Marine Frantz (UMR Géographie-Cités)

16h30 - 17h30 : Échanges avec la salle

17h30 : Cocktail et déambulation autour des photographies et posters (Bamako, Dakar, Nairobi) 

Vendredi 3 juillet

8h45 : Accueil des participant.es

9h - 10h45 : Table ronde « Périphéries en construction : parcellaire, bâti et accès aux services »
  • Avec Momar Diongue (UCAD, METROLAND), Sylvy Jaglin (Gustave Eiffel-EUP), Dennis Muthama (Nairobi University)
  • Animation Marie-Hélène Zérah (IRD-CESSMA)
11h - 13h : Table ronde « Habitabilité et inégalités en périphéries métropolitaines »
  • Avec Laurent Bazin (CNRS-CESSMA), Monique Bertrand (IRD-CESSMA, METROLAND), Claire Mercer (LSE)
  • Animation Bérénice Bon (IRD-CESSMA, METROLAND)

13h - 14h : Pause déjeuner

14h -16h : Table ronde « Mobilisations pour la terre et pour la ville »
  • Avec Chloé Buire (CNRS-LAM), Mamadou Kouma (USSGB, METROLAND), S.A. Lahat Ndiaye (UCAD, METROLAND)
  • Animation Philippe Lavigne Delville (IRD-SENS, METROLAND)

16h15 - 17h15 : Échanges avec la salle

17h15 - 17h30 : Mots de conclusion des deux journées

Accès

Salle 105

Bâtiment Olympe de Gouges (n°10 sur le plan)

Université Paris Cité

Métro : Ligne 14 et RER C , station "Bibliothèque F. Mitterrand" 

Bus : Lignes 62-89-325, terminus "Porte de France"

Tram : Tram T3 arrêt "Avenue de France"

Inscription

Pour des raisons d'organisation des repas, merci de bien vouloir confirmer votre présence à : berenice.bon@ird.fr

Lieu

  • Salle 105 - Paris Cité, Bâtiment Olympe de Gouges, Place Paul Ricoeur
    Paris, France (75013)

Fotmat de l'événement

  • Événement sur placet

Dates

  • Jeudi 02 julliet 2026
  • Vendredi 03. julliet 2026

Appendice

Mots-clés

  • Afrique subsaharienne, urbanisation, marché foncier, inégalité, mobilisation, propriété

Contact

  • Bérénice Bon
    courriel : berenice [dot] bon [at] ird [dot] fr

CfP: Anarchismes et autonomies queer (French)

1 month 1 week ago

Aubervilliers/France

Cette journée d’étude propose d’explorer les croisements entre anarchismes, autonomies et pensées/pratiques queer, dans un contexte marqué par la montée des autoritarismes, les continuités répressives du libéralisme et les limites des politiques LGBTQ+ assimilationnistes. Elle entend interroger ce que les perspectives queer, féministes, décoloniales, autonomes et anarchistes permettent de penser ensemble : les formes d’organisation collective, les alliances, les résistances à l’État, au capitalisme, au racisme, au patriarcat et à la normalisation sexuelle. Les contributions pourront être empiriques ou théoriques et porter sur les mobilisations queer autonomes, les communs, les espaces militants, l’abolition de l’État ou de la famille, les critiques du travail et de la reproduction sociale, ainsi que les pratiques d’autodétermination corporelle, sexuelle et politique. 

Argumentaire

Il y a quelque chose de vraiment étrange dans le fait de vivre à un moment historique où l’angoisse et le désespoir conservateurs autour de l’idée que les queers feront sombrer la civilisation et ses institutions s’adossent à l’angoisse et au désespoir des queers autour de l’échec ou de l’incapacité du queer à faire sombrer la civilisation et ses instituions, et à leur frustration quant au tournant assimilationniste qu’a pris le mouvement dominant LGBTQ+. 

M. Nelson, Les Argonautes, Paris, Éditions du sous-sol, 2018 (2015), p. 43.

Nous traversons un moment politique où les institutions libérales, de manière parfois spectaculaire et parfois silencieuse, cèdent sous la pression des poussées autoritaires tout en donnant à voir les logiques répressives qui les habitent depuis toujours. Se révèlent, ainsi, non seulement les ruptures entre régimes politico-économiques libéraux et autoritaires, mais aussi leurs continuités. La politique des minorités sexuelles et de genre n’est pas étrangère à ce contexte où une question se pose, parmi tant d’autres : qu’émerge-t-il de queer, d’anarchiste et d’autonome en deçà et au-delà du fascisme et du libéralisme ? 

Cet appel à communications a comme objectif de susciter et de rassembler des réflexions qui interrogent les intersections, les résonances et les dissonances entre la pensée et les mouvements anarchistes ou autonomes et les savoirs et pratiques des minorités sexuelles et de genre. Il s’adresse à tout·e chercheur·euse indépendamment de son statut, à l’intérieur comme à l’extérieur de l’université. Nous proposons ici de fixer quelques repères pour situer les concepts que cet appel mobilise mais nous avons espoir qu’une partie du travail de recherche et de discussion que cette journée suscitera mènera à retravailler ces catégories et à en questionner les contours. 

À défaut de pouvoir fournir une définition univoque de ce que le terme « queer » peut recouvrir, nous nous contentons ici d’en retenir l’un des gestes théoriques qui ont marqué son articulation avec les féminismes noires et of color dans les théories queer of color anglophones, mais présent aussi dans nombre de théorisations queer racisées et queer décoloniales francophones. Il s’agit du refus de désarticuler la sexualité d’autres rapports sociaux notamment de race, de classe et du colonialisme résistant ainsi à son blanchiment (Bilge, 2016 ; Ferguson, 2003, 2018 ; Halberstam et al., 2005 ; Lakhani, 2020 ; Lmadani et al., 2012 ; Munoz, 2009). Dans le double sillage des mouvements féministes noirs et des mobilisations queer, la production de savoir qui en a découlé dans les approches queer (of color) a été en mesure de proposer des critiques pointues des effets de normalisation et assimilation à la croisée entre capitalisme, racisme, nationalisme et impérialisme depuis plusieurs décennies, et dont l’homonationalisme n’a été sûrement que la plus célèbre (Bacchetta & Falquet, 2011 ; Bakshi, 2024 ; Cohen, 1997 ; Duggan, 2003 ; El-Tayeb, 2011 ; Puar, 2007 ; Rao, 2020 ; Reddy, 2011). Finalement, contre une lecture réductrice de ce que les théories queer permettent de penser, les courants queer of color mettent à mal l’opposition entre approches matérialistes et poststructuralistes en en opérant une synthèse qui oriente cet appel à communications. 

Du terme « anarchisme », nous pouvons d’abord en relever deux acceptions. Une première, nominale, qui décrit des formes d’actions politiques qui ont émergées dans le cadre du socialisme libertaire du 19ème siècle en Europe et de ses développements successifs sur d’autres continents. Ces expériences, ancrées dans les pratiques politiques, ont structuré un corpus théorique codifié autour d’un canon d’auteur·ices se réclamant explicitement de l’anarchisme (Bakunin, 1867/1950 ; Goldman, 1910/2006 ; Kropotkin, 1897/2015 ; Malatesta, 1884/2016 ; Proudhon, 1863/1979). Dans une même acception nominale, nous pouvons également mettre en avant une généalogie alternative et parallèle de la pensée anarchiste qui trouve ses racines dans les mouvements de libération noirs étatsuniens de la seconde moitié du 20ème siècle, et dont la Black radical tradition est une manifestation (Robinson, 1983). Dans cet héritage germent les courants de l’anarchisme Noir, posant l’antiblackness/négrophobie comme cible du projet politique anarchiste (Anderson, 2021 ; Anderson & Samudzi, 2018 ; Bagby-Williams et al., 2022 ; Balagoon, 2019 ; Bey, 2020 ; Black Rose Anarchist Federation, 2016 ; Ervin, 2021 ; Tenorio, 2024). Une seconde acception tend, quant à elle, à nommer des modes d’organisation sociale, politique et économique, qu’ils soient contemporains ou historiques, qui tout en ne revendiquant pas toujours le terme d’anarchisme en incarnent ses principes. Cette seconde conception recouvre alors des recherches, notamment en anthropologie, mettant en avant des sociétés aux formes politiques alternatives à celles imposées par la modernité ou plus fondamentalement par l’invention de l’État (Clastres, 1974 ; Graeber, 2004). Elle permet d’établir plus facilement des liens avec les approches décoloniales en détournant une posture parfois dogmatique et en décentrant les référents blancs et européens du canon libertaire (Bufe & Mbah, 1997 ; Galián, 2020 ; Helliker & Walt, 2020 ; Ramnath, 2011, 2019). Finalement, elle ouvre la possibilité de voir l’anarchisme là où il n’est pas nommé comme tel, tant au niveau micro-social qu’à celui de larges organisations politiques territoriales comme les communautés zapatistes au Chiapas ou certaines des expériences historiques de marronnage, pour ne citer que deux exemples. 

Une double valence du même type s’applique à la catégorie de l’autonomie. Elle décrit d’abord un courant non-orthodoxe du marxisme qui voit le jour en Italie dans les années 1970 au sein des luttes ouvrières et étudiantes prônant l’autonomie ouvrière (Turì, 2011). De la rencontre avec les luttes féministe découle dans les mêmes années la campagne internationale “Des salaires pour le travail ménager” (1972) dont les ramifications politiques et théoriques traverseront les décennies (Collectif, 2025 ; Fiorilli, 2023). 

Cet héritage se prolonge dans certaines scènes queer et transféministes italiennes contemporaines nourries par les cultures politiques de l’autonomie, de l’autogestion et des centres sociaux (Marcasciano, 2015). C’est le cas, par exemple, à Bologne, des expériences d’Antagonismo Gay et d’Atlantide, puis du Laboratorio Smaschieramenti[1] et du Movimento Identità Trans[2] (Patrick, 2019) ; à Rome du collectif Cagne sciolte[3] ; à Turin, d’AH ! SqueerTo ![4] ; à Naples, de la Laboratoria TransFemminista Terrona[5] ; ou encore, à l’échelle nationale, du réseau SomMovimento nazioAnale[6] et des assemblées féministes Non Una di Meno[7]. Ces expériences ont contribué à articuler les luttes féministes, queer et trans à une critique plus large du travail, de la famille, de l’État, du capitalisme, du racisme et des formes normatives de subjectivation. 

Pourtant, l’autonomie peut aujourd’hui également désigner un ensemble large de franges des mouvements sociaux des dernières décennies qui pensent la question de l’autonomie politique en termes d’autonomie de classe ou de lutte et d’autonomie vis-à-vis de l’État et dont les manifestations sont politiquement et géographiquement très variées (Dupuis-Déri, 2019b) et avec des implications directes pour les organisations queer of color (Bacchetta, 2026). Cette variété s’accompagne également de pratiques militantes qui peuvent inclure l’action directe, l’autodéfense, l’assembléisme, le refus des chef·fes, etc. (Dupuis-Déri, 2019a ; Graeber, 2009). 

Mais ce sont fondamentalement les théories féministes qui posent le rapport étroit – l’interdépendance même – entre une critique radicale du système d’oppression sexuelle et les approches révolutionnaires communistes et/ou anarchistes. Elles donnent à voir comment le prisme du genre et de la sexualité, en tant que systèmes d’organisation de la société, mène à une « impitoyable critique de tout ce qui existe » dont le communisme/anarchisme sont une partie intégrante (Bottici, 2022 ; Ewanjé-Epée et al., 2017). Cet antagonisme absolu entre féminisme et forces répressives d’État et du capital s’exprime notamment dans les courants féministes de l’abolitionnisme pénal et carcéral (Ricordeau, 2019 ; Ricordeau et al., 2024) qui ont aussi produit des analyses des ordres carcéral et du genre depuis une perspective spécifiquement trans (Stanley & Smith, 2015). En France, comme ailleurs, cela est d’autant plus évident dans les luttes et la pensée afroféministe qui pose centralement la question de l’autonomie politique Noire (Mwasi, 2018 ; Noël, 2022).

Les écrit sur et de l’anarchisme queer/trans se structurent aux États-Unis depuis déjà plusieurs années dans un espace mettant en dialogue les pratiques et théories de l’abolitionnisme, des études trans et des études Noires. Nous pouvons citer la déclaration Anarkata du collectif afrofuturiste Abolitionfuturist[8], l’ouvrage collectif Queering Anarchism (Shannon et al., 2012) ou, plus récemment, le numéro spécial de Transgender Studies Quarterly entitulé « Everything Must Go. Abolition, Antiimperialism, Anarchism » (Lee et al., 2024). 

En France, on observe l’existence d’un champ ancien de critiques queer de la normativité gay et lesbienne, qui se déploie sous des formes variées. Dans une perspective queer foucaldienne, on peut notamment citer les travaux de Sam Bourcier (2017, 2018) qui renouvellent la critique queer/trans du capital. Plus récemment, en croisant approches poststructuralistes, (post-)marxiste, autonomes, écologistes et anarchistes, la revue Trou Noir[9] est devenue un important lieu d’élaboration et de réflexion autour d’une pensée queer renouvelée. La revue a également été porteuse de traductions et circulations de la théorie et politique queer internationale pour le lectorat francophone. Dans les luttes, des collectifs comme les Queers Racisé·e·s Autonomes[10], le Front Monstrueux Insérructionnel[11], les Queer & Trans Révolutionnaires[12] ou le Comité de Libération et d’Autonomie Queer[13], à différents moments et avec des modalités diverses, ont porté l’idée d’une consubstantialité entre luttes queer et autonomie, sans en négliger les tensions. 

Ainsi, alors que la Revue du MAUSS annonçait en 2023 qu’on assistait à un « moment anarchiste » tant dans les pratiques militantes que dans les savoirs[14] (Chanial & Vibert, 2023, p. 8) et que les études et les mouvements queer prolifèrent en France au moins depuis la fin des années 1990 (ZOO), existet-il un champ de l’anarchisme spécifiquement queer ? Quels seraient ses objets et ses approches ? Cette journée d’étude se veut un début de réponse, ouverte, à ces questions. 

Les contributions pourront s’inscrire dans plusieurs disciplines des sciences humaines et sociales (anthropologie, sociologie, histoire, science politique, philosophie, infocom, etc.) et proposer des résultats ou des hypothèses de recherche issues d’enquêtes empiriques ou de réflexions théoriques. L’anarchisme et l’autonomie queer peuvent y figurer en tant qu’objet d’étude et/ou en tant que cadres d’analyse

Axes

Plusieurs axes d’analyse peuvent se dégager du croisement dont cette journée veut offrir une première reconnaissance : 

Sujets politiques, alliances, et mobilisations 

Tant dans les mouvements que dans les apports théoriques, l’anarchisme/autonomie queer semble à chaque fois préciser et réactualiser les rapports entre une politique de l’identité et une politique de révolution sociale nécessitant, qui plus est, d’orchestrer des réseaux d’alliances mouvants et jamais donnés d’avance. 

  • Quel est le sujet politique d’un anarchisme ou d’une autonomie queer ? Quels mouvements sociaux contemporains ou historiques revendiquent ou peuvent être lus par ces prismes ? 
  • Quelles politiques d’alliance se dessinent depuis ces perspectives ? Avec quelles tensions, quelles frontières, quels échecs ? 
  • Quels modes d’actions sont privilégiés, avec quels effets et quelles contradictions ? 
Commun, communes, espaces et horizons politiques 

L’expérience historique de la Commune ou sa forme abstraite ont su incarner à plusieurs moments un puissant réfèrent capable d’éclairer la possibilité d’une société organisée autrement (Bantigny, 2021 ; Deluermoz, 2020 ; Ross, 2015). Pour rendre compte de la variété d’expériences d’antagonisme vis-à-vis des systèmes de privatisation et de propriété, le cadre des communs a donné naissance à un riche champ d’analyse (Bell, 2019 ; Chanial et al., 2023) avec des déclinaisons spécifiquement queers (Millner-Larsen & Butt, 2018 ; Rebucini, 2025). À la fois la commune et les communs posent la question du rapport à l’espace, son occupation, son détournement, son partage, sa défense. 

De plus, les horizons politiques queer, anarchistes et Noirs semblent puiser dans un double registre : celui de l’utopisme (Jameson, 2005 ; Jones, 2013 ; Munoz, 2009 ; Parker, 2002) et celui de la négativité ou du pessimisme (Bersani, 2010 ; Edelman, 2004 ; Marriott, 2024 ; Wilderson, 2020), les deux révélant une force destructrice dont les tenants et les aboutissements politiques ne convergent pas toujours.

  • Quels horizons politiques nourrissent les anarchismes et autonomies queer ? Lesquels sont contestés ? 
  • Comment l’abolition ou l’exode de l’État et du capital redéfinissent le rapport à l’espace tant théoriquement que dans les pratiques militantes ?
  • Quelles tensions et quelles convergences émergent entre utopisme et négativité ?
  • Quels rapports se dessinent aux sentiments d’échec, de désespoir, d’espoir ou de victoire politique ? 
  • Finalement, pouvons-nous entendre les sujets sexuels minoritaires comme étant le produit de la modernité coloniale et du capitalisme ? (Chitty, 2020 ; Floyd, 2009 ; Foucault, 1994 ; Kidwai et al., 2006 ; Lugones, 2019 ; Thadani, 2016). Si tel est le cas, comment penser la dissolution de ce sujet social et politique à l’aune d’un anarchisme queer ? 
Logiques et structures d’État 

Le champ ouvert par la critique anti-raciste et anti-impérialiste de l’assimilation queer au sein de la nation, des institutions d’état et des logiques néolibérales autour des notions d’impérialisme sexuel, d’homonationalisme (Massad, 2007 ; Puar, 2007), d’homocapitalisme (Rao, 2020) et d’hégémonie sexuelle (Chitty, 2020) a produit des réflexions riches au cours des deux dernières décennies. La montée du fascisme et de l’autoritarisme semble en partie redessiner les contours de l’inclusion des queers tout en en entérinant certains aspects. Certaines structures administratives et législatives qui avaient vu le jour dans le « moment de la diversité et de l’inclusion » restent aujourd’hui en place dans un contexte plus hostile. Les politiques belligérantes et génocidaires de nombreux États semblent à la fois marginaliser et exceptionnaliser la question sexuelle.

Face à l’absence d’une conception unifiée de l’état du côté des penseur·euses anarchistes et de celui des théoricien·nes queer, trans et féministe, comment penser cet objet ? Est-il plus heuristique de le penser comme une « condensation matérielle d’un rapport de forces entre classes » (Poulantzas, 2013), un « méta-champ » (Bourdieu, 2012), une « totalité imaginaire » (Graeber, 2004), une « relation sociale » (Landauer, 1910) ? Avons-nous vraiment besoin d’une théorie aussi générale ? 

De plus, nous invitons à explorer ce que les approches queer et autonomes/anarchistes peuvent éclairer dans le cas d’États postcoloniaux qui, à l’inverse de l’État métropolitain, disposent certes d’outils de domination mais pas d’hégémonie (Guha, 1998) et où les articulations entre état et nationalisme se complexifient (Diouf, 1999). 

  • Depuis une perspective anarchiste queer, comment rénover nos outils analytiques, y compris l’homonationalisme ? Sommes-nous dans un moment post-homonationaliste ?
  • Comment penser l’État du point de vue queer anarchiste ou autonome, ses politiques, ses institutions, ses logiques ? Comment sont-elles combattues ? 
  • Quelles alliances sont (im)possible avec des agences ou des structures administratives ?
  • Quelles voies vers l’abolition de l’État du point de vue queer ?
Capitalisme, travail, production et reproduction 

L’anarchisme et l’autonomie queer ne peuvent ignorer les rapports matériels qui structurent les existences minoritaires. Le capitalisme, en tant que système d’exploitation et de contrôle, s’articule étroitement avec les régimes de genre, de race, de sexualité et de validisme pour produire des hiérarchies sociales et des divisions du travail. Les théories queer of color (Bacchetta & Falquet, 2011 ; Ferguson, 2003), les féminismes marxistes autonomes (Federici, 2017 ; Fortunati, 2022) et les approches de l’anarchisme noir (Bey, 2020) ou des féministes abolitionnistes (Ricordeau, 2019 ; Stanley & Smith, 2015) ont montré comment la production capitaliste repose sur l’exploitation différenciée des corps, des désirs et des affects, tout en naturalisant certaines formes de reproduction sociale (travail domestique, care, travail sexuel, etc.) et en marginalisant d’autres. De même, ces analyses soulignent comment le travail de reproduction sociale (par ex. le travail domestique, le travail carcéral, le travail migratoire ou le travail sexuel) est un terrain où se jouent à la fois la reproduction du capital et la résistance à ses logiques. De plus, elles nous invitent à ancrer le fonctionnement du capital dans des chaines globales situant les pays du Sud et du Nord dans des rapports inégalitaires et produisant des configurations locales de sexe, race et classe spécifiques (Arruzza et al., 2019 ; Bacchetta, 2026). 

Dans ce contexte, les pratiques queer anarchistes et autonomes de refus du travail (Baroque & Eanelli, 2020) de réappropriation des moyens de production (coopératives, squats, jardins communautaires) ou de subversion des rapports de reproduction (communs de care, familles choisies, réseaux de solidarité) interrogent les fondements mêmes de l’économie politique (Lo Iacono, 2014 ; Busarello, 2016). Comment ces pratiques redéfinissent-elles les frontières entre production et reproduction, entre travail et vie ? Comment articuler une critique du capitalisme qui ne réifie pas les sujets queer, mais les considère comme des acteurs centraux de sa transformation ?

  • Comment les théories et les politiques queer anarchistes et autonomes repensent-elles la valeur (au sens marxiste) à l’aune des travaux sur le care, le travail affectif ou le travail sexuel ?
  • Quelles formes de résistance matérielle émergent face à l’exploitation capitaliste des corps queer, racialisés et crip (grèves, autogestion, exode, sabotage) ? o Comment les communs queer (logements, santé, éducation) remettent-ils en cause les fondements de la propriété privée mais aussi de l’État-providence ?
  • En quoi les expériences historiques (communes, squats, coopératives) ou contemporaines (réseaux de solidarité trans, collectifs de travailleur·euses du sexe) offrent-elles des alternatives concrètes ?
  • Comment penser la dissolution du travail (au sens de sa naturalisation capitaliste) sans tomber dans un idéalisme post-travail qui ignorerait les inégalités matérielles ?
La famille (queer) comme champ de bataille

La famille, en tant qu’institution centrale de la reproduction sociale, est un enjeu majeur pour les anarchismes et les autonomies queer. D’un côté, elle est un lieu de normalisation (hétérosexualité obligatoire, division genrée du travail, transmission des privilèges) et un outil de l’État et du capital pour contrôler les corps et les désirs. De l’autre, elle est aussi un espace de résistance : les familles choisies, les réseaux de care informels, les communautés de survie trans ou les collectifs de parents queer bousculent les normes de la parentalité, de la filiation et de la dépendance.

Les travaux classiques de Kath Weston (1991) sur les « families we choose », de Ellen Lewin sur les mères lesbiennes (1993) ou ceux plus récents du collectif Against Equality (Conrad, 2014) ou de Lisa Duggan (2003) sur l’homonormativité ont montré comment les revendications d’inclusion dans la famille bourgeoise (mariage, adoption) peuvent à la fois étendre des droits et renforcer des logiques assimilationnistes. À l’inverse, les pratiques anarchistes de désinstitutionalisation et d’abolition (communes, coparentalités, réseaux de solidarité, insurrections) proposent des alternatives radicales, où la famille n’est plus une donnée naturelle, mais un champ de lutte (Lewis, 2025). Cet axe invite à interroger les imbrications entre abolition de la famille (O’Brien, 2023) et réinvention de formes de vie (collectives et solidaires) (Acquistapace, 2022 ; Rebucini, 2022). 

  • Comment les mouvements queer anarchistes et autonomes articulent-ils la critique de la famille nucléaire avec la nécessité de soutiens matériels (logement, santé, éducation) ?
  • Comment penser la transmission (savoirs, mémoires, ressources) en dehors des cadres hétéronormatifs et capitalistes (Bourcier, 2025 ; Cvetkovich, 2003 ; Hartman, 2008) ?
  • Comment les familles choisies et les réseaux de care queer défient-ils les logiques de l’État et du marché ?
  • Quelles alliances se tissent entre luttes queer, féministes et anticoloniales autour de la reproduction sociale (ex. : luttes pour l’avortement, contre les violences obstétricales, pour les droits des travailleur·euses domestiques) ?
  • Comment les expériences historiques (communes, familles élargies) ou contemporaines (collectifs de parents queer, maisons d’accueil trans) redéfinissent-elles les rapports de dépendance et d’autonomie ?
  • En quoi les expériences trans autonomes (accès aux soins, reconnaissance légale, autodétermination) (Bailey, 2013 ; Raia, 2025) recompose-t-elle les débats sur la famille et la filiation ?
  • Comment articuler une critique de la famille sans reproduire les rhétoriques réactionnaires et racistes (néo-malthusianisme) ou négliger les besoins concrets de protection et de solidarité ?
Corps, désir, sexualité

Les corps, les désirs et les sexualités sont au cœur des luttes queer, à la fois comme terrains de répression (normes hétéronormatives, racialisation, pathologisation, contrôle étatique) et comme espaces de résistance (autodétermination, pratiques dissidentes, création de communs érotiques).

L’anarchisme et l’autonomie en tant que critiques radicales de l’autorité, et les théories queer, en tant que déconstruction des catégories identitaires, offrent des outils pour repenser les rapports entre corps, pouvoir et liberté.

Cet axe invite à interroger :

  • Comment les corps queer, trans, racisés, handicapés sont-ils des sites de lutte contre le capitalisme, l’État et le patriarcat ?
  • Quelles pratiques d’autonomie corporelle émergent (DIY hormonothérapie, réduction des risques, auto-défense contre les violences policières) ?
  • Comment les désirs peuvent-ils être des forces de transformation sociale, plutôt que des objets de consommation ou de contrôle ?
  • Comment articuler une éthique du care avec une politique de la jouissance, sans tomber dans le moralisme ou l’individualisme libéral ?
Modalités d’envoie des propositions

Les propositions de communications sont à envoyer à l’adresse anarchismequeer@proton.me en format PDF avant le 15 septembre 2026

Elles doivent inclure :

  • Titre 
  • Résumé d’environ 500 mots 
  • Notice biographique de l’auteur·e ou des auteur·es d’environ 150 mots - 5 mots clé
Comité d’organisation
  • Francesco Barilà Ciocca (Université Paris Cité – LCSP/CEDREF)
  • Gianfranco Rebucini (CNRS – LAP) 
Comité scientifique
  • Paola Bacchetta (UC Berkeley – GWS),
  • Sandeep Bakshi (Université Paris Cité –ECHELLES),
  • Sam Bourcier (Université de Lille),
  • Ary Gordien (CNRS – URMIS),
  • Gwenola Ricordeau (professeure invitée à l’EHESS de Paris 2025-2026)
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Notes

[1] https://smaschieramenti.noblogs.org/

[2] https://www.facebook.com/mit.italia/

[3] https://cagnesciolte.noblogs.org/

[4] https://ahsqueerto.noblogs.org/

[5] https://www.facebook.com/laboratoriatttnapoli/

[6] https://sommovimentonazioanale.noblogs.org/

[7] https://nonunadimeno.wordpress.com/

[8] https://afanarchists.wordpress.com/2019/10/12/anarkata-a-statement/ 

[9] http://www.trounoir.org/

[10] https://www.instagram.com/collectif_QRA/ 

[11] https://friction-magazine.fr/comment-on-a-giletjaune-la-marche-des-fier…;

[12] https://qtresistance.wordpress.com 

[13] https://www.facebook.com/claq.collectif/

[14] Nous sommes heureux de remarquer qu’au moment où nous rédigeons cet appel plusieurs événements scientifiques sont annoncés dont : les journées d’études Anarchisme et Éducation en mai 2026, le colloque Anarchismes et écologies : La nature des anarchistes en novembre 2026, ainsi que le colloque Espaces Anarchistes : pratiques, idées, réseaux (1870-aujourd’hui) en janvier 2027.

Lieu

  • Auditorium de l'Humathèque - 10, cours des Humanités
    Aubervilliers, France (93)

Format de l'événement

  • Événement hybride

Date limite

  • Mardi, 15 septembre 2026

Appendice

Mots-clés

  • anarchisme, autonomie, queer, communs, sexualité, genre

Contact

  • Gianfranco Rebucini
    courriel : gianfranco [dot] rebucini [at] ehess [dot] fr
  • Francesco Barilà
    courriel : francesco [dot] barila [at] sciencespo [dot] fr

CfP: L’urgence (dé)forme-t-elle la démocratie ? (French)

1 month 1 week ago

Rennes/France

Jusqu’à présent, l’urgence a le plus fréquemment été envisagée au prisme de sa propension à engendrer des états d’exception ainsi qu’à détricoter les processus usuels des démocraties libérales. Partant de cette acception, cette Journée d’étude est une invite à envisager positivement certaines incidences de l’urgence sur la démocratie tant à partir du terreau fertile qu’elle pourrait constituer au bénéfice d’une consolidation et de réinventions démocratiques, qu’à la lumière de discours justifiant l’urgence au profit d’une démocratisation de la démocratie.

Argumentaire

Emmanuel Macron l’avait promis pendant sa campagne en 2017 : s’il était élu à la présidence de la République, il ferait de la « procédure d’urgence [sic] la procédure par défaut d’examen des textes législatifs afin d’accélérer le travail parlementaire1». Cette volonté de normalisation d’un temps accéléré illustre l’idée selon laquelle l’urgence produit une temporalité spécifique : « on entre dans un certain mode d’être du temps, celui de l’immédiateté, de la vitesse, de la rapidité d’action. » (Bouquet, 2013, p. 130)

En effet, même si l’urgence demeure un concept […] difficile à manier théoriquement » (Chollet, 2011, p. 51), elle constitue sans aucun doute une « contrainte temporelle inédite » (Villalba, 2026) aux conséquences particulièrement graves. Elle traduit une forme parmi d’autres de « surcharge du présent » (Laïdi, 1998, p. 9 ; Hartog, 2003), définie comme un « temps impossible » (Chollet, 2011, p. 48). Ce présent peut se manifester par l’avènement d’une situation immédiate, telle qu’une catastrophe d’origine naturelle ou humaine, mais aussi par une situation de crise, caractérisée par une temporalité de long terme (Koselleck, 1988). L’urgence peut donc être conçue comme une exception (Agamben, 2003), mais également comme une norme, lorsqu’elle se mue en état de fait (Bouquet, 2013 ; Rosa, 2010).

Qu’elle soit sanitaire, sociale, climatique, migratoire, voire civilisationnelle, l’urgence n’existe pas en elle-même : elle n’émerge qu’après avoir fait l’objet d’une mobilisation par des acteurs structurés, qu’ils soient issus du secteur public ou de la société civile. La définition même de ce que constitue une urgence fait également l’objet de luttes entre des acteurs aux intérêts divergents. La diversité des acteurs (dé)construisant l’urgence se traduit notamment dans une pluralité des fonctions de l’urgence. Elle peut ainsi à la fois remplir une fonction de légitimation de l’action, visant par exemple à « justifier la concentration, ou l’intensification, des possibilités d’action de l’exécutif [...] » (Le Merrer & Pollaert, 2025, p. 12), mais aussi une fonction d’interpellation, qui se comprend comme « une sollicitation à l’adresse des gouvernants » (Ibid., p. 12).

Le problème de la pression temporelle que constitue l’urgence est particulièrement prégnant en démocratie libérale – régime souvent critiqué pour sa lenteur et son inefficacité (Chalier et Fœssel, 2020) – dont la mauvaise gestion de l’urgence serait prouvée par ses caractéristiques intrinsèques. Ces critiques ne sont pas nouvelles puisque C. Schmitt les formulait déjà, mais peinent toujours à susciter une réponse éteignant la flamme de ces préoccupations. A contrario, certaines postures appellent à déconstruire l’urgence en prenant le temps (Honig, 2014). Face aux critiques de la démocratie, celle-ci pourrait tout aussi bien être le système permettant la construction de principes et de processus nécessaires à la gestion – ou la prévention – de troubles immédiats et profonds : construction d’une égale inclusion, d’une formation d’opinions éclairées sur laquelle il est possible de développer un temps de discussion le plus approprié possible.

Ainsi, comment l’urgence est-elle construite ? La démocratie est-elle compatible avec l’urgence ? Doit-elle nécessairement se compromettre ou possède-t-elle les ressources pour répondre à l’urgence ? Les différentes urgences ont-elles des conséquences identiques ? Existe-t-il une urgence démocratique ?

Pour répondre à ces questionnements, les doctorant·es en science politique de l’Institut de Droit Public et de Science Politique (IDPSP) organisent une journée d’étude le 3 décembre 2026, cherchant à analyser les processus de construction de l’urgence (entendue comme plurielle) et ses conséquences sur la démocratie. En prenant le contre-pied d’une délimitation de l’urgence en tant qu’état juridique, la JE souhaite appréhender cet objet à la fois comme un contexte résultant d’une construction rhétorique par des acteurs et comme « technique majeure, sinon unique, de gouvernement » (Le Mauff, 2024, p. 9 ; Foucault, 2004). Sa dynamique est en ce sens plus subtile, silencieuse, insidieuse. Mais elle offre aussi de nouvelles possibilités d’analyser l’urgence. Au-delà d’une étude de l’urgence vue comme une obstruction inévitable aux processus démocratiques, la JE souhaite également développer une approche qui saisit les potentielles opportunités démocratiques et sociales que pourraient susciter l’urgence.

Nous accueillons des contributions de jeunes chercheur·euses, issu·es de la science politique, proposant des études de cas empiriques, une démarche théorique et/ou comparative s’intéressant à différents types d’urgences et de contextes institutionnels (autoritaire, démocratique...).

Ces contributions doivent s’inscrire dans les trois axes suivants :

Axe 1 : L’urgence comme voie d’appauvrissement démocratique

Le premier axe part d’une interrogation sur les conséquences de l’urgence sur la démocratie, dans ses processus et valeurs, en s’intéressant à sa construction. La rhétorique de l’urgence est-elle davantage mobilisée par certains acteurs ? Peut-on distinguer des acteurs « producteurs » et d’autres « distributeurs » des représentations de l’urgence ? Existe-t-il des constructions différenciées (motivations, espaces investis, stratégies employées) de l’urgence en fonction des acteurs (société civile, corps politique et administratif, corps scientifique) ? Comment ces développements peuvent à leur tour se voir « déconstruire » par d’autres acteurs (ex : climato-sceptiques, vaccinosceptiques) ?

Les contributions se concentrant sur les différentes manières de mettre en scène l’urgence, de la théoriser et de la justifier sont particulièrement bienvenues. Par exemple, quels sont les différents instruments et outils mobilisés par les acteurs pour construire l’urgence (est-ce par les émotions, l’idéologie, la morale, la science, le droit) ?

Enfin, cet axe sera l’opportunité de traiter des conséquences politiques de l’urgence. Pourquoi et comment le discours de l’urgence peut-il abîmer aussi bien les processus institutionnels que les principes fondateurs de la démocratie ? Quels types d’effets l’urgence a-t-elle sur les médiations politiques traditionnelles, telles que le rapport entre gouvernants et gouvernés ? Comment l’urgence peut-elle constituer un vecteur de diffusion/consolidation d’idées politiques ? Lier l’efficacité à la prise de décision en urgence, n’est-ce pas prendre le risque de faire abstraction des conséquences futures d’une telle décision ?

Axe 2 : L’urgence comme opportunité d’un renforcement démocratique et social

Néanmoins, il semble que les conséquences de l’urgence sont loin de nécessairement constituer une compromission de la démocratie. C’est pourquoi ce deuxième axe souhaite s’intéresser à deux hypothèses selon lesquelles les processus démocratiques seraient en mesure de répondre à l’urgence ou de la déconstruire, de dominer ou de dépasser la logique urgencielle plutôt que de s’y plier.

Premièrement, la démocratie en tant que régime possède-t-elle les ressources pour poursuivre « l’impératif de la bonne décision » (Roussin, 2013) et répondre activement aux problématiques soulevées par l’urgence sans se compromettre ? S’agirait-il alors de renforcer les outils de la démocratie représentative et libérale, ou plutôt de recréer des formes de démocraties s’affranchissant du paradigme de la représentation ? Le concept de « démocratie militante » (Aït-Aoudia, 2024 ; Berthout, 2024) pourrait-il s’avérer pertinent afin de limiter les utilisations anti-démocratiques de l’urgence ?

Deuxièmement, l’urgence pourrait, à l’image d’un « kairos » (Hartog, 2020), constituer une fenêtre d’opportunité (Kingdon, 1984) pour ouvrir pour des formes de contestation, de participation ou de réinvention démocratique depuis un « espace public oppositionnel » (Negt, 2007). L’accélération du temps de la décision et/ou la survenue d’un imprévu pourrait permettre, d’une part, de rendre audible le discours oppositionnel et d’autre part, de contester le monopole discursif et décisionnel du pouvoir technocratique. Les contributions s’inscrivant dans cet axe de réflexion sont invitées à s’intéresser à la manière dont les formes d’action collective (mouvements sociaux, groupes de pression, associations) peuvent tirer parti de l’urgence afin de renforcer ou susciter la démocratie.

Axe 3 : La construction d’un approfondissement démocratique par l’urgence

Enfin, le troisième axe constitue une ouverture sur les modalités de construction d’une « urgence démocratique ». Seront ici appréciés les travaux portant sur les acteurs, discours et mobilisations ayant une visée de renforcement démocratique et faisant appel à une rhétorique de l’urgence. Il apparaît en effet que l’« urgence démocratique » est mobilisée par des acteurs pluriels, allant des médias aux intellectuels, en passant par les associations, les organisations internationales et les élites politiques. En outre, le contenu de l’urgence démocratique n’est pas univoque : il concerne tant la participation citoyenne, que la décentralisation et la lutte contre la désinformation, et ce dans divers contextes institutionnels.

Les usages stratégiques et les effets politiques de cette rhétorique pourront également faire l’objet de propositions. La « crise de la démocratie représentative » nécessite-t-elle une réponse urgente ? L’urgence constitue-t-elle une rhétorique efficace pour démocratiser les institutions ? Existe-t-il un « état d’urgence démocratique » (Valiergue, 2023) ?

Modalités de soumission

Cette journée d’étude s’adresse (prioritairement) aux jeunes chercheuses et chercheurs (doctorant·es, docteur·es sans poste, post-doctorant·es, docteur·es récemment titularisé·es).

Nous attendons une proposition de communication de maximum 500 mots (hors références bibliographiques), à transmettre à l’adresse mail suivante : marguerite.marcinkowski@univ-rennes.fr,

avant le 10 juillet 2026.

Les intervenant.es potentiel·les seront contacté·es dès lors que le processus de sélection sera achevé, fin-août.

Information supplémentaire

Une publication collective sera envisagée pour les personnes souhaitant contribuer à la rédaction d’un article inséré dans le dossier thématique d’une revue.

Comité d’organisation
  • Bertrand Bigaud, Doctorant en science politique (Université de Rennes, IDPSP)
  • Valentin Guillet, Doctorant en science politique (Université de Rennes, IDPSP)
  • Léandre Lebon, Doctorant en science politique (Université de Rennes, IDPSP-IODE)
  • Marguerite Marcinkowski, Doctorante en science politique (Université de Rennes, IDPSP)
  • Bruno Ronchi, Doctorant en science politique (Université de Rennes, IDPSP)
Références bibliographiques

Agamben, Giorgio. État d’exception. Homo sacer II, Paris, Seuil, coll. « L’ordre philosophique », 2003.

Aït-Aoudia, Myriam. « Limiter le pluralisme politique pour défendre la démocratie », Revue française de science politique, Volume 4, Numéro 74, 2024.

Berthout, Augustin. La démocratie militante. Étude comparée d’une doctrine constitutionnelle, Thèse de doctorat en droit public, Université de Montpellier, 2024.

Bouquet, Brigitte. « Les temporalités de la décision », Vie sociale, Volume 2, Numéro 2, 2013. pp. 123-131.

Chalier, Jonathan et Fœssel, Michaël. « Le mythe de l’impuissance démocratique », Esprit, Numéro 10, 2020.

Chollet, Antoine. Les temps de la démocratie, Paris, Dalloz, coll. « Nouvelle Bibliothèque de Thèses », 2011.

Foucault, Michel. Sécurité, territoire, population : cours au Collège de France, 1977-1978, Paris, Seuil, coll. « Hautes Études », 2004.

Hartog, François. Régimes d’historicité, Présentisme et expériences du temps, Paris, Seuil, coll. « La Librairie du XXIe siècle », 2003.

Hartog, François. Chronos. L’Occident aux prises avec le Temps, Paris, Gallimard, coll. « Folio histoire », 2020.

Honig, Bonnie. « Three Models of Emergency Politics », Boundary, Volume 41, Numéro 2, 2014.

Kingdon, John. Agendas, Alternatives and Public Policies, Boston, Little Brown and Co, 1984, rééd. New York, Longman, 1995.

Koselleck, Reinhart. Critique and Crisis. Enlightenment and The Pathogenesis of Modern Society, Oxford, Berg publishers, 1988.

Laïdi, Zaki. « L’urgence ou la dévalorisation culturelle de l’avenir », Esprit, Numéro 240, 1998, pp. 8-20.

Le Mauff, Julien. L’empire de l’urgence, ou la fin de la politique, Paris, Presses Universitaires de France, 2024.

Le Merrer, Nicolas et Pollaert Marion (dir.). Urgence, Paris, CNRS Éditions, coll. « Les Essentiels d’Hermès », 2025.

Negt, Oskar. L’espace public oppositionnel, Paris, Payot, coll. « Critique de la philosophie », 2007.

Rosa, Hartmut. Accélération. Une critique sociale du temps, trad. Renault, Didier, Paris, La Découverte, coll. « Théorie critique », 2010.

Roussin, Juliette. « Démocratie contestataire ou contestation de la démocratie ? L’impératif de la bonne décision et ses ambiguïtés », Philosophiques, Volume 40, Numéro 2, 2013, pp. 369-397.

Valiergue, Marinette. « État d’urgence démocratique : comment décider ensemble ? », Note de la Fondation Jean Jaurès En ligne], publiée le 07 avril 2023, https ://www.jean-jaures.org/publication/etat-durgence-democratique-comment-deci…;?post_id=44209&export_pdf=1], consulté le 22 mai 2026.

Villalba, Bruno. « Temporalités négociées, temporalités prescrites. L’urgence, l’inertie, l’instant et le délai » En ligne], in Bernard Hubert et Nicole Mathieu (dir.), Interdisciplinarités entre Natures et Sociétés, Bruxelles, Peter Lang, coll. « EcoPolis », 2016, pp. 89-109, https ://agroparistech.hal.science/hal-01508807v1/document], consulté le 22 mai 2026.

Lieu

  • 9 rue Jean Macé
    Rennes, Frankreich (35)

Format de l'événement

  • Événement hybride

Date limite

  • Vendredi 10 julliet 2026

Mots-clés

  • urgence, démocratie, participation

Contact

  • Marguerite Marcinkowski
    courriel : marguerite [dot] marcinkowski [at] univ-rennes [dot] fr
  • Valentin Guillet
    courriel : valentin [dot] guillet [at] univ-rennes [dot] fr

CfP: Faire culture hors frontière : l’exil russe au XXIe siècle (French and English)

1 month 1 week ago

Grenoble/France

Plus de quatre ans après l’invasion à grande échelle de l’Ukraine par la Russie, le 24 février 2022, les ressortissants russes ayant massivement quitté leur pays semblent désormais installés à l’étranger. Bien que leur nombre demeure difficile à établir avec précision, près d’un million de personnes auraient quitté la Russie pour s’installer dans différents pays de l’ex-URSS (Géorgie, Kazakhstan, Arménie…), au Moyen-Orient (Israël, Turquie), en Europe (Allemagne, France, Espagne) ainsi qu’aux États-Unis. Les contributions issues de différentes disciplines relevant des sciences humaines (en particulier sociologie, anthropologie, géographie, histoire, études des médias, linguistique, études culturelles) seront particulièrement appréciées, sans que les études liées aux pratiques artistiques contemporaines (littérature, arts plastiques et visuels, musique, théâtre) soient exclues.

Les motifs de cette émigration sont divers : certains, notamment les journalistes et les acteurs du monde artistique, sont partis parce qu’ils ne pouvaient plus exercer leur métier (« agents de l’étranger » ou « organisations indésirables ») ; d’autres ont émigré pour échapper à la mobilisation ; d’autres, enfin, sont partis à la recherche de meilleures conditions de vie. Il est possible de dessiner les contours sociologiques de cette émigration : ce sont souvent des jeunes urbains éduqués, dotés d’un certain capital économique et culturel, parlant des langues étrangères, ouverts sur le monde, partageant généralement les valeurs démocratiques et ayant, de ce fait, un potentiel d’adaptation assez élevé. Beaucoup travaillent dans les technologies numériques et ont la possibilité d’exercer leur profession en distanciel. Contrairement à ce que pourraient laisser penser les médias occidentaux, les Russes exilés ne sont pas nécessairement politisés et ne font pas systématiquement partie de l’opposition (rapport IFRI, 2023). Bien que tous ne soient pas à proprement parler des acteurs culturels au sens professionnel du terme, chacun participe, par sa condition d’exilé et par les pratiques qu’il développe dans son nouveau contexte socioculturel, au renouvellement d’une culture russe « de l’étranger ».

Se pose dès lors la question des modalités selon lesquelles ces Russes émigrés continuent de produire des contenus et de consommer des biens culturels. La culture est définie par l’UNESCO comme « l’ensemble des traits spirituels, matériels, intellectuels et affectifs qui caractérisent une société » (Déclaration de Mexico, 1982). Cette définition ne se limite pas aux arts, mais englobe également les modes de vie, les systèmes de valeurs, ainsi que le patrimoine vivant et immatériel. L’ensemble de ces dimensions constitue ce que l’on appelle une communauté. Or, comme l’a montré Catherine Gousseff au sujet de l’émigration russe du XXe siècle (2008), la formation d’une communauté en exil suppose l’existence d’un récit commun. Pour cette population russe récemment émigrée, qui – malgré certains traits partagés – demeure fortement hétérogène sur les plans culturel, politique et économique, un tel « récit commun » est-il possible ? Si oui, sous quelles formes ? Quelle est la place de la guerre dans ce récit ?

Un autre point important est le contact (voire une forme de solidarité) entre les émigrés récents et ceux issus des émigrations précédentes. Depuis le XIXᵉ siècle, l’histoire russe a été profondément marquée par une expérience de l’exil qui était généralement en relation avec des bouleversements politiques. Entre 1917 et 1991, trois vagues d’émigration issues de la Russie bolchévique puis de l’Union soviétique se sont dispersées à travers le monde. La « première », (après la révolution bolchévique de 1917) et la « troisième » (suite à la décision du Comité central du parti de l’URSS qui autorisait des Juifs soviétiques à quitter le pays), comportaient un nombre particulièrement important d’intellectuels et hommes de lettres qui ont contribué à l’émergence d’espaces culturels russophones hors des frontières de la Russie et de l’ex-URSS (Luba Jurgenson, 2023), formant des milieux intellectuels, artistiques et littéraires dynamiques dont certains sont encore actifs aujourd’hui. Or, ces communautés diffèrent évidemment beaucoup des néo-arrivants par leur rapport à la langue et à l’identité russes. Si la préservation de la langue, des traditions et de la religion était une priorité pour les premières vagues, il semble que l’émigration récente se caractérise par une prise de distance vis-à-vis de cette « culture russe traditionnelle » et manifeste un désir d’ancrage plus fort dans les sociétés d’accueil. Comment ces différentes « vagues » interagissent-elles ? Dans quelle mesure leurs visions respectives de « l’identité russe » entrent-elles en conflit ? Enfin, est-il encore pertinent de parler aujourd’hui d’une « diaspora » russe au singulier ?

L’émigration récente est, en partie, professionnelle : au moins 1500 journalistes travaillant pour près de 70 médias ont quitté le pays à cause de la guerre. Les médias russes implantés à l’étranger (Dojd’ à Amsterdam, Meduza à Riga...) contribuent à former et à diffuser une nouvelle culture russe de l’exil (Rodina & Dovbysh, 2025 ; Wiik & Johansson, 2025 ; Yablokov, & Gatov, 2025). Sur quelles ressources s’appuient-ils pour se réinventer à l’étranger ? Comment surmontent-ils les difficultés liées à l’exil, notamment sur le plan financier ? Les chaînes de blogueurs expatriés (Maksim Katz, Iouri Dud’...) et les médias russophones créés après la guerre (« Masha on Russia », « The Breakfast show »...), à l’instar des réseaux sociaux, participent à leur manière à la constitution de communautés transnationales, unissant des communautés russophones exilées dans différents pays autour de valeurs démocratiques et d’un discours politique d’opposition au régime et/ou à la guerre.

Si nous nous intéressons aux acteurs culturels russes, il ne faut pas oublier pour autant que cette « culture russe de l’étranger » est aussi façonnée par les pays d’accueil. Ceux-ci ne se contentent pas de la réceptionner, mais la conditionnent également en donnant accès ou non à leurs dispositifs et structures. Par exemple, des musiciens russes dont la position est politiquement « neutre », ambiguë ou suspecte concernant la guerre en Ukraine ne sont pas invités à se produire sur scène (un exemple français : la DJ russe Nina Kraviz a été retirée de la programmation du festival des « Vieilles Charrues » pour ne pas avoir affiché publiquement son opposition à Vladimir Poutine). Les pays d’accueil sont ainsi en demande d’un discours d’opposition qui soit en conformité avec leur propre agenda politique.

L’exil implique l’émergence de nouvelles formes d’expression, mais aussi de nouvelles modalités de transmission des héritages culturels. Nous souhaitons mettre en lumière les interrogations contemporaines liées à la transmission de la culture. Quels sont les enjeux éducatifs et pédagogiques liés à l’exil récent ? Quel rôle jouent les institutions locales (écoles russes, associations russophones...) dans la transmission de cet héritage, notamment linguistique ? Plus simplement, comment expliquer la guerre en Ukraine aux enfants ?

Les contributions issues de différentes disciplines relevant des sciences humaines (en particulier sociologie, anthropologie, géographie, histoire, études des médias, linguistique, études culturelles) seront particulièrement appréciées, sans que les études liées aux pratiques artistiques contemporaines (littérature, arts plastiques et visuels, musique, théâtre) soient exclues.

Plusieurs axes de réflexion pourront être envisagés (liste non exhaustive) :

1) Productions culturelles :

  • Quelles représentations de l’exil construisent les œuvres d’art contemporaines ?
  • Les questionnements liés à l’identité dans l’art.
  • Que signifie « cinéma russe en exil » ? Quelle réception de ce cinéma par les pays d’accueil ? Comment les trajectoires des réalisateurs et réalisatrices ont-elles été affectées par l’exil ?
  • Pratiques théâtrales hors-frontières : spectacles, festivals...

2) Industries culturelles à l’étranger :

  • Reconfiguration du marché éditorial : « nouveau tamizdat », maisons d’édition russophones implantées à l’étranger après 2022 (France, Allemagne, Israël, Géorgie, Royaume-Uni, Italie...) : stratégies, spécialisation, évolution ; édition simultanée de livres dans plusieurs pays (dont la Russie) ; rencontres littéraires de l’émigration (« La tour des livres » à Prague en 2025)...
  • Industrie culturelle : nouvelle visibilité des artistes russes de l’opposition en Occident ; l’émigration « conjointe » (artistes / producteurs, réalisateurs / public) ; une industrie du cinéma en exil est-elle possible ?

3) La culture et les médias socio-numériques :

  • La réinvention de la culture journalistique
  • Difficultés (financières) et solutions, réorientation des contenus, évolutions (ou non) du public cible, nouvelles méthodes de travail/d’enquête...
  • Comment les réseaux sociaux et les médias contribuent à la consolidation d’une communauté russophone au niveau national/international, et donc d’une nouvelle communauté (par exemple, à travers certains néologismes ou mèmes).

4) Les rapports entre exil russe contemporain et vagues d’émigration au XXe siècle :

  • Comment les acteurs de la culture contemporaine se positionnent-ils par rapport aux émigrés des « vagues » précédentes ?
  • Redéfinition des canons et des références culturelles
  • Mémoire et relecture du passé

5) La perception et l’autoperception des populations russes nouvellement immigrées :

  • Construction des identités collectives et individuelles
  • Accueil institutionnel et dispositifs d’aide
  • Adaptation et ancrage

6) La place des enfants :

  • Transmission (ou non) de la langue russe et bilinguisme
  • Difficultés pratiques, freins sociologiques
  • Institutions pédagogiques
  • La littérature d’enfance et de jeunesse russophone récente

Il serait souhaitable que ces thématiques abordent sous divers angles les questions transversales de l’ancrage territorial, des nouveaux modèles économiques, de l’identité et de la langue.

Modalités de soumission

Langues de travail : français et russe

Les propositions de communication (maximum 500 mots), le titre (provisoire) de la future communication ainsi qu’une courte bio-bibliographie (200 mots) sont à envoyer à l’adresse suivante : colloqueAFR.CESC.2027@gmail.com,

avant le 15 septembre 2026.

Cette journée d’étude fera l’objet d’un numéro thématique dans la Revue russe. En y participant, les intervenants et intervenantes s’engagent à soumettre un article au comité scientifique de la journée d’étude, puis au comité de lecture de la revue.

Financement

L’organisation prend en charge l’hébergement, mais non les frais de transport.

Les intervenants et intervenantes devront donc s’adresser à leurs laboratoires respectifs pour couvrir ces frais.

Comité scientifique

CORRADO Florence, Professeur, Université Bordeaux-Montaigne

DESPRÉS Isabelle, Professeur, Université Grenoble Alpes

GERBER Julie, ATER, Université Grenoble Alpes

KOSSOV Valéry, MCF HDR, Université Grenoble Alpes

NÉRARD François-Xavier, Professeur, Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne, rédacteur en chef de la Revue russe

ROBERT-BOEUF Camille, CNRS-Miginter, Vice-présidente de l’AFR pour l’enseignement supérieur

THIBONNIER Laure, MCF, Université Grenoble Alpes

Références

Ageeva V., Akopov S., « ‘Global Russians’ : A Case Study of Transnational Actors in World Politics », Europe-Asia Studies, vol. 74, n° 8, 2022, p. 1325-1349.

Akoka Karen, Argaillot Janice, Dominguez Mariana, Hanus Villaverde et Philippe (dir.), « Mémoires de l’exil et des migrations : médiations matérielles et artistiques », ILCEA : Revue de l’Institut des langues et cultures d’Europe, Amérique, Afrique, Asie et Australie, 62, 2026, URL : https ://journals.openedition.org/ilcea/25266.

Badiou Alain, Butler Judith, Didi-Huberman Georges, Khiari Sadri, Bourdieu Pierre, Rancière Jacques, Qu’est-ce qu’un peuple ? Paris, La Fabrique Editions, 2013.

Berthomière William, Chivallon Christine (dir.), Les diasporas dans le monde contemporain, Paris, Karthala / Pessac, Maison des Sciences de l’Homme, 2006.

Bolzman, C., Bernardi, L., & Le Goff, J. M. (Eds.), Situating children of migrants across borders and origins : A methodological overview. Springer, 2017.

Bronnikova Olga, Zaytseva Anna, « Les lieux que crée l’exil : les migrants russes à Tbilissi, 2022-2024 », Ethnologie française, vol. 55(3), 2025, p. 187-203.

Byford Andy, « Poslednee sovetskoe pokolenie v Velikobritanii », Neprikosnovennyj Zapas, n° 2(64), 2009.

Byford Andy, “Performing ‘Community’ : Russian Speakers in Contemporary Britain”, in L. Cairns &

S. Fouz-Hernández (Eds.), Rethinking ‘identities’ : cultural articulations of alterity and resistance in the new millennium, Oxford, Bern, Berlin, Bruxelles, Frankfurt am Main, New York, Wien, Peter Lang, 2014, p. 115-139.

Dyachenko-Escalle Liliya, « La pratique du livre manuscrit comme affirmation d’une identité littéraire russe en émigration chez Aleksej Remizov », Revue des études slaves [En ligne], XCIV-1-2 | 2023, mis en ligne le 01 juillet 2023, consulté le 30 mars 2026, URL : http ://journals.openedition.org/res/5904 ; DOI : https ://doi.org/10.4000/res.5904.

Esposito Roberto, Communitas. Origine et destin de la communauté, Paris, Les Prairies ordinaires, 2010.

Evstratov Alexei, Kossov Valery, Després Isabelle, Thibonnier Laure, Research in Exile : Views and Voices from the Slavic World. ILCEA : Revue de l’Institut des langues et cultures d’Europe, Amérique, Afrique, Asie et Australie, 53, 2024, URL : https ://journals.openedition.org/ilcea/18541.

Evstratov Alexei, Allisson François, Bibliothèques en dehors de l’Empire : institutions et pratiques culturelles de l’exil russophone (1870-1956), ILCEA : Revue de l’Institut des langues et cultures d’Europe, Amérique, Afrique, Asie et Australie, 56, 2024, URL : https ://journals.openedition.org/ilcea/20388.

Fassmann Heinz, Münz Reiner, “European East-West Migrations, 1945-1992”, International Migration Review, n°3, vol. 28, automne 1994, p. 520-538.

Glutz O., Derkach O., Nagel J., Sergeeva M., K. A., “Dimensionalities of exile : First-person accounts of belonging/alienation experiences wrought by emigration from Russia”, Ethnologie française, vol. 55(3), 2025, p. 91-108.

Gomide Bruno Barreto, « Le texte littéraire russe et l’émigration : les trajectoires parallèles de Schostakovsky et Schnaiderman », Brésil(s), 22 | 2022, URL : http ://journals.openedition.org/bresils/13753 ; DOI : https ://doi.org/10.4000/bresils.13753.

Gousseff Catherine, L’exil russe, la fabrique du réfugié apatride (1920-1939), Paris CNRS éditions, 2008.

Huérou (Le) Anne, Daucé Françoise, « Accueillir aux frontières de l’empire », Ethnologie française, vol. 55(3), 2025, p. 155-170.

Inozemtsev Vladislav, “The Exodus of the Century : A New Wave of Russian Emigration”, Russie. Eurasie. Visions, n° 129, Ifri, July 2023.

Kamalov E., Kostenko V., Sergeeva I., Zavadskaya M., “Russia’s 2022 Anti-War Exodus : The Attitudes and Expectations of Russian Migrants”, Ponars Eurasia, 2022, September 6, URL : https ://www.ponarseurasia.org/russias-2022-anti-war-exodus-the-attitudes-and-ex….

Kopnina Helen, East to West Migration. Russian Migrants in Western Europe, Aldershot, Ashgrate, 2005.

Livak Leonid, Histoire culturelle de l’émigration russe en France (1920-1950), Paris, Eur’orbem, 2022.

Lobodenko Kateryna, « Le rôle de la caricature et du cinéma dans la construction de la mémoire collective de l’émigration russe après la Révolution de 1917 », Slovo, 2023, Archives et traces : enjeux, usages et poétiques. Actes des Doctoriales de l’Europe médiane, de l’espace russe et (post)soviétique (DEMEPS 2021), 53, p.39-50.

Makarychev Andrey, « La nouvelle diaspora russe en Estonie : nomades, critiques de Poutine ou opposition politique ? », Revue française de socio-économie, n°31(2), 2023, p. 255-260.

Menegaldo Hélène, Les Russes à Paris 1919-1939, Paris, Editions Autrement, 1998.

Meyer Valentine, « Nadejda Teffi : la langue russe en exil », Scritture Migranti, 2024, 17, p.111-127.

Moreau Shmatenko L., « “On se regroupe plutôt sur la base de loisirs communs, on veut juste avoir du « fun » !” Le rôle des loisirs en russe dans le développement de la communauté russophone en Suisse », Leisure/Loisir, 46(3), 2022, p. 453–475.

Ostromooukhova Bella, “Building Communities Abroad through Children’s Books Publishing”, in Balina Marina, Efimova Svetlana (Eds.), Politics of Text and Image in Children’s Culture, Routledge, 2025.

Polân Pavel, « Emigraciâ : kto i kogda v XX veke pokidal Rossiû », dans Glezer O., Polân P., Rossiâ i ee regiony v XX veke : territoriâ - rasselenie - migracii, Moskva, OGI, 2005, p. 493-519.

Raeff Marc, Russia abroad : a cultural history of the Russian emigration, 1919-1939, New York / Oxford, Oxford university press, 1990.

Rutherford Jonathan (ed.), Identity, community, culture, difference, London, Lawrence and Wishart, 1990.

Said Edward, Réflexions sur l’exil : et autres essais, Arles, Actes sud, 2008.

Struve Nikita, Soixante-dix ans d’émigration russe (1919-1989), Paris, Fayard, 1996.

Tinguy (de) Anne, La grande migration. La Russie et les Russes depuis l’ouverture du rideau de fer, Paris, Editions Plon, 2004.

  • Projets ANR :

« Les exilé·es bélarusses, russes et ukrainien·nes après l’invasion de Ukraine. Politisations, interactions, solidarités et tensions » (2024-2026), coordinateur du projet : Ronan Hervouet, UMR 5116, Université de Bordeaux.

« La littérature russe face à la guerre en Ukraine – ARTATWAR » (2024-2028), coordinatrice : Victoire Feuillebois, GEO UR1340, Université de Strasbourg.

Lieu

  • Maison de la Création et de l'Innovation - MaCI - 339 Av. Centrale, 38400 Saint-Martin-d'Hères
    Grenoble, France (38100)

Format de l'événement

  • Événement hybride

Date limite

  • Mardi 15. septembre 2026

Appendices

Mots-clés

  • exil, culture, médias, arts, littérature, sociologie

Contact

  • Julie Gerber
    courriel : julie [dot] gerber [at] univ-grenoble-alpes [dot] fr

Conference "Concepts of Freedom and the Development of Democracy in Great Britain in Historical Comparison"

1 month 1 week ago

Organiser: Arbeitskreis Großbritannien-Forschung; Institut für soziale Bewegungen, Ruhr-Universität Bochum
Host: Institut für soziale Bewegungen, Ruhr-Universität Bochum, im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Clemensstr. 17-19
Postcode: 44789
City: Bochum
Country: Germany
Takes place: In attendance
Dates: 16.07.2026 - 17.07.2026
Website: https://www.hgr.ruhr-uni-bochum.de/hgr/isb/

German Association for British Studies, and Institute for Social Movements of the Ruhr-University of Bochum, Bochum: Annual Conference 16-17 July 2026, im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Clemensstr. 17-19, 44789 Bochum, Germany

Concepts of Freedom and the Development of Democracy in Great Britain in Historical Comparison

Registration:
birgit.bublies-godau@rub.de
nobfabian@t-online.de

The participation is free of charge.

Programme

Thursday, July 16, 2026

9:00 – 9:30 Arrival and registration
9:30 – 9:45 Welcoming speeches: Stefan Berger (Bochum), Marius Guderjan (Berlin)

9:45 – 10:30: Introduction
Norbert Fabian (Bochum), The early English Revolution of 1381 and the European History of Freedom and Emancipation
Chair: Stefan Berger (Bochum)

10:30 – 11:00 Coffee break

11:00 – 12:00 First keynote lecture:
Nicholas Vincent (East Anglia), The Magna Carta of 1215 and the History of Liberty
Chair: Birgit Bublies-Godau (Bochum)

12:00 – 13:00 Lunch

13:00 – 14:00 Second keynote lecture:
Lyndal Roper (Oxford), For liberty! The German Peasant’s War of 1525 and the Twelve Articles.
Chair: Stefan Berger (Bochum)

14:00 – 15:30 Panel 1: Conceptualising Liberty
- Andrew Wells (Kiel), Freedom’s Parish: Liberty in the Urban British Atlantic, 1660-1760
- Brigitta Schvéd (Budapest), Public Opinion, Political Media, and the Language of Freedom: Conceptualising Liberty and the Balance of Power in Early Eighteenth-Century British and Habsburg Contexts
Chair: Mathis Gronau (Bochum)

15:30 – 16:00 Coffee break

16:00 – 17:00 Third keynote lecture:
Alan S. Kahan (Paris), ‘Freedom from Fear’. Transatlantic Concepts of Liberalism
Chair: Mathis Gronau (Bochum)

17:00 – 18:30 Panel 2: Socialism and Social Movements in Europe
- Jan de Graaf (Bochum), A Model for All? European Responses to Labour’s 1945 Victory
- Alberto Pantaloni (Turin), Social Movements and Struggles in Britain and Italy at the End of the ‘Golden Age’: a Comparative Study
Chair: Stefan Berger (Bochum)

19:30 Conference dinner

Friday, July 17, 2026

9:00 – 10:30 Panel 3: Political Debates on Freedom, Democracy, and Revolution in the ‘long’ 19th century
- Vicente Pons Marti (Frankfurt am Main), Freedom, Parties, and Opposition. Political Party Debates in Britain from the French Revolution to the Reform Act of 1868
- Birgit Bublies-Godau (Bochum), The European Revolution of 1848/49 and the debate on Christopher Clark, ‘Revolutionary Spring. Fighting for a New World’
Chair: Norbert Fabian (Bochum)

10:30 – 11:00 Coffee break

11:00 – 12:30 Panel 4: Modern Conservativism and Democracy in the ‘short’ 20th century
- Christina Sigrid Schlaich (Freiburg/ Br.), The Politics of ‘Freedom’ in the Making of Democratic Order: Stanley Baldwin and Transnational Public Spheres, c. 1922–1939
- Edmund Neill (London), Conservatism’ Adaption to Democracy in Mid-Twentieth Century Britain
Chair: Mathis Gronau (Bochum)

12:30 – 13:30 Lunch

13:30 – 15:00 Round table and open final discussion: Theories and Concepts of Freedom and Revolution, Democracy and Reform - Comparisons and Responsible Learning from History
Lyndal Roper, Norbert Fabian, Mathis Gronau, Birgit Bublies-Godau
Chair: Marius Guderjan (Berlin)

Contact

Birgit Bublies-Godau, M.A., birgit.bublies-godau@rub.de, und Dr. Norbert Fabian, nobfabian@t-online.de.

Checked
1 hour 14 minutes ago
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